Haustür und Sprechanlage: Mit der Tür ins Haus

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Attraktiv, sicher, kommunikativ

Die Haustür markiert den Übergang vom öffentlichen zum privaten Raum. Sie soll der Witterung ebenso standhalten wie Einbruchsversuchen, aber auch Besucher freundlich empfangen und optisch zum Gesamtbild des Hauses passen.

1. Welches Material passt zur Haustür?

Jedes der gängigen Materialien für eine Haustür hat seine Stärken und Schwächen. Im Verbund entfalten sie Teamgeist und Kombi-Eigenschaften.

HOLZ: Der natürliche Klassiker

Vorteile

  • optisch ansprechend
  • hochwertiges, umweltfreund liches Erscheinungsbild
  • von Natur aus sehr gute Wärmedämmung

Nachteile

  • kann sich als Reaktion auf Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen mit den Jahren verziehen
  • verlangt relativ viel Pflege
  • sollte zum Schutz regelmäßig lasiert werden

KUNSTSTOFF: Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Vorteile

  • preiswerter und pflegeleichter als Holztüren
  • viele unterschiedliche Designs möglich
  • mit entsprechender Füllung gute Wärmedämmung

Nachteile

  • Kunststofftüren verformen sich leicht, zusätzliche Stabilität bietet ein Stahlkern
  • Material kann sich unter Einfluss von Sonnenlicht verfärben

ALUMINIUM: Robust und vielseitig 

Vorteile

  • pflegeleicht, witterungsbeständig und langlebig
  • viele Motive und Farben möglich
  • kein Nachstreichen erforderlich
  • Wärmedämmung und Schallschutz abhängig von Füllung

Nachteile

  • für Wärmedämmung und Schallschutz entsprechende Füllung notwendig
  • teurer als Holz oder Kunststoff

HOLZ UND ALUMINIUM: Stark im Verbund

Vorteile

  • vereint Vorteile beider Materialien (Stabilität und gute Isolierung)
  • auch passivhaustaugliche Türen möglich
  • durch Holzoberfläche optisch ansprechend

Nachteile

  • im Vergleich teuer

2. WÄRMESCHUTZ: Gedämmt und abgedichtet

Wie andere Bauteile, etwa die Fenster, muss auch die Haustür den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen.

Wärmeverluste über die Tür dürfen einen bestimmten Grenzwert, den sogenannten U-Wert nicht überschreiten. Für die Haustür beträgt der maximal zulässige U-Wert 1,8. Er bezieht sich auf die gesamte Haustürkonstruktion. Damit der vorgeschriebene Wärmeschutz erreicht wird, müssen alle Bestandteile der Tür entsprechend ausgerichtet sein:

Rahmen und Türblatt: Entscheidend sind sowohl Material als auch Verarbeitung. Holz besteht aus vielen luftgefüllten Zellen. Deshalb dämmt es von Natur aus gut. Kunststoff und Aluminium dagegen benötigen zusätzliche Dämmung. Aluminiumtüren brauchen überdies eine thermische Trennung. Das heißt, es darf keine Verbindung zwischen Innen- und Außenseite bestehen, weil sonst Heizwärme über das Material ab fließen könnte.

Verglasung: Verglaste Türelemente müssen hochwärme gedämmt sein, am besten mit Drei-Scheiben-Verglasung und wärmereflektierenden Beschichtungen.

Dichtungen: Dichtungen zwischen Rahmen und Türblatt sowie am unteren Türrand müssen luftdicht abschließen. Es gibt Türmodelle, bei denen sich beim Schließen eine zusätzliche Dichtung für den unteren Spalt absenkt.

Türschwelle: Der Boden im Flur und die Trittstufe außen sollten durch eine Dämmschicht unter der Türschwelle thermisch getrennt sein, um Wärmeabfluss zu verhindern.

3. SICHERHEIT: Schutz vor Einbruchsgefahr 

Einbrecher bevorzugen beim Einfamilienhaus zwar eher Fenster und Fenstertüren, dennoch muss auch die Haustür entsprechend gesichert sein. Dabei ist auch in Zeiten smarter Schließ- und Alarmtechnik der mechanische Schutz stets die Grundlage.

Hundertprozentigen Schutz gegen Einbruch gibt es allerdings nicht. Deshalb spricht man von Einbruchhemmung. Den Begriff einbruchhemmende Tür definiert übrigens die europaweite Norm DIN EN 1627 mit sechs Widerstandsklassen. Die Definition bezieht sich allerdings auf die gesamte Türkonstruktion (Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag). Klassifiziert wird nach den eingesetzten Werkzeugen und der Zeit, die ein Einbrecher benötigen würde, um das Hindernis Tür zu überwinden. Die niedrigste Widerstandsklasse RC 1 N bietet nur minimalen Schutz, etwa gegen Vandalismus.

