Lieblingsplätze: 10 Tipps für Haus und Garten

  • Lieblingsplätze Sitzfenster

    Das traditionelle Sitzfenster erlebt gerade eine wahre Renaissance. (Foto: Fischerhaus)

  • Lieblingsplätze Terrasse

    Was für ein schöner Ort zum Entspannen. Und obendrein kann eine Hängematte ziemlich schnell angebracht werden. (Foto: Bostonhaus)

  • web_Schwoerer_Guenzburg_1_0021-Kinderzimmer

    Ein Lieblingsort für etwas größere Kinder - die "Chillout-Ecke". (Foto: Schwörerhaus)

  • web_Viebrockhaus-Gaestezimmer_groß-cmyk-24cm

    In einem hellen und farbenfroh gestalteten Raum macht das Hobby besonders viel Spaß.(Foto: Viebrockhaus)

  • Lieblingsplätze Frühstückstresen

    Auch der Frühstückstresen kann morgens einer der Lieblingsplätze der Familie werden. (Foto: Weberhaus)

  • Lieblingsplätze Terrasse

    Naturwohnzimmer und Lieblimgsplatz, auch wenn es mal regnet - die Allwetterterrasse. (Foto: Huf Haus)

  • Lieblingsplätze Essplatz

    Aber auch der Essplatz in Küchennähe oder der runde Esstisch sind beliebte Familientreffpunkte. (Foto: Keitel Haus)

  • Lieblingsplätze Schminktisch

    Ein richtiges Ich-Plätzchen kann auch ein Schminktisch mit beleuchtetem Spiegel sein. (Foto: Fertighaus Weiss)

So schaffen Sie Lieblingsplätze

Wie wichtig Rückzugsräume sind, an denen wir uns rundum wohl fühlen, hat die Corona-Krise gezeigt. Gerade in stressigen Zeiten braucht jeder seine häusliche Komfortzone und Krafttankstelle. Hier einige wertvolle Regeln und Anregungen, wie Sie sich solche Lieblingsplätze in Haus und Garten schaffen können.

Hausbau ist Nestbau. Unser Nest jedoch ist weit dauerhafter als eins in der Vogelwelt. Und es hat weit mehr und komplexere Aufgaben, als Brut und Aufzucht der Jungen einen halbwegs geschützten Ort zu geben.

Das durchaus menschliche Bedürfnis nach Nestgefühl ist übrigens bei den 30- bis 39-Jährigen mit 88 Prozent am ausgeprägtesten. Das hat eine Studie des TNS-Emnid-Meinungsforschungsinstituts im Auftrag des Immobilienkonzerns Vonovia herausgefunden. Kein Wunder – in diesem Alter steht bei vielen die Gründung einer Familie ganz oben auf der Wunschliste.

Kraftorte für uns selbst

Ein Schutzraum für den Nachwuchs soll das neue Zuhause sein. Aber eben auch ein Kraftort für uns selbst. Jeder kennt solche Orte, man muss nur die Augen schließen und sich besonders glücklicher Momente und ihrer Orte besinnen. Großmutters Schoß beim abendlichen Vorlesen. Dieser Fensterplatz in der Uni-Bibliothek. Die Hotelhollywoodschaukel mit Blick aufs Meer. Die Polsternische im Lieblingscafé.

Dabei wird klar: Lieblingsplätze sind nicht Gebäude, nicht einmal Zimmer. Es sind kleine, intime Situationen, lauschige Ecken oder auch nur der Lieblingssessel oder der geerbte Sekretär. Und dort treffen sich dann Licht, Farben, Gerüche, Formen, Stimmungen oder Geräusche, die eine perfekte Situation schaffen.

Aber wie findet man solche Lieblingsorte in den eigenen vier Wänden? Oder kann man gar Lieblingsplätze schaffen? Wie macht man aus drei