Was kostet gute Gartenpflege

Fotos: Gärtner von Eden

Ein schöner Garten ist nicht nur Blickfang und Ruheoase, er macht auch – seien wir ehrlich – eine Menge Arbeit. Wer sie nicht liebt, der kann sich entlasten: am besten mit einem professionellen Helfer.

Das Wichtigste gleich vorweg: Gartenpflege ist nicht gleich Gartenpflege. „Wir erleben es immer wieder, dass wir, wenn wir von Gartenpflege sprechen, etwas anderes meinen als so mancher Gartenbesitzer“, erklärt Josef Grütters. Und das führe, so der Gartengestalter vom Niederrhein, gerade im Bereich Kosten schnell zu Missverständnissen. „Uns ist es wichtig, das Thema Pflege ebenso professionell, zuverlässig und qualitätsorientiert zu betreiben, wie die Planung und den Bau neuer Gärten auch“, betont Grütters. Gartenbesitzern schwebt allerdings oft einfach Unterstützung bei der anfallenden Fleißarbeit vor, wenn sie von Gartenpflege sprechen. „Wer nur jemanden sucht, der ihm das Rasenmähen abnimmt, kann das auch vom Sohn der Nachbarn erledigen lassen, der sein Taschengeld aufbessern will. Das hat aber definitiv nichts mit Rasenpflege zu tun“, gibt Gartenprofi Grütters zu bedenken.


Aus Profisicht umfasst eine gute Gartenpflege weit mehr als das Kürzen des Rasens, Unkraut jäten und das Entfernen verwelkter Blüten. Und selbst beim Unkrautjäten empfiehlt Grütters nachdrücklich die Arbeit einer gärtnerischen Fachkraft: „Wenn zum Beispiel im Frühjahr Stauden neu austreiben, sollte man diese schon von Wildkräutern unterscheiden können, damit am Ende auch die richtigen Pflanzen im Garten bleiben“, gibt er mit einem Lächeln zu bedenken, um dann gleich wieder ernst zu werden: „Das und vieles mehr ist einfach eine Frage von Fachwissen und Ausbildung. Und wer – wie wir – ausschließlich fachlich bestens ausgebildete Mitarbeiter beschäftigt, muss für deren Arbeit auch einen entsprechenden Facharbeiterlohn verlangen. Denn letztendlich ist eine professionelle Pflege so etwas wie eine Lebensversicherung für den ganzen Garten“, bringt es Grütters auf den Punkt. „Wenn zum Beispiel ein Baum auch nur einmal falsch geschnitten wurde, kann er dadurch für immer aus der Form geraten und damit den Gesamteindruck eines Gartens nachhaltig negativ beeinflussen.“


Auch aktuelle Erhebungen aus dem Immobilienmarkt liefern Argumente dafür, die Gartenpflege in die Hände von Profis zu legen. Sie konnten nämlich nachweisen, dass sich eine Immobilie mit gut gepflegtem Garten nicht nur schneller, sondern auch bis zu 20 Prozent teurer verkaufen lässt, als bei einem vernachlässigten Außengelände. Im Übrigen hat auch der Gesetzgeber etwas dafür getan, die Attraktivität professioneller Gartenpflege zu erhöhen: Sämtliche Arbeitsleistungen eines Fachbetriebes lassen sich als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend machen.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab der Seite 128 im Magazin "Mein schönes zuhause September/Oktober 2014"


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