Stadtvilla – Ein Haustyp mit vielen Gesichtern

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    Das vorkragende Obergeschoss beschattet die Kinderetage.

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    Die Stadtvilla Karat von Kern-Haus besticht durch ihren symmetrischen Aufbau.

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    Der abtrennbare Wohnbereich wird durch den glasverkleideten Anbau großzügig erweitert.

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    Die klassische Stadtvilla mit Zeltdach. Ihre elegante Note bewirken die mit dunklem Glas verkleideten Anbauten.

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    Die Vorderseite der Villa gefällt mit Fensterbändern und einem komfortabel überdachten Eingang mit Parkplatz.

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    Dem Wohn- und Essbereich schließt sich nach rechts die Küche mit Speisekammer an.

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    Dank großer Fenster wird der Garten in die Wohnlandschaft mit einbezogen.

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    Passivhaus-Stadtvilla City Life. Ans Bauhaus erinnert das Flachdach.

Die Stadtvilla bringt die Vorstellungen vom vornehmen Haus mit den häufig knapp bemessenen Grundstücken in der Stadt unter einen Hut. Damit schafft sie die Versöhnung von Gegensätzen: Sie vereint mit äußerer Kompaktheit und innerer Großzügigkeit Repräsentation mit Bescheidenheit. Dabei ist sie ein echtes Architektur-Chamäleon: von der coolen Kiste bis zum smarten Schlösschen.

Was macht eine Stadtvilla aus? Neben der charakteristischen Großzügigkeit fallen die fehlenden Schrägen im Obergeschoss auf: Dort vergrößert das Raumangebot entweder – klassisch – ein flaches Zelt- oder Walmdach oder – modern – ein Flachdach. In puncto Eleganz bedient sie sich der Symmetrie oder auch anderer Architekturelemente wie großzügigen Verglasungen.

Wie unsere erste Weberhaus-Stadtvilla City Life, die verschwenderisch mit Licht, aber äußerst sparsam mit Energie umgeht: Sie erfüllt den Passivhausstandard, erreicht also mit perfekter Dämmung und ausgeklügelter Lüftungstechnik ohne übliche Heizung behagliche Temperaturen – trotz üppiger Übereckverglasungen, die stilistisch, ebenso wie das Flachdach, ans Bauhaus erinnern.

Die riesigen Kunststofffenster sind dreifach verglast und ermöglichen an sonnigen Wintertagen passive Solargewinne. Die beiden Stockwerke stellen 182 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Die spannend gegliederte Wohn-, Ess- und Kochlandschaft teilt sich die unteren knapp 100 Quadratmeter mit einem Trakt, in dem ein kleines Arbeitszimmer, Garderobe und Gäste-WC untergebracht sind.

Die Haustechnik verschwindet in einem Anbau, der zugleich für einen überdachten Parkplatz und Hauseingang sorgt. Oben fallen besonders die beiden geräumigen Kinderzimmer mit vorgelagerter Spielterrasse über dem Freisitz auf. Das Hauptschlafzimmer auf der Vorderseite des Hauses punktet – ganz villenlike – mit einem großzügigen Ankleidebereich.


Sachlich-repräsentativ

Repräsentative Sachlichkeit war gefragt bei der Stadtvilla Mannheim von Keitel Haus. Ihre quadratische Kubatur mit flachem Zeltdach ist klassisch für diesen Haustyp und bietet 196 Quadratmeter Wohnfläche. Für mehr Großzügigkeit im Erdgeschoss, eine Dachterrasse vor dem Hauptschlafzimmer im Obergeschoss und für ein extravagant elegantes Erscheinungsbild sorgt aber ein 6 Meter langer Anbau. Er ist mit anthrazitfarbenem Glas verkleidet, passend dazu der Vorbau des Hauseingangs.

Dieser mündet in die zentrale Eingangshalle. Sie erschließt links den Wohnbereich, rechts einen Raum, der als Büro oder Gästezimmer dienen kann und geradeaus einen Flur, der am Treppenhaus vorbei in den Essbereich mit offener Küche führt. Merke: klare Strukturen lassen auch kleinere Flächen repräsentativ wirken.

