Perfekter Sound mit Multiroom-System

  • Auch Geräte der Echo-Serie können für ein Multiroom System eingesetzt werden.

    Auch Geräte der Echo-Serie können als Multiroom-Lautsprecher eingesetzt werden. (Foto: Amazon)

  • Sonos ist ein Pionier in Sachen drahtlose Multiroom-Systeme.

    Sonos ist ein Pionier in Sachen drahtlose Multiroom-Systeme. (Foto: Sonos)

  • Bis zu sechs smarte Speaker von Dynaudio können zum Multiboom-System verbunden werden.

    Kantig und stylisch: Bis zu sechs smarte Speaker von Dynaudio können zum Multiboom-System verbunden werden. (Dynaudio)

  • Multiroom System von Bose

    Bose ist für seine ausgezeichneten Lautsprecher bekannt. (Foto: Bose)

  • Bassmodul für Multiroom System von Bose

    Bassmodul für Multiroom System von Bose. (Foto: Bose)

Perfekter Sound mit Multiroom-System

Normalerweise geht man dahin, wo die Musik spielt. Mit einem Multiroom-System spielt die Musik immer da, wo Sie hingehen.

Die Idee, Musik in allen Räumen des Hauses zu hören, ist jedenfalls nicht neu. Auch die klassische Stereoanlage bot teilweise schon die Möglichkeit, mehrere Lautsprecher anzuschließen und in verschiedenen Räumen aufzustellen. Damit spielt aber nur dieselbe Musik oder derselbe Rundfunksender in mehreren Zimmern. Mit einem Multiroom-Soundsystem ist neben dem Gleichklang in allen Räumen auch die Vielfalt möglich. So läuft dann beispielsweise im Wohnzimmer über die WLAN-Boxen ein Jazz- Konzert und in der Küche ein Podcast, und zwar ohne dass im einzelnen Raum CDs gewechselt oder an Radioknöpfen gedreht werden muss. Eingestellt und gesteuert wird per Fingertipp auf dem Smartphone, Tablet oder einem speziellen Display – ganz einfach per App.

So funktioniert ein Multiroom-System

Um zentral gesteuert Musik in allen Räumen abspielen zu können, sind folgende Komponenten nötig:

Digitale Audioquelle

Statt physischer Tonträger nutzen immer mehr Musikfans ohnehin schon fast ausschließlich den Service von Streamingdiensten diverser Anbieter wie Spotify, Deezer, Apple Music oder Tidal. Entsprechend spielen sie auch bei Multiroom-Systemen die größte Rolle. So gibt es die Möglichkeit, den Musikstream oder auch Internet-Radiosender direkt vom Handy aus über vernetzte WLAN-Lautsprecher abzuspielen.

Multiroom-Systeme haben in der Regel ein zentrales Gerät mit einem integrierten Streamingplayer. Hier muss man beim Kauf darauf achten, dass der bevorzugte Streamingdienst unterstützt wird. Auch die eigene digitale Musiksammlung auf Festplatte wird gern als Audioquelle genutzt. Über spezielle Anschlüsse oder Adapter wird damit sogar die klassische CD-Anlage oder der Plattenspieler für Vinyl-Scheiben in ein Multiroom-Konzept integriert.

Lautsprecher und Verstärker

Vernetzungsfähige Multiroom-Lautsprecher sind eine weitere Voraussetzung für den Musikgenuss in allen Räumen. Die Auswahl ist ebenso groß wie die Preisspanne. Hier kommt es unter dem Strich auf die individuellen Ansprüche an die Klangqualität an. Optisch reicht das Angebot von dezenten Einbaulautsprechern, über Bluetooth-Lautsprecher bis zu Boxen, die zugleich Designobjekte darstellen. Ebenso vielfältig ist das Angebot überdies an Verstärkern für Multiroom-Systeme. Bei Aktiv-Lautsprechern sind sie bereits integriert.

Vernetzung

Die meisten Multiroom-Systeme setzen auf kabellose Verbindung und nutzen das im Haushalt ohnehin vorhandene WLAN- Netzwerk. Wenn dieses ohnehin viel genutzt wird, kommt es mit der zusätzlichen Audio-Anlage auch schon mal zu Überlastungen. Deshalb setzen einige Hersteller auf ein separates Mesh-Netzwerk. Im Gegensatz zum WLAN, bei dem der Zugang nur über den Router läuft, sind beim Mesh alle Komponenten auch Zugangspunkte. Zusätzlich bieten manche Anlagen auch Bluetooth oder andere Nahfeld- Kommunikationstechnologien an. Eine Multiroom-Anlage kann aber auch an ein leitungsgebundenes Smart-Home-System angeschlossen werden, zum Beispiel eine KNX-Installation.

Steuerung

Alle Multiroom-Systeme lassen sich bequem per App vom Smartphone oder Tablet aus bedienen. Manche Hersteller bieten auch noch klassische Fernbedienungen an. Wie bei fast allen Smart- Home-Funktionen setzt sich auch die Sprachsteuerung mit Amazon Alexa, Google Assistent oder Siri immer mehr durch. Bei einer KNX-Installation ist auch die Bedienung über multifunktionale Schalter oder ein zentrales Display üblich.

