Smart Garden: digital planen & wässern

  • Smart Garden Bewässerung

    Wer bunte Beete und grünen Rasen liebt, setzt auf Technik und lässt smarte Programme für ausreichend Bewässerung sorgen. (Foto: iStock/schulzie)

  • Smart Garden Planung per App

    Planen am Computer, Rasensprengen per Tablet, mähen und beleuchten mit dem Handy. (Foto: Gardena)

  • Smart Garden Gatrtenplanung

    Mit der richtigen Software lässt sich die Gartengestaltung vorab anschaulich planen. (Foto: Zdynamix_3D_Gartendesigner)

  • Smart Garden Bewässerung mit App steuern

    Wassersparen mit Wetterdaten aus mehreren Quellen. Cleveres Detail: Der Strom fürs An- und Abdrehen des Wassers kommt von der Sonne. (Foto: CloudRain GmbH)

  • Smart Garden Mähroboter auf Hanggrundstück

    Mit Allradantrieb und Knicklenkung meistert der Automower 435X AWD Hänge mit bis zu 35 Grad Steigung. (Foto: Husqvarna)

  • Smart Garden Markisensteuerung

    Sobald Sie die Terrassentür öffnen, fährt die Markise automatisch aus. (Foto: Warema)

  • Smart Garden Bewegungsmelder

    Argus, der kabellose Helfer, wacht im wahrsten Sinne des Wortes mit Argus-Augen über Hauseingang und Garten. (Foto: Reolink)

Grüne Apps und Assistenten im Smart Garden

Das grüne Wachsen und Gedeihen ist immer noch ein faszinierender analoger Vorgang. Doch planen und steuern kann man die Blütenpracht rund ums eigene Haus mittlerweile auch mit diversen Apps. Teils kostenlos, teils kostenpflichtig gibt es sie inzwischen für die Bewässerung. Schon länger für die Gartenpflege und jetzt auch für die Gestaltung im Smart Garden. Bei der digitalen Gartenplanung ist vor allem die Seriosität der Anbieter wichtig. Nur so kann ein guter Datenschutz gewährleisten werden.

Online Gartenplaner

Die Digitalisierung hat verschiedene Smart Home Möglichkeiten hervorgebracht, um die Gartenarbeit einfacher zu gestalten. Per App kann man seinen künftigen smart Garten planen, beinahe generalstabsmäßig. Schlaue Software erzeugt dazu realistische 3D-Visualisierungen, mit deren Hilfe man Beete, Wege, Terrassen, Sträucher und Bäume in ihrer Raumwirkung betrachten kann. Auch Extras sind zu haben. Die machen dann beispielsweise erlebbar, welchen Schatten ein fünf oder zehn Meter hoher Baum im Laufe eines Tages und im Jahreslauf wirft.

Die Qual der Wahl

Wie so häufig bei Software hat man die Wahl zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten.

So bietet beispielsweise der Marktführer Gardena eine kostenlose Web-Anwendung namens „My Garden“ mit hilfreichen Tools an. Dort können auch Sprinklersysteme geplant werden. Die gespeicherten Pläne lassen sich per Link mit anderen teilen.

Obi hat auf seiner Webseite einen Gartenplaner, mit dem man Vorgärten, Terrassen, Pools und ähnliche Gestaltungselemente vorbereiten, konfigurieren und visualisieren kann. Die Baumarktkette nutzt dabei ihre Präsenz in Deutschland. Dabei kombiniert sie den Web-Service bewusst mit einer persönlichen Fachberatung in ihren Märkten. Obi verspricht, dass in jedem Fall einen individuellen Projektplan zum eigenen Gartenprojekt.

Die Premium-Klasse kommt auf Englisch

Nicht ganz überraschend kommen die ambitioniertesten digitalen Gartenplaner aus England – und sie kosten Geld.

