Energiesparen mit Smarthome-Technik

Energiekosten sparen – aber smart

Energiesparen ist so aktuell und dringend wie nie: So helfen vernetzte Haustechnik und intelligente Geräte beim Minimieren der Heiz- und Stromrechnung.

Neben mehr Sicherheit und mehr Komfort ist die Energieeinsparung eines der drei großen Versprechen der intelligenten Haustechnik. Ob es tatsächlich eingelöst wird, hat in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Studien versucht herauszufinden. Fasst man die unterschiedlichen Ergebnisse zusammen, so lautet die allgemeine Schlussfolgerung: Ja, Smarthome-Technik kann teils sogar beträchtlich Energie einsparen helfen.

Smart Energiesparen Jung Config App
Neben der Standard-Steuerung per Timer bietet die Firma Jung auch eine Bluetooth-Variante an. Über die „Clever Config App“ lassen sich Beschattung und Licht per Smartphone einstellen und steuern. So wird Sonnenwärme optimal zur Entlastung der Heizung genutzt. (Foto: Jung)

Entscheidend aber ist, wie und wofür sie eingesetzt wird. Nicht jede Anwendung ist automatisch energiesparend. Vor allem aber: Im Smarthome läuft nichts ohne Strom. Das heißt, zunächst einmal kann der Stromverbrauch im intelligenten Zuhause durchaus steigen. Um effizient zu sein, muss die Hausautomation also an anderer Stelle ordentlich Energiegewinne machen. Dabei muss zwischen Strom und Heizenergie unterschieden werden.

Smart Energie sparen Tado Gira Thermostat App
Gira bietet die Möglichkeit, die smarten Funk-Thermostate von tado° in ein KNX-System zu integrieren und über den Server „Gira X1“ zu steuern. Mit Funktionen wie Geofencing oder der „Fenster-offen-Erkennung“ kann der Energieverbrauch optimiert werden. Neue Leitungen sind dazu nicht notwendig. (Foto: Gira/Tado)

Energiesparen heißt Strom sparen

Hier liegt das Potenzial vor allem in der Kontrolle des Stromverbrauchs durch smarte Messgeräte, mit denen sich Stromfresser ausfindig machen lassen. Smarte Stecker und -leisten, die Standby-Verluste verhindern, ohne dass man selber ständig schalten muss, wirken ebenfalls. Smarthome-Komplettsysteme haben manchmal einen „Alles-Aus-Schalter“ an der Haustür, mit dem man sämtliche Verbraucher vom Netz nehmen kann, die bei Abwesenheit ohnehin nicht gebraucht werden.

Smart Energie sparen Viessmann Geofencing
Für die „ViCare“ App ihrer smarten Heizkörper- oder Fußbodenthermostate bietet die Firma Viessmann das Modul „Geofencing“ an. (Foto: Viessmann)

Smart Energie sparen Viessmann Geofencing App
Die Viessmann Geofencing App erkennt, wann niemand zuhause ist und regelt die Heizung automatisch. Die Distanz zum Haus, bei der die Erkennung einsetzt, ist individuell einstellbar. (Foto: Viessmann)

Die Steuerung des Lichts im Smarthome ist nicht per se energiesparend, der Effekt geht eher auf die sehr effiziente LED-Leuchttechnologie zurück. Im Außenbereich, wo mehr Power zum Ausleuchten nötig ist, bringen Bewegungsmelder oder Zeitschaltung mehr Einsparung als im Innenraum. Bei Haushaltsgeräten oder Unterhaltungselektronik gilt, egal, ob smart oder nicht: Aufs Energielabel schauen.

Smart Energie sparen Schiedel Inflame App
Um den Verbrennungsprozess zu optimieren, bietet die Firma Schiedel für die SC-Modelle ihrer „Kingfire“-Familie optional die elektronische Abbrandsteuerung „INflame“ an. Durch geregelte Verbrennung wird der Brennstoff besser ausgenutzt und der Wirkungsgrad maximiert, während gleichzeitig Emissionen vermindert werden. (Foto: Schiedel)

Heizkosten sparen dank Smarthome

Im Bereich Wärme liegt das größere Energiesparpotenzial in der smarten Haustechnik. Vom programmierbaren Thermostat am einzelnen Heizkörper bis zur punktgenauen Temperatursteuerung der Fußbodenheizung oder der gesamten Heizungsanlage – hier lohnt der Einsatz elektrischer Energie für die Einsparung von Wärmeenergie fast immer. Sofern noch teure, fossile Energien eingesetzt werden, lassen sich deren Verbrauch und somit die Heizkosten erheblich senken. Moderne nachhaltige Heizsysteme wie die Wärmepumpe lassen sich mit smarter Steuerung optimieren, insbesondere wenn sie mit hauseigener Stromerzeugung aus Photovoltaik gekoppelt werden.

Smart Energie sparen Nibe PV smart App
Mit der Funktion „PV Smart“ optimieren Wärmepumpen von Nibe ihre Nutzung von Photovoltaikstrom. Überschüsse der Sonnenenergie werden als zusätzliche Wärme in der Fußbodenheizung oder im Brauchwasser gespeichert. So erreicht die PV-Anlage auch ohne Elektro-Speicher einen hohen Autarkiegrad. (Foto: Nibe)

Beim Thema Heizen sollte nicht vergessen werden, dass ein beträchtlicher Teil der Wärme für Warmwasser verbraucht wird. Hier sind auch kleine Energiesparhelfer wie smarte Armaturen sinnvoll. Bei elektrischer Warmwasserbereitung betrifft der Spareffekt natürlich den Stromverbrauch.

Smart Energie sparen Stiebel Eltron Durchlauferhitzer
Mit smarter Technologie liefert der Durchlauferhitzer „DHE connect“ gradgenaues Warmwasser im besonders sparsamen Betrieb. Auf dem Display werden Verbrauchsdaten grafisch dargestellt. Auf Wunsch zeigt das internetbasierte Gerät auch das Wetter an oder spielt Radiosender ab. (Foto: Stiebel Eltron)

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