Die höchsten Widerstandsklassen RC 5 und RC 6 kommen aber vorwiegend in Hochsicherheitsbereichen zur Anwendung. Für Privathäuser werden vor allem Türen der Widerstandsklassen RC 2 und RC 3 empfohlen. Sie bieten schließlich Schutz vor Tätern mit relativ einfachen Werkzeugen. Sofern die Tür dem ersten Ansturm standhält, geben sie meist nach wenigen Minuten den Einbruchsversuch auf.

4. SMARTE SCHLÖSSER: Zugang ohne Schlüssel

Zentral für die Sicherheit einer Haustür ist auch ihr Schließsystem. Traditionell funktioniert das mit einem Schloss in der Tür und einem mechanischen Schlüssel. Immer häufiger kommen jedoch elektronische Alternativen zum Einsatz.

Wer den Schlüssel im Büro vergisst, steht vor verschlossener Haustür. Geht er verloren, muss meist aus Sicherheitsgründen das Schloss ausgetauscht werden. Deshalb entscheiden sich immer mehr Bauherren und Hausbesitzer für eine smarte Zugangslösung an der Haustür:

Smart mit Schlüssel: Sogenannte Smart Locks arbeiten zum Teil noch mit einem Schlüssel. Dieser Schlüssel funktioniert jedoch nur, wenn des Schloss ihn als zugangsberechtigt anerkennt. Die Programmierung hierfür erfolgt über eine App. Geht ein Schlüssel verloren, kann ihm einfach die Berechtigung entzogen werden. Sowohl Dietriche als auch heimlich nachgemachte Schlüssel haben keine Chance.

Elektronische Schlüssel: Eine Alternative sind rein elektronische Schlüssel, zum Beispiel in Form einer Chip-Karte, die nur noch vor das smarte Schloss gehalten wird. Bei Verlust muss das Schloss lediglich umcodiert werden.

Pin-Code oder Fingerabdruck: Smarte Türöffnung funktioniert auch ohne materiellen Schlüssel oder Schlüsselersatz. Das geht wie beim Bankautomaten per Zahlencode oder mit der sogenannten biometrischen Methode, dem Zugang per Fingerabdruck. Ein Fingerprint-Sensor, der direkt ins Türblatt oder den Türgriff integriert sein kann, erkennt die Zugangsberechtigten am Relief der Fingerkuppe. Dieses ist nämlich nicht nur bei jedem Menschen sondern auch an jedem seiner Finger einmalig.

Zugang per App: Aber auch das Smartphone kann, alternativ oder ergänzend zu anderen Zutrittslösungen, mit einer entsprechenden App des Smart-Lock-Anbieters die Schlüsselfunktion übernehmen. So kann man beispielsweise Gästen einfach online für begrenzte Zeit den Zugang zum Haus freigeben.

5. KOMMUNIKATION: Hören und sehen, wer an der Haustür klingelt

Komplett wird die sichere Haustür mit einer Türkommunikationsanlage, über die man mit Personen, die klingeln, Kontakt aufnehmen oder sie sogar sehen kann, bevor man öffnet. Statt hektisch zur Tür zu eilen, kann man Besucher in Ruhe von drinnen willkommen heißen – oder wieder wegschicken.

Klassische Gegensprechanlage: Sie besteht in der Regel aus einer Außensprechstelle und einer oder mehreren Gegensprechstellen im Haus sowie einem integrierten Türöffner. Die Verbindung erfolgt über zwei oder mehr Klingel leitungen (2-Draht-Bussystem).

Video-Türsprechanlage: Das 2-Draht-Bussystem erlaubt auch die Nutzung einer Videokamera, deren Aufnahmen auf einen Bildschirm der Innenstation übertragen werden. Mit automatischer Bildaufzeichnung kann man nachträglich sehen, wer bei Abwesenheit geklingelt hat.

IP-Türstationen: Im Trend liegen derzeit IP-Türstationen, die keine Gegenstelle im Haus benötigen, sondern sich direkt mit einem Internet-Router oder Modem verbinden. Diese Verbindung kann über Kabel (LAN) oder kabellos (WLAN) hergestellt werden. Über den Internetanschluss können beispielsweise Video-Aufnahmen der Türstation auch im Cloud-System des Herstellers gespeichert und per App aufs Smartphone oder Tablet gesendet werden. So lässt sich auch von unterwegs, aus dem Büro oder vom Urlaubsort, auf Klingeln an der Haustür reagieren und mit Besuchern kommunizieren.

Integration ins Smart Home: Über eine Schnittstelle lässt sich die Türkommunikation beispielsweise auch mit einer Smart-Home-Installation, etwa einem KNX-Kabelsystem vernetzen. So ist es zum Beispiel möglich, über eine Innentürstation auch Beleuchtung oder Jalousien zu steuern.

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