Homeoffice: 6 perfekte Orte zum Arbeiten und Wohlfühlen

My home is my office

Die Corona-Krise hat etwas mit sich gebracht, das sich viele Arbeitnehmer schon lange wünschen: das Arbeiten im Homeoffice. Mittlerweile kann sich so mancher vorstellen, in Zukunft häufiger oder generell von zu Hause aus tätig zu sein. Die Vorteile des Homeoffice liegen schließlich auf der Hand: keine überfüllten Bahnen oder Straßen und stattdessen mehr Zeit und Ruhe. Aber tagtäglich nine to five mit dem Laptop am Esstisch sitzen, ist sicher keine Option. Wer im Frühjahr in das Abenteuer Homeoffice geworfen wurde, hat schnell gemerkt, wie wichtig es ist, einen gut eingerichteten Arbeitsplatz zu haben. Das gilt auch, wenn man ihn nur für die Steuererklärung oder Behördenkorrespondenz nutzt. 

Ein separater Raum für das heimische Büro ist der Idealfall. Doch auch in Nischen, unter der Treppe, im Flur oder Wohnbereich lassen sich Arbeitsbereiche wunderbar integrieren. Bei der Planung sollten Sie diese Varianten gleich mitdenken. Ein zusätzliches Fenster kann für die richtigen Lichtverhältnisse sorgen, eine kleine Zwischenwand den geplanten Bereich abschirmen, damit Arbeit und Privates sich möglichst wenig vermischen. Platz für Regale und Stauraum für Akten et cetera sollten ebenfalls von Beginn an eingeplant werden. 

Das klassische Arbeitszimmer

Wer den Platz hat und beim Arbeiten von zu Hause möglichst ungestört sein möchte, plant das Arbeitszimmer als eigenständigen Raum ein. Hier können Sie nach getaner Arbeit einfach die Tür schließen und ganz bewusst Feierabend machen. Darüber hinaus kann sich das Zimmer gleich noch bei der Unterbringung von Gästen nützlich machen. In diesem Fall empfiehlt sich ein Schlafsofa und ein freier Schrank mit Fächern und einer kurzen Kleiderstange. Das Arbeitszimmer kann natürlich noch weitere Funktionen erfüllen, etwa als Biblio- oder Mediathek, Musikzimmer oder Fitnessraum. Beim Stauraum gilt generell: Lieber großzügig planen. Erfahrungsgemäß wird er immer irgendwann knapp, weil die Menge an Ordnern und Büchern über die Zeit doch eher größer wird. Passende Schränke und schicke Sideboards lassen Akten und Unterlagen verschwinden. 

Klassisches Arbeitszimmer in einem Huf Haus.
Ob Regale, Highboards, Container oder Aktenschränke – Stauraum sollte im Arbeitszimmer nicht fehlen. (Foto: Huf Haus)

Tipps für kleine Räume

Mit der richtigen Planung kann auch ein kleines Arbeitszimmer gut funktionieren und die richtige Atmosphäre erzeugen. Wenn möglich, sollte das Tageslicht ausgenutzt werden. Im besten Fall steht der Schreibtisch im rechten Winkel zum Fenster, damit das Licht von rechts oder links einfällt, aber nicht blendet. Wer den Schreibtisch direkt unter einem Fenster platziert, kann während der Arbeit den Blick nach draußen schweifen lassen. Das entspannt die Augen und sorgt bei einem guten Ausblick für die nötige Inspiration. 

In schmalen Arbeitszimmern sind lange Schreibtische eine gute Lösung. Sie bieten viel Fläche zum Ausbreiten und bei Bedarf können Sie zu zweit daran arbeiten. Dezente Farben bringen Ruhe in ein kleines Büro und lassen es optisch größer wirken. Pflanzen und Bilder, die dem Büro mehr Tiefe verleihen, sind auch immer eine gute Idee. Ein weiterer Tipp: In die Höhe denken. Deckenhohe Regale lassen den Raum höher wirken und bieten viel Stauraum. 

