Aufsatzwaschbecken: raffinierte Solisten

Mehr Leichtigkeit im Bad

Die neuen Aufsatzwaschbecken sind raffinierte Solisten für den Start in den Tag. Wir präsentieren die schönsten Aufsatz-Becken in sanftem Rund mit sinnlicher Silhouette, aber auch die Klassischen mit vier Ecken beziehungsweise gute Laune-Modelle ganz in Farbe.

Im Grunde genommen war uns das Waschbecken nie vertrauter als heute. Corona und die AHA-Formel (Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske) haben das Händewaschen schließlich zum mehrfach täglichen Self-Care-Ritual gemacht.

Indes gibt es keinen Grund, mit dieser 30-Sekunden-Routine aufzuhören. „… Hände waschen nicht vergessen!“, das war schon immer und bleibt auch zukünftig ein guter und gesunder Rat.

Wohl dem, der ein eigenes Zuhause plant, mit einem Wohlfühlbad für die tägliche Dosis Wellness und Hygiene. Das passende Waschbecken in den eigenen vier Wänden ist dabei der zentrale Ort. Mittelpunkt des Badezimmers und jeden Tag erste wie letzte Anlaufstelle. Sowohl die Designvielfalt als auch die Farbpalette sind heute enorm. Edle Modelle verwandeln den Raum in eine Wellnessoase. Der Trend geht zu weicheren Formen und dünnen Materialien.

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Diese Handwaschbecken sind aus DuraCeram gefertigt. Durch die präzisen Kanten und die ovale Schalenform entstand ein einzigartiges, auf den ersten Blick wiedererkennbares Design. (Foto: Duravit)

Viele Entwürfe erinnern freilich an klassische Waschschüsseln. Übrigens werden meisten Waschbecken aus Keramik, haptisch angenehm warmes Sanitäracryl oder Stahl-Emaille mit glasierter Oberfläche hergestellt.

Freischwebend

Wir präsentieren Ihnen hier allerdings ausschließlich Aufsatzwaschbecken. Was für ein Wortungetüm für diese stylishen Designstücke. Bei ihnen können die Kreativen ihr ganzes Können unter Beweis stellen, denn ihre Silhouette nimmt der Betrachter sofort wahr. Die Modelle lassen sich entweder auf freischwebende Konsolen, Sideboards oder Unterbauschränke montieren. Eine formale Strenge ist kennzeichnend für eckige Aufsatzwaschbecken. Je dünner, desto mehr scheinen sie zu schweben.

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VariForm aus Sanitärkeramik ist mit 55 Zentimetern Breite auch für kleinere Bäder oder ein Gäste-WC geeignet: Ein Klassiker für eine Konsole oder einen Unterbauschrank. (Foto: Geberit)

Jetzt geht es rund

Dessen ungeachtet werden aber immer mehr runde oder ovale Aufsatzwaschbecken entworfen, die mit ihrer organischen Linienführung überdies beruhigende Akzente setzen.

Aufsatzwaschbecken White Tulip
Mit White Tulip schuf Stardesigner Philippe Starck sein erstes komplettes Bad. Die Formgebung folgt der organischen Silhouette einer blühenden Tulpe. (Foto: Duravit)

Sie wirken einerseits femininer und andererseits wohnlicher als ein kantiges Rechteck, das im Grunde genommen eher zu puristischen Bädern passt. Die Größe der Becken hängt übrigens vor allem von der Raumgröße des Badezimmers ab.

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Dieses ovale Aufsatzwaschbecken bezaubert durch seine unglaubliche Leichtigkeit. Die filigrane Form des Schalenbeckens entsteht aus drei Millimeter dünnem Stahl. (Foto: Alape)

Optisch besonders schön sehen zwei Aufsatzbecken nebeneinander aus, zudem gibt es dann bei größeren Familien morgens kein Gedränge.

Doppelwaschbecken Bette
Durch die dünnen, sich nach oben verjüngenden Seitenwände wirkt das Becken besonders zart. Ein IT-Piece für designaffine Bauherren. (Foto: Bette)

Mehr Farbe wagen

Bei den Farben steht schließlich Weiß immer noch an erster Stelle.

