KfW Effizienzhaus vom Staat gefördert

  • KfW Effizienhaus mit Einliegerwohnung von Weberhaus

    Ein Einliegerwohnung ermöglichte die Verdoppelung des Zuschusses für dieses KfW Effizienzhaus. (Foto: Weberhaus)

  • Dieses Haus von Fertighaus ist ein Kraftwerk ist KfW Zuschuss Spitzenreiter

    Seinen Strom selbst zu erzeugen zahlt sich als Zuschuss aus. Und: durch erheblich günstigeren Strom. (Foto: Fertighaus Weiss)

  • Mit Top-Dämmung ist dieses Fischerhaus ein Effizienz-Künstler.

    Der günstigste Strom ist der, der nicht verbraucht wird. Dank der optimalen Dämmung dieses Hauses. (Foto: Fischerhaus)

  • Standardförderung für das KfW Effizienzhaus 55 von Luxhaus

    Auch in der untersten KfW Förderklasse lässt sich mit Dämmung und Haustechnik viel Geld sparen. (Foto: Luxhaus)

Klimaschutz wird belohnt

Förderungen, zum Beispiel für ein KfW Effizienzhaus, sind eine feine Sache, um neuer Technik zum Durchbruch zu verhelfen.

Seit Anfang des Jahres profitieren private Eigenheim-Bauer besonders kräftig von staatlicher Extra-Förderung. Grund ist das Klimapaket der Regierung. Es sorgt dafür, dass gedämmte Häuser, die regenerative Energien nutzen, billiger und damit noch attraktiver werden. Zugleich verteuert es Heizen mit Öl oder Gas. Obendrein gibt es nicht nur mehr Geld in den Fördertöpfen. Schließlich werden im kommenden Jahr auch die Einkommensgrenzen für die Wohnungsbauprämie angehoben, sodass mehr Bauherren davon profitieren können.

Im Wesentlichen sind es die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die private Bauherren mit Zuschüssen und günstigen Krediten unterstützen. Die KfW hat gerade ihre Kreditrahmen um 20 Prozent auf maximal 120.000 Euro bei der Neubauförderung im Rahmen des Förderprogramms 153 erweitert. Auch die Tilgungszuschüsse für den KfW Kredit sind gestiegen. Beides – KfW Kredit und KfW Zuschuss – wird pro Wohneinheit gewährt. Das verdoppelt also beispielsweise die Förderung für ein Haus mit Einliegerwohnung. Mehr zum KfW Programm und wofür Sie die Förderung erhalten können, finden Sie auch direkt bei der KfW.

Die Erhöhung der Förderung für ein KfW Darlehen fängt nicht nur locker die Mehrkosten für eine Wärmepumpenheizung auf, sondern schafft obendrein noch finanzielle Extra-Spielräume.

60.000 Euro – geschenkt!

Konkret bedeutet das: Wer ein Zweifamilienhaus oder ein Haus mit Einliegerwohnung baut, kann mit einem zinsgünstigen Kredit von 240.000 Euro rechnen. Den Tilgungszuschuss von 60.000 Euro schreibt die KfW Bank am Schluss des erfolgreichen Bauvorhabens gut.

Hinzu kommen zahlreiche weitere Töpfe. Bundesländer sowie Städte und Gemeinden fördern den Eigenheimbau. Sogar 16 katholische Bistümer sowie 14 evangelische Landeskirchen geben Geld dazu. Auch so mancher Arbeitgeber gewährt Mitarbeitern ein zinsgünstiges Darlehen als Personalkredit zum marktüblichen Zins (sonst wäre es ein zu versteuernder zinswerter Vorteil) für den Eigenheimbau. Ganz zu schweigen von der erwähnten Wohnungsbauprämie, dem Baukindergeld und der Riester-Förderung.

KfW Effizienzhaus 40 Plus mit Einliegerwohnung

Bauen bleibt natürlich nichtsdestotrotz eine teure Angelegenheit. Viele der Förderungen sind auch gar nicht dafür gedacht, überhaupt erst das Bauen zu ermöglichen. Diejenigen, die es sich leisten können, sollen vielmehr dazu ermuntert werden, in energieeffizientes Bauen und letztendlich auch in Komfort zu investieren.

Wie die Bauherren unseres ersten Beispielhauses. Als sie mit ihrem Ansinnen scheiterten, ihr altes Haus um einen Anbau für die Eltern der Bauherrin zu erweitern und energieeffizient zu sanieren, entschlossen sie sich kurzerhand, noch ein drittes und letztes Mal zu bauen und dann gleich auch neue Büroräume zu schaffen.

Durch eine Empfehlung ihres Arbeitgebers, der vor wenigen Jahren mit dem Fertighaushersteller Weberhaus sein Verwaltungsgebäude gebaut hatte, entschieden sie sich ebenfalls für das Familienunternehmen aus Baden-Württemberg.