Homeoffice in der Nische

Es muss nicht immer ein ganzes Arbeitszimmer sein. Für gelegentliche Homeoffice-Tage und den üblichen Schreibkram eignen sich ungenutzte Nischen hervorragend, etwa unter der Treppe oder am Ende eines Flures. Ein kleiner Schreibtisch oder eine Arbeitsplatte, Regale und Staumöglichkeiten – fertig ist das Mini-Büro. Damit Wandschränke nicht zusätzlich einengen, sollten Sie möglichst hoch gehängt werden. Es empfiehlt sich zudem, den Raum so frei wie möglich zu halten und mit wenigen Möbeln einzurichten, da die Tür nach getaner Arbeit nicht einfach geschlossen werden kann. Eine größere Nische wird, wie in unserem Beispiel, mit einer gemütlichen Sitzecke und zum Teil offenen Einbauregalen zum kreativen Wohlfühlort. 

Homeoffice in der Nische
Der schwarze Schreibtisch schmiegt sich optimal in die vorhandene Nischen-Architektur ein. (Foto: Vierbrockhaus)

Zeit-Arbeit im Wohnzimmer

Gibt es keinen eigenen Raum oder eine Nische, kann der Schreibtisch auch in den Flur oder Wohnbereich ausweichen. Ein schönes Einzelmöbelstück vor einem Fenster platziert, kann viel hermachen. Oder wie wäre es mit einem Sekretär als Alternative zum Schreibtisch? Modernen Sekretären sieht man ihr multifunktionales Inneres erst auf den zweiten Blick an. Zum Feierabend einfach die Klappe schließen und die Arbeit verschwindet aus dem Sichtfeld. Der Flatmate von Müller Möbelwerkstätten ist ein richtiges Raumwunder. Mit gerade einmal 122 Millimeter Tiefe findet er auch locker hinter einer Tür Platz. 

Wer seinen Arbeitsplatz im Schlaf- oder Wohnzimmer einrichtet, sollte besonders Wert auf Ordnung und Stauraum legen. Wenn der Blick nach Feierabend immer wieder auf Zettel und Unterlagen wandert, fällt es schwer, abzuschalten. Clevere Alternative: Auch einen Schrank können Sie zum Büro umfunktionieren und nach getaner Arbeit einfach zuklappen. 

Flatmate-Sekretär fürs Homeoffice
Flacher geht es kaum. Der Flatmate ist der Sekretär fürs Laptop-Zeitalter. (Foto: Müller Möbelwerkstätten)

Homeoffice unterm Dach

Hoch über dem Trubel des Hauses können unter dem Dach ruhige und stilvolle Denkräume entstehen. Wenn der Kniestock sehr niedrig ist, sollten Sie den Schreibtisch möglichst in der Mitte des Raumes platzieren. Unter den Schrägen findet sich meistens ausreichend Platz für Stauraum in niedrigen Regalen oder Maßanfertigungen. 

Das Büro im Keller

Konzentriertes Arbeiten erfordert nicht unbedingt eine schöne Aussicht, aber zumindest reichlich Tageslicht. Wenn Sie den Keller als Homeoffice in Erwägung ziehen, empfiehlt sich eine Ausgrabung, die – je nach Größe – mit einer Böschung oder, wie in unserem Beispiel, mit Steinen be- festigt und bepflanzt werden kann. 

Küchen-Office

Wer hat früher nicht hin und wieder Hausaufgaben am Küchentisch erledigt? Die Küche ist ein Wohlfühlort, Snacks und frischer Kaffee stehen immer griffbereit. Warum also nicht hier arbeiten? In einer geräumigen Wohnküche lässt sich der Schreibtisch ins Mobiliar integrieren. Möglich ist auch, die Kücheninsel um eine Sitzgelegenheit zu erweitern, etwa die Arbeitsplatte zum U oder L formieren. In den Schränken und Schubfächern der Küche lassen sich Staumöglichkeiten zur Aufbewahrung des Bürozubehörs integrieren. Wichtig: Der Stromanschluss für Laptop, Smartphone und Co. sollte in Reichweite sein. Daher: Versenkbare Steckdosenleisten in der Arbeitsplatte oder im Tischbein einplanen und für die mobile Arbeit vorsorgen. Im besten Fall wird sie auch nach der Corona-Pandemie für viele deutsche Unternehmen selbstverständlich sein. Dann wohl eher als ausgewogene Kombination von Homeoffice und Arbeit im Büro.

Homeoffice im Flur
Rasch mal was googeln – das geht auch im Flur. (Foto: Weberhaus)