Wer die britische App Growveg über den einwöchigen kostenlosen Testzeitraum hinaus nutzen möchte, zahlt für ein einjähriges Abonnement 27 Euro und für zwei Jahre 39 Euro. Dafür bekommt man hier allerdings exklusive Features: zum Beispiel detaillierte Online-Tipps für die Anlage eines Gemüsegartens oder Email-Benachrichtigungen, wann welche Gewächse zu pflanzen oder zu säen sind. Dabei merkt sich Growveg auch die geografische Lage des eigenen Gartens. Und Growveg berücksichtigt somit auch, dass im Breisgau zu einem anderen Zeitpunkt mit dem ersten Bodenfrost zu rechnen ist als in der Lüneburger Heide. Eine sehr smarte Funktion, um Haus und Garten digital zu planen, ohne dass dabei wichtige Gegebenheiten außer Acht gelassen werden. Generell eignen sich digitale und smarte Gartenplaner gut dazu, um per Smartphone App zu skizzieren, wie der Garten am Ende aussehen soll.

Punktgenau bewässern

Aber Apps für den Garten übernehmen auch die zweifellos anspruchsvollste Aufgabe. Sie lautet, den Garten genau dann zu bewässern, wenn es nötig ist. Auch wenn der Hausherr im Urlaub ist. Man merkt schnell, die Smart Home Gartenbewässerung ist ein komplexes Thema. Die Technik entwickelt sich rasant. Die ersten Apps beziehen bereits Wetterdaten und Wettervorhersagen in ihre Beregnungspläne ein. Ist die Bewässerung smart, kann bei der Gartenpflege zeit gespart werden. Die Smart Home Technologien sind eine echte Alltagserleichterung.

Die Hardware geht ins Geld

Dabei schlagen weniger die Apps zu Buche, mit denen man den künstlichen Regen (fern)steuert. Vielmehr ist es die Beregnungs-Hardware, die dafür im Garten zunächst installiert sein muss. Gardena beziffert die Ausgaben für ein Starter-Set auf 600 bis 700 Euro. Wer verschiedene Gartenzonen wegen der unterschiedlichen Bedürfnisse seiner Flora auch differenziert bewässern möchte, muss also mit einem vierstelligen Betrag kalkulieren. Die Investition kann sich lohnen. Wer hier zielgerecht in eine automatische Bewässerung investiert, spart sich künftig das Schleppen der Gießkannen. Die gesparte Zeit kann dann für andere Aufgaben, wie der Bepflanzung von Terrassenkübeln oder anderen Teilen des Gartens, genutzt werden. Ein Griff zum Smartphone reicht dann aus, um die Smart Home Bewässerung zu steuern.

Hilfreiche Apps

Die ersten brauchbaren Bewässerungs-Apps für den Smart Garden sind inzwischen zur Marktreife gelangt und bei diversen Anbietern erhältlich. Dazu gehören das Gardena Smart System, mit dem dank des Gardena Smart Sensors die Bodenfeuchte, Temperatur und Lichtstärke im Garten erfasst und anhand der Messwerte die optimalen Bewässerungszeiten ermittelt werden. Die Gardena Smart Irrigation Control dient zur Einrichtung verschiedener Bewässerungszonen. Auch die Hersteller Miyo mit seinen Komponenten App, Cube, Ventil und Sensor – und Eve Aqua, das speziell für Apple-Produkte wie dem Homekit und der Apple Watch konzipiert ist, haben sich bewährt. Das sind vernünftige, handelsübliche Bewässerungssysteme renommierter Anbieter, welche die Bewässerung im Garten intelligent steuern.

Auch Newcomer mischen auf diesem Gebiet mit: CloudRain, die Entwicklung eines Düsseldorfer Startups, berücksichtigt sechs Wetter-Parameter und reklamiert für sich, den Wasserverbrauch gegenüber konventionellen Methoden um über drei Viertel zu reduzieren. Dazu wird ein vom Hersteller sogenannter „Adaptive Watering“- Algorithmus genutzt, der auf sechs verschiedene Parameter zurückgreift: Niederschlagsintensität und Regenwahrscheinlichkeit, Temperatur, Feuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Bewölkung. Verwendet werden zudem lokale Wetterdaten aus mehreren Quellen, auch unter Berücksichtigung historischer Daten – ähnlich wie bei der Netatmo Wetterstation. Die Bewässerung richtet sich schließlich nach der Dauer, die der Anwender einstellt.

Das Starterset mit App, Controller und einem solarbetriebenen Funkventil wird für 249 Euro angeboten. Zusätzliche Ventile, um verschiedene Gartenzonen differenziert bewässern zu können, sind pro Stück für 99 Euro erhältlich. Hinzu kommt natürlich die übliche Hardware, die man für die Beregnung benötigt. Nach erfolgreicher Einrichtung können Sie mit den Systemen die Bewässerung per App über ein Smartphone oder Tablet steuern.