Entstanden ist ein großes, komfortables und energieeffizientes Haus mit der KfW Energieeffizienz 40 Plus, das dank eigener Photovoltaik den Strombezug aus dem Netz minimiert. Brauchwasser für Toiletten und den Garten wird in einer Zisterne gesammelt.

Ein Flachdachanbau vergrößert den schmalen Satteldach-Baukörper. Ein repräsentativ-cooles Betonvordach verbindet das Architektenhaus mit der Garage. Dazwischen führt eine Außentreppe direkt in die Einliegerwohnung der Eltern im Obergeschoss. Das Erdgeschoss teilt sich in den mit einer Schiebe-Flügeltür geteilten großen Wohn- und Wellnessbereich der Baufamilie und den auch von außen durch einen eigenen Eingang zugänglichen Bürotrakt. Der Wellnessbereich verfügt über Sauna und Jacuzzi.

Das Obergeschoss weist eine ähnliche Zweiteilung auf: rechts der Treppe die Zwei-Zimmer-Einliegerwohnung, links die Rückzugs- und Funktionsräume der Familie. Komfortabel: Der Sohn residiert in einem Zimmer mit eigenem En-Suite-Bad. Der ebenfalls abgeschlossene Elternbereich umfasst neben Schlafzimmer, Bad, Loggia, WC und Ankleide noch ein kleines Bügelzimmer. Praktisch platziert zwischen Kind- und Elternbereich: der Hauswirtschaftsraum.

Als KfW Effizienzhaus 40 Plus mit zwei Wohneinheiten wäre das Haus aktuell mit 60.000 Euro Tilgungszuschuss förderfähig, die von der mit 0,75 Prozent verzinsten Kreditsumme von 240.000 Euro mit 10 Jahren Laufzeit abgezogen werden. Die würde übrigens auch für ein KfW 40 Massivhaus gelten.

KfW Haus 40 Plus

Sein minimaler Energiebedarf dank perfekter 120 Millimeter starker Holzfaserdämmung sowie innovative und effiziente Haustechnik mit Photovoltaik und Stromspeicher zur Nutzung erneuerbarer Energien adeln das neue Musterhaus Relax von Fertighaus Weiss zu einem KfW Effizienzhaus 40 Plus.

Wer aber glaubt, diese Technik benötige viel Platz, der irrt: Ein einziges Gerät enthält die Wärmepumpe für Heizung und Warmwasserbereitung sowie die zentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung.

Sein neben dem wohngesunden Raumklima darüber hinaus wichtigster Pluspunkt: die äußerst komfortablen Rückzugsmöglichkeiten – daher auch sein Name. Schaltstelle im wahrsten Sinne des Worts für den Komfort ist seine Smart-Home-Steuerung, die Weiss Home Solution. Sie steuert neben dem Energiemanagement von Photovoltaik und Akku auch Komfortfunktionen wie Beleuchtung, Beschattung und die Sicherheit des Satteldach-Klassikers.

Blickfang von außen sind die beiden grau verputzten Erker des Hauses, das sie verbindende Vordach, das die Terrasse ins Haus integriert, und die Holzschalung dazwischen. Innen fällt im Erdgeschoss die repräsentative Raumhöhe von 2,80 Metern auf. Separat sind nur ein Arbeitszimmer, der Technikraum, der Abstellraum unter der Treppe und das WC.

Die gerade Treppe mündet kommunikativ mitten im Wohnbereich und gliedert die Küche mit Essplatz und den Wohnraum. Sie lässt sich auch um 180 Grad gedreht einbauen und vermeidet dann eventuell nicht gewünschten Durchgangsverkehr im Erdgeschoss. Das mit einigen schönen innenarchitektonischen Details wie dem Sitzfenster in der Küche oder dem abgeschirmten Wohnraum mit Schiedel-Schornsteinkamin aufwartet.

Oben empfängt eine offene Lounge als zweiter, intimerer Wohnbereich. Sie wird bei Bedarf mit nur wenig Aufwand zum zweiten Kinderzimmer. Der Clou jedoch ist der Elterntrakt auf der anderen Seite des Hauses. Er besteht aus einem langgestreckten Raum, der nur mit Einbaumöbeln und Wandscheiben die Ankleide und das Bad vom Schlafraum abteilt. Ein Rückzugsort mit höchstem Wohlfühlfaktor!

Als KfW Effizienzhaus 40 Plus wäre das Haus (auch als KfW 40 Plus Massivhaus) heute mit 30.000 Euro Tilgungszuschuss förderfähig. Von der mit 0,75 Prozent verzinsten Kreditsumme von 120.000 Euro bei 10 Jahren Laufzeit müssten nur 90.000 Euro zurückbezahlt werden.

KfW Effizienzhaus 40 mit Einlieger

Wie schon unser erstes Beispielhaus bringt es auch der Entwurf Modern 168 von Fischerhaus auf die doppelte KfW Förderung, diesmal „nur“ die fürs KfW Effizienzhaus 40.