Aufsatzwaschbecken weiß
Der italienische Designer Antonio Citterio entwarf dieses formschöne Modell. Symmetrische Linien umrahmen das sanft gerundete Innenbecken. (Foto: Geberit)

Gefolgt von kühlem Schwarz oder Anthrazit.

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In sattem Schwarz ist das Modell Nyle aus Keramik ein Design-Piece der Extraklasse. Aber die Rillen sind der Blickfang an der Außenseite. (Foto: NV Gallery)

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Sowohl traditionelle Handwerkskunst als auch Designkompetenz im Badbereich vereint die Serie Lignatur. In edlem Anthrazit kommt das Aufsatzbecken aus Keramik daher, der Unterbauschrank wird aus Hölzern von Team7 gefertigt. (Foto: Keuco)

Wer dagegen mit farbigen Waschbecken Akzente setzen möchte, findet auch hier eine große Auswahl. Mit einem zarten Pfirsichton, wie in diesem Beispiel

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Bei diesem BiColour-Design trifft sich das Weiß des Beckens mit der farbigen Außenfläche. Der Powder-Ton wirkt hier beson ders elegant.
(Foto: Villeroy & Boch)

oder aber mit sonnigem Gelb oder subtilem Salbeigrün bekommt der Waschplatz eine individuelle Note und wird zum persönlichen Wohlfühlort in diesen besonderen Zeiten.

Modell Drayton von Victoria + Albert
In zartem Lindgrün strahlt das Modell Drayton von Victoria + Albert. Es soll die Eleganz des viktorianischen Zeitalters widerspiegeln. (Foto: Vandabaths)

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Dieses Exemplar wirkt wie ein Aufsatzwaschbecken aus Glas. Durch das eingefärbte Polyesterharz Cristalmood entsteht ein durchscheinender Look. Dieser Aufsatz-Waschtisch ist in mehreren Farben zu haben. (Foto: Antonio Lupi)

Besuch beim Fachhandel ist ratsam

Bevor Bauherren sich aber für ein fantasievolles Einzelobjekt entscheiden, ist ein Besuch der Ausstellungen im Fachhandel auf alle Fälle ratsam, um sich von den vielfältigen Möglichkeiten inspirieren zu lassen. Schließlich ist ein neues Bad eine Langzeitinvestition. Laut Statistik genießen wir gut 15 Jahre und mehr unser Bad, bevor es erstmals wieder umfassend erneuert wird. Eine ambitionierte Planung und die Auswahl qualitativ hochwertiger Sanitärobjekte lohnen sich also unbedingt.

Kleine Waschbecken- und Waschtischkunde

Waschbecken und Waschtische stehen natürlich nicht nur in verschiedenen Formen und Farben, sondern auch in ganz unterschiedlichen Varianten zur Verfügung. Hier die wichtigsten Unterscheidungen.

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  • Einbauwaschbecken: Einbauwaschbecken werden nach einem ähnlichen Prinzip wie die Küchenspüle in eine wasserfeste Platte eingelassen oder unter der Platte befestigt. Als Plattenmaterial eignen sich Holz, Glas, Natur- und Kunststein oder eine geflieste Fläche.
  • Wandhängende Waschtische: Vielfach der Standard im Bad: der Waschtisch wird mit besonders tragfähigen Schrauben und Dübeln an einer Badezimmerwand befestigt. Vorteil: Der Badezimmerboden lässt sich leichter reinigen als bei einem Standwaschtisch. Diese Bauart allerdings bietet in der Regel mehr Stauraum als andere Waschtisch-Varianten.
  • Aufsatzwaschbecken: Aufsatzwaschbecken werden, wie der Name schon andeutet, auf den passenden Waschtisch-Unterschrank oder eine Waschtiscplatte aufgesetzt. Der Unterschrank dient als Stauraum für Badutensilien und verdeckt Wasserablauf (Siphon) und Wasserleitungen.
  • Waschtischplatte: Ein Waschtisch, der nur aus einer Platte und dem aufgesetzten Becken besteht, wirkt in der Regel besonders leicht und designorientiert. Nachteil ist, dass das Spritzwasser oft auch auf der Waschtischplatte landet. Und das hat einen höheren Reinigungsbedarf zur Folge. Wichtig sind daher Waschtischplatten mit wasserabweisender und kratzfester Oberfläche.
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