Bemusterung - die schöne Qual der Wahl

Bemusterung in der Luxhaus Boutique in Georgsmünd.

Die Bemusterung ist einer der spannendsten Momente beim Hauskauf. Die ganze Familie darf im Bemusterungszentrum tagelang zwischen scheinbar unendlich vielen Materialien, Formen und Farben wählen. Hier ein Einblick in verschiedene Zentren und Tipps, damit es kein stressiger Aussuchtermin wird.

Auf der Suche nach einem passenden Domizil führt der Weg von Bauherren häufig über eine Musterhaus-Ausstellung. Ist die Entscheidung für einen Hausanbieter gefallen, werden Planungwünsche aufgenommen und entsprechende Grundrisse entworfen.

Schon da ist es Zeit für ausgedehnte Tagungen im Familienrat. Wer noch im Bemusterungszentrum diskutiert, ob ein rustikales oder modernes Ambiente das Erscheinungsbild prägen soll, nimmt sich die Chance, Details in Ruhe überdenken zu können.

Es empfiehlt sich also, schon vor dem Bemusterungstermin Wünsche und offene Fragen zu sammeln und aufzulisten – am besten, in dem man die Bau- und Leistungsbeschreibung des Hauses Punkt für Punkt durchgeht. Jede Kleinigkeit ist relevant und deshalb notierungswürdig.

Wie breit ist das Ehebett? Wichtig, damit die Steckdosen rechts und links im passenden Abstand geplant werden können. Wo soll der Fernseher seinen Platz bekommen, wo die Lautsprecherboxen oder die Taster der Rollläden? Solche Fragen lassen sich schon vor der Bemusterung klären. Es gilt: Je besser die Vorbereitung, desto reibungsloser und entspannter die Bemusterung.

Marion und Thomas Müller hatten sich schon vor ihrer Bemusterung genauestens einen Überblick verschafft: Sie sammelten über Jahre hinweg Wohnideen: Fotos, Zeitschriften, Materialproben. Ihr präferierter Wohnstil: schnörkellos, geradlinig, Bauhaus. Heute, Jahre nach der Bemusterung, denkt das Ehepaar noch gerne an diese aufregenden Tage zurück: „Unser Fachberater führte uns durch die einzelnen Stationen und gab uns das Gefühl, alle Zeit der Welt zu haben.“ Kompetent wurden Vor- und Nachteile unterschiedlicher Materialien diskutiert, Mehr- oder Minderkosten abgewogen. „Als erstes durften wir die äußere Hülle unseres zukünftigen Hauses bemustern. Komplette Giebelfassaden in Originalgröße erleichterten die Wahl“, erinnert sich Thomas Müller. Der Auswahl der passenden Dacheindeckung folgten Fenster und Haustür. Entscheidungserleichternd wirkten diverse Originalmuster. Sobald das Äußere geklärt war, ging es um die inneren Werte – die Ausstattung der einzelnen Räume. Das Ehepaar Müller stellt rückblickend einstimmig fest: „Wir wurden gut beraten und haben rundum die richtige Wahl getroffen.“


Weitere Tipps für Ihren Ausstattungstermin finden Sie ab Seite 31 im „Das dicke deutsche Hausbuch 2014“.


Melina Rost

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