Mähen lassen

Mähroboter sind die Renner unter den smarten Gartengeräten. Für schwierige Grundstücke eignet sich der Automower 435X AWD. Mit Allradantrieb und Knicklenkung meistert er Hänge mit bis zu 35 Grad Steigung und umsteuert nebenbei Hindernisse oder Engpässe souverän. Der Husqvarna Automower eignet sich folglich auch für verwinkelte Gärten. Die moderne Technik der Mähroboter sorgt dafür, dass der Rasen in einen nahezu perfekten Zustand gelangt. Mittlerweile sind die Rasenmäher Roboter auch zu moderaten Preisen erhältlich.

Erleuchtet: Lichtsystem Philips Hue nun auch außen

Das kabellose intelligente Lichtsystem Philips Hue hat Zuwachs im Outdoor-Bereich bekommen. An der Haustür begrüßt das Welcome Flutlicht mittels Lichtsteuerung Hue Bridge. Und Wand- und Sockelleuchten der Reihe White & Color Ambiance sorgen schließlich für stimmungsvolle Lichtszenen im Garten oder auf der Terrasse. Höchst ungewöhnliche Lichteffekte lassen sich übrigens mit Outdoor Lightstrip erzielen.

Vernetzter Sonnenschutz

Durch Kooperation mit der cloudbasierten Smart-Home-Technologie des Anbieters everHome lassen sich Markisen, Rollläden oder Jalousien von Warema jetzt noch smarter und komfortabler steuern. So können mit der everHome App über ihr Smartphone beispielsweise Sonnenschutz, Licht und Heizung gleichzeitig bedient werden. Durch den Sonnenschutz können auch lichtempfindliche Pflanzen für den Indoor Garden verwendet werden. Für generell dunklere Orte eignet sich ein Click & Grow Smart Garden. Die Pflanzenkübel versorgen die Pflanzen eigenständig mit Licht, Wasser und den notwendigen Nährstoffen. Der Click & Grow Garden eignet sich ideal für frische Kräuter.

Kabellose Grillthermometer für Grill-Gourmets

Wann wird das Steak wohl durch sein? Mit dem kabellosen Grillthermometer Meater beantwortet ein Blick aufs Smartphone diese Frage. Während der Temperaturfühler im Grillgut steckt, können Sie sich dank eines Bluetooth-Verstärkers immerhin bis zu 50 Meter vom Ort des Geschehens entfernen und haben trotzdem Temperatur und Garzeit im Griff.

Holzkohle und Hightech

Dass sich Grillen mit Holzkohle und raffinierte Technik nicht ausschließen, beweist der Willhelm-Grill. Höhenverstellbare Glutwanne und integriertes Lüftungssystem sorgen für eine konstante und regulierbare Temperatur. Sie wird von einem Sensor und Garthermometern überwacht und mit der dazugehörigen App gesteuert.

Einer passt auf

Das Leben im Freien lässt sich freilich unbeschwerter genießen, wenn ein wachsames Auge Hauseingang und Garten smart im Blick hat. Die kabellosen WLAN-Überwachungskameras Reolink Argus sind wetterfest und einfach zu installieren. Sie bieten scharfe, detailreiche Bilder bei erweiterter Nachtsicht und alarmieren per Push-Meldung, E-Mail oder Sirene.

Die Installation ist kein Hexenwerk

Auch wenn neue Technik im ersten Moment kompliziert wirkt, stellt die Einrichtung im Smart Garden keine große Hürde dar. Die meisten Geräte verbinden sich nach dem Anschluss an das Stromnetz wie von selbst. Nur wenige Knopfdrücke sind erforderlich, um die Technik-Gadgets zum Laufen zu bringen. Innerhalb von wenigen Minuten sollten die smarten Geräte funktionsfähig sein. Die Selbstinstallation ist auch für Laien verständlich. Ihre Geräte lassen sich nach der erfolgreichen Installation kinderleicht per Smartphone App steuern. Dank der sogenannten Smart Home Geräte kann einiges an Gartenarbeit gespart werden.

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