Wie beim 40 Plus entspricht der Dämmstandard etwa dem eines Passivhauses. Die Gebäudetechnik verzichtet jedoch auf die eigene Stromerzeugung und -speicherung. Allerdings wird auch im Modern 168 mit der Wärmepumpe geheizt und mit Wärmerückgewinnung gelüftet.

Anders als im ersten Beispiel wurde hier eine geräumige Einzimmer-Einliegerwohnung im Keller geplant und dafür die Giebelseite großzügig abgebaggert, um ausreichend Licht und Sicht zu gewährleisten.

Perfekt zugeschnitten auf die Bedürfnisse einer jungen Familie bietet das Haus kommunikative Zonen und Rückzugsorte. Originell: das Dachgeschoss ist geteilt in eine Hälfte fürs Schlafen und die andere Hälfte für Wellness. Ein Hauch von Luxus: Das Bad verfügt neben Dusche und Wanne sogar über eine finnische Sauna. Praktisch liegt die Ankleide, die als Schleuse zwischen Bad und Hausarbeitsraum funktioniert.

Aktuell würde sich die Förderung auf einen Kreditrahmen von 240.000 Euro bei 0,75 Prozent Zinsen für 10 Jahre belaufen. Dank Staatszuschuss von 48.000 Euro wären nur 192.000 Euro zu tilgen.

KfW 55 Haus

Die Förderung KfW 55 ist zwar die unterste Stufe der KfW Förderung der verschiedenen Standards des Programms 153 (das KfW Effizienhaus 70 wird nicht mehr gefördert), verbraucht aber dennoch 45 Prozent weniger Energie als laut Energieeinsparverordnung (EnEV) maximal zulässig.

KfW 55 Voraussetzungen: eine top-gedämmte, luftdichte Gebäudehülle und darauf sorgfältig abgestimmte Haustechnik. Neben dem preisgünstigen Kredit von 120.000 Euro gibt’s dafür von der staatlichen Förderbank immerhin noch einen Tilgungszuschuss von jetzt 18.000 Euro.

Für ein so langfristiges Projekt wie ein Haus, das man ja wahrscheinlich ein Leben lang bewohnt, sollte die KfW Effizienzklasse 55 mit Wärmepumpenheizung der Mindeststandard sein. Kaum vorstellbar, dass angesichts immer weiter steigender Energiepreise und damit verbundener ständig steigender Unterhaltskosten fürs Haus ein Baustandard rein nach EnEV noch vernünftig wäre.

45 Prozent weniger Energie

Holzfertighausbauer Luxhaus gehört zu den Experten für Energieeffizienz, die mindestens ein KfW 55 Haus bauen. Er hat unser letztes Beispielhaus errichtet.

Es besteht aus drei jeweils mit verglasten Fluren verbundenen Gebäudeteilen. Der mittlere Wohntrakt ist zweigeschossig. Ihn ergänzen ein Kinder- und ein Garagentrakt. Zur Straßenseite zeigt sich das Flachdachensemble weitgehend verschlossen, während es sich auf der Gartenseite mit großen Glasflächen zu einer Poolanlage mit Holzdeck öffnet.

Über die energetischen Merkmale hinaus bietet das Haus eine Fülle architektonischer Einfälle. Beginnen wir beim Wohntrakt in der Mitte. Im Wesentlichen besteht er aus dem großen Wohnbereich mit offener Küche und einem Kamin als Raumteiler zwischen dem zweigeschossigen Essplatz und der Sitzgruppe. Hinter der Treppe verstecken sich zum Garten hin ein Arbeitszimmer und zur Straße ein Gästezimmer mit En-Suite-Bad. Pfiffig: Das ist von der Diele aus auch als Gäste-WC zugänglich.

Das Zentrum des Obergeschosses ist der Schlafraum. Dessen Zentrum ist wiederum das Bett. Hinter dessen Haupt befindet sich eine offene Ankleide. Links davon führt eine Tür in das Bad mit Sauna, das die gesamte Hausseite einnimmt. Gute Idee, schließlich spendiert es dem WC einen Extraraum hinter einer Schiebetür. Auf der anderen Seite öffnen sich zwei große Wanddurchbrüche zum Luftraum über dem Essplatz. Ergänzt wird das Raumprogramm dort oben von einem Fitnessraum, der sich ebenfalls zum Lauftraum über dem Essplatz öffnet.

Von der Diele aus geht’s rechts in die Garagen, nach links, hinter der Treppe, in den Kindertrakt. Der verfügt über drei mit mehr als 17 Quadratmetern recht geräumige Kinderzimmer und ein großes Bad mit Wanne und Dusche. Bauhaus geprägte Architektur mit heutiger Top-Dämmtechnik trifft hier auf modernste Haustechnik und schafft einen repräsentativen Wohlfühllebensraum. Eben ein echtes Traumhaus – dessen Bau sich staatlich fördern lässt.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der aktuellen Ausgabe von mein schönes zuhause°°°.
Schlagwörter: Förderprogramme, Förderung, KfW Effizienzhaus