Die Einfassung dieses Sitzfensters XXL bleibt nicht ungenutzt – Massivholzschränke umrahmen es perfekt. (Foto: Sonnleitner)
Alles in bester Ordnung
Es gibt viel zu verstauen, packen wir’s weg: Was zu früheren Zeiten einfach im Keller landete, muss heute meist im Haus selbst untergebracht werden.
Wer Familie hat, kennt solche Momente: Man kommt vollbepackt mit den Einkaufstaschen zur Haustür rein, und Mützen, Jacken, Schuhe liegen kreuz und quer im Flur. Daneben begrüßen einen der längst leergeräumte Koffer vom verlängerten Wochenende und im schlechtesten Fall auch noch Staubsauger sowie Laufrad oder Roller.
Das perfekte Chaos lässt sich im trubeligen Alltag sicher nicht immer verhindern, doch eine Garderobe, in die mehr passt als vier Blazer und zwei Paar Ballerinas sowie ausreichend Stauraum, der dezent all den Krimskrams aufnimmt, den man gerne aus den Augen und aus dem Sinn hätte, helfen dabei ungemein.

Prinzipiell gilt: Ein Zuviel an Stauraum gibt es nicht.
Gerade wer ohne Keller baut, tut gut daran, schon bei der Grundrissplanung Stauflächen einzuplanen. Damit dabei möglichst wenig Wohnraum verloren geht, sind Einbaumöbel die optimale Lösung. Wo handelsübliches Mobiliar meist nicht passt, nutzen maßgeschneiderte Schränke oder Kommoden den wertvollen Platz etwa unter Dachschrägen.
Die perfekte Begrüßung
Beginnen wir im Flur – der Visitenkarte eines Hauses. Er prägt nicht nur den ersten Eindruck, den Gäste von unserem Zuhause bekommen, sondern verrät auch einiges über unseren Charakter: Sind wir eher Ordnungsliebhaber oder Aufräum-Muffel? In jedem Falle sollte der Flur großzügig geplant werden, mit Platz für nasse Schirme und herumstehende Einkäufe. Eine Nische eignet sich ideal für einen Einbauschrank, und unter der Treppe lässt sich ebenfalls praktischer Stauraum schaffen.

ahnt, wie viel Stauraum sich dahinter auftut. (Foto: Baufritz)
Gerade der Raum unter einer geschlossenen Treppe birgt großes Potenzial: Gesellschaftsspiele, Aktenordner oder Bastelmaterial verschwinden dezent in Schubladen und Schränken. Befindet sich die Treppe im Wohnbereich, bietet sich ein Mix aus offenen und geschlossenen Elementen an – so lassen sich Bücher, Vasen und Kerzen dekorativ in Szene setzen. Ein praktischer Tipp: (Einbau-)Schränke immer bis zur Decke planen. So wird bei minimaler Stellfläche ein Maximum an Stauraum gewonnen, und das Zuhause bleibt aufgeräumt und einladend.
Stauraum schaffen: an die Decke gehen erwünscht
Wohlfühlzentrum und Ort der Entspannung – im Wohnzimmer erholen wir uns nach einem langen Arbeitstag und verbringen Zeit mit den Liebsten. Hier zeigen wir liebgewonnene Urlaubsmitbringsel, Bilder und Bücher. Einbaumöbel sind dafür prädestiniert. Sie bieten maximalen Stauraum auf kleiner Fläche, da sie bis unter die Decke reichen können. Viele große Haushersteller haben eine eigene Möbeltischlerei, die Ideen zum Stauraum schaffen plant und diese passgenau umsetzt.

Ein weiterer prädestinierter Ort fürs platzsparende Verstauen ist die Fläche rund um die angesagten Panorama- bzw. Sitzfenster. Darunter und daneben lässt sich Unansehnliches in Schränken und Ansehnliches in Regalen unterbringen. Angenehmer Nebeneffekt: Band Zwei und Drei der spannenden Buchreihe sind so beim Schmökern mit einer Tasse Tee gleich griffbereit.
Gut geplant ist halb verstaut
Chaos ist im Schlafgemach ist tabu. Wer genug Platz hat, plant eine Ankleide als begehbaren Kleiderschrank ein. Viele Hersteller bieten dafür ausgeklügelte Systeme an.

Sie sind meist günstiger als Maßanfertigungen, dafür aber nicht ganz so flexibel und individuell anpassbar. Mit Einbauschränken können Sie die räumlichen Verhältnisse hingegen optimal gestalten und selbst im hintersten Winkel vorhandenen Platz nutzen. In offenen Regalen ist am Morgen alles griffbereit. Türen vor den Schränken haben den Vorteil, dass die Kleidung nicht ausbleicht oder einstaubt. Sind sie verspiegelt, sparen Sie sich zudem gleich den Platz für den Wandspiegel. Alle Dinge, die Sie selten brauchen, wie Reisekoffer oder Weihnachtsdekoration, sind auf dem Dachboden gut aufgehoben.

Wie schaffe ich mehr Stauraum in der Küche?
Wer hat sich das noch nicht gefragt. Unser Tipp: Planen Sie für Ihre Küche von vornherein gleich ein funktionales Schubladensystem mit ein.

Egal ob Gewürze, Messer oder Töpfe – alles, was clever verstaut ist, ist schnell griffbereit und kann genauso schnell wieder weggeräumt werden. Je weniger offen herumsteht, desto aufgeräumter sieht es aus.

Das gilt folglich auch für Haushaltsgeräte. Sie sind großartige Helferlein, nehmen aber viel Platz auf der Arbeitsfläche weg. Eine Lösung: Sie fahren bei Bedarf nach oben, wie in unserem Beispiel. So lässt sich auch in einer kleinen Küche Stauraum schaffen.

Aus Kostengründen verzichten viele Baufamilien auf einen Keller. Kompensieren kann das zum Teil der Hauswirtschaftsraum. Hier ist neben der Technik auch gleich Platz für Bügelbrett, Getränke und Reinigungsmittel. Tipp: Eine kleine Werkbank integrieren, an der Reparaturen, Näh- oder Bastelarbeiten vorgenommen werden können. Witterungsunempfindliches Gut ist in der Garage oder im Gartenhaus gut aufgehoben.

Viel Platz zum Spielen

Stauraum im Kinderzimmer kann es nie genug geben. Optimale Flächennutzung gelingt etwa mit dem Einrichten einer zweiten Ebene, auf der sich das Bett oder eine Spielecke befinden.

(Foto: WeberHaus)
Der Raum darunter kann so für den Arbeitsplatz oder als Schrank genutzt werden. In einer kleineren Variante kann auch eine individuell geplante Sitzbank mit darunter befindlichen Schubfächern den vorhandenen Raum ausnutzen: Ob Hunderte von Legosteinen, Zootieren oder Puppenkleidern – alles findet so seinen Platz.

Achten Sie darauf, dass die Möbel stilistisch neutral und hochwertig sind, damit sie lange Spaß machen und auch Teenagern noch gefallen.