Für eine gewisse Raumökonomie bei gleichzeitig größtmöglicher Großzügigkeit sorgt eine Schiebewand, die den Wohnbereich im Glasanbau von dem sich ums Eck anschließenden Ess- und Kochbereich abtrennen kann. Im Obergeschoss befinden sich zwei geräumige Kinderzimmer, der Elterntrakt mit Ankleidebereich und ein Wellnessbad mit Platz für eine Sauna.

Ein Hauch von Exklusivität in klassischer Form umweht die Stadtvilla Karat von Kern-Haus. Dort spielt Symmetrie, allzeit bewährtes Mittel für Eleganz und Harmonie, die Hauptrolle. Nicht nur die Straßen- und die üppig verglaste Gartenfront, selbst der stolze 213 Quadratmeter ausweisende Grundriss unterwirft sich mit seiner Dreigliedrigkeit streng symmetrischer Ordnung.

Die schön gegliederten Sprossenfenster vermitteln auf den ersten Blick schon eine Vorliebe für klassische Gestaltung. So empfängt einen denn auch hinter der eher bescheiden wirkenden Haustür eine zweigeschossige Eingangshalle – entworfen, um zu beeindrucken. Diskreteren Zugang gewährt der Seiteneingang, der den Hauswirtschaftsraum mit der Garage verbindet. Der Elterntrakt im Obergeschoss nimmt den ganzen linken Teil des Hauses ein. Dort verbindet ein Ankleideraum das geräumige Wellnessbad mit dem Hauptschlafraum.

Die gespiegelte linke Seite ist zwei Kinderzimmern mit einem Duschbad zugedacht. Der Erker zur Gartenseite gehört zum Homeoffice mit eigenem,
von Säulen getragenen Balkon. Erschlossen werden Elterntrakt, Kinderbereich und Arbeitszimmer durch eine großzügige Galerie. Die Stadtvilla Karat belegt übrigens beim Deutschen Traumhauspreis 2013, verliehen von einem Immobilienmagazin und einer Bausparkassenzeitschrift, bei den Premiumhäusern den zweiten Platz.


Hightech elegant

Dass eine Stadtvilla auch in schwierigen Lagen gute Figur macht, zeigt unser letztes Beispiel aus Leonberg bei Stuttgart. Und das nicht nur architektonisch: Das Plusenergiehaus mit 260 Quadratmeter Wohnfläche erzeugt im Jahresschnitt photovoltaisch mehr Strom, als es verbraucht. Der Bauherr, Professor Dr. Norbert Fisch, Leiter des Instituts für Gebäude- und Solartechnik an der TU Braunschweig, hat das Haus für seine Tochter und ihre Familie errichtet, um sein neues Energiekonzept, eine Kombination aus Erdwärmenutzung, Photovolatik und Hausbatterie, zu erproben.

Das mit seiner Rückseite tief in den steilen Südhang eingegrabene Erdgeschoss erreicht man nur über Treppen, aus der darunter liegenden Garage komfortabel übrigens auch von innen. Das Obergeschoss setzt sich unter einem riesigen, parallel zum Hang verlaufenden Pultdach, das komplett für photovoltaische Stromerzeugung genutzt wird, nach hinten versetzt als Dachgeschoss fort.

Dafür, dass die Gartenterrasse vor den Kinderzimmern im Erdgeschoss liegt, entschädigt die auf einem schmalen Anbau oberhalb des Gartens auf Obergeschossniveau liegende Terrasse neben dem Wohnbereich. Im Inneren gibt sich die Villa mit rahmenlosen Fensterflächen, raumhohen Türen und weißen Einbaumöbeln höchst reduziert; der Natur soll durch die riesigen Fenster die Gestaltungshoheit überlassen bleiben. Behaglichkeit im Wohnbereich vermitteln die geölten, schwellenlos verlegten Eichenholzdielen.

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