Multiroom-Anbieter

Für Auge und Ohr: Dynaudio

Mit ihrem kantigen Design, in vier Größen und vier Farben zur Auswahl überzeugen die kabellosen Lautsprecher der „Music-Familie“ des dänischen Herstellers Dynaudio nicht nur akustisch, sondern auch optisch. Dank einer Griffmulde kann man sie auch in der Wohnung umhertragen. Bis zu sechs der smarten Speaker können zum Multiroom-System verbunden werden. Neben der drahtlosen Übertragung lassen sich diverse Musikquellen auch per Kabel, zum Beispiel über einen USB-Anschluss zuschalten.

Digitales Hauskonzert: Yamaha

MusicCast von Yamaha bietet ein umfangreiches Portfolio von Multiroom-Produkten für WLAN-Vernetzung. Neben aktiven Lautsprechern und Soundbars gehören auch AV-Receiver dazu, mit denen sich das Heimkino in das Multiroom-System einbinden lässt, sowie ein Plattenspieler mit MusicCast-Integration. Sogar einige von Yamahas digitalen Pianos können hiermit drahtlos gestreamt werden.

Harmonisch verbunden: Logitech

Nur wenige Zentimeter groß und kaum mehr als 100 Gramm schwer: Mit dem Harmony Hub und dazugehöriger App von Logitech bekommt man auch die guten alten Hifi-Anlagen ins WLAN-Netz, macht sie Multiroomfähig und per Smartphone oder Tablet steuerbar.

Auch Fernseher, AV-Receiver, Spielkonsolen, aber auch Leuchten und Thermostate lassen sich ebenfalls mit dem Hub vernetzen. Laut Hersteller ist er mit mehr als 270.000 Entertainment- und Smart-Home-Geräten kompatibel.

Pinionier für Multiroom Audio: Sonos

Der Hersteller Sonos ist einer der Pioniere in Sachen drahtloser Multiroom-Systeme und hat dafür verschiedene Lösungen und Geräte im Angebot, darunter auch Einbaulautsprecher. Viele Streaming-Dienste sind bereits integriert. Sonos One ist der erste Smart Speaker mit Google Assistant und Alexa. Das ganze System wird mit der Sonos App verwaltet. Mittlerweile gibt es mit Sonos Play bereits diverse Generationen von WLAN-Speakern. Wen keine WLAN-Verbindung verfügbar ist, kann auch auf Bluetooth Box gewechselt werden.

All-in-one: Teufel

Die Firma Teufel hat Streaming-Lautsprecher für verschiedene Raumgrößen im Programm. Mit Teufel One M etwa kann man mittelgroße Räume auch mit hohem Pegel beschallen. Neben dem Yamaha Musiccast50 kürte Stiftung Warentest das Modell Teufel One M 2020 zum Testsieger. Mit der entsprechenden App wählt man auf dem Smartphone oder Tablet einen Streamingdienst oder Internetradio-Sender aus, per WLAN oder Bluetooth erhält der Lautsprecher das Signal, den Stream abzuspielen. Mit dem Anschluss weiterer Lautsprecher ist die Multiroom-Anlage perfekt.

Sound für Anspruchsvolle: Bose

Bose ist für seine ausgezeichneten Boxen bekannt, ob WLAN- oder Bluetooth-Lautsprecher. Entsprechend gut klingen damit auch die Multiroom-Konzepte. Über einen Adapter können verschiedene Musikquellen, unter anderem Plattenspieler, sowie herkömmliche Lautsprecher eingebunden werden. Bedienung ist per App über mobile Endgeräte, per Fernbedienung oder bei Bose SoundTouch- Lautsprechern auch per Amazon Alexa möglich.

Multiroom mit KNX-Anbindung: Jung

Der Smart Visu von Jung ist ein Server zur Steuerung einer kabelgebundenen Smart-Home-Installation. Über eine Schnittstelle wird das WLAN-basierte Sonos-Home-Sound-System integriert. Alle Einstellungen, von der Auswahl der Playlists bis zur Lautstärke lassen sich zentral über den Server konfigurieren. Die Musikanlage kann auch mit anderen smarten Funktionen gekoppelt werden. So lassen sich beispielsweise Licht und Musik im Haus gezielt aufeinander abstimmen und damit stimmungsvolle Szenarien kreieren.

Multi-Streaming mit Alexa: Amazon

Amazons smarte Assistentin Alexa bietet verschiedene Möglichkeiten, Musik abzuspielen. Per Sprachbefehl wir die Wiedergabe auf Lautsprechern anderer Hersteller gesteuert, Geräte aus Amazons Echo-Serie können als Multiroom-Lautsprecher eingesetzt werden. Neben Amazon Prime Music lassen sich auch andere Musikdienste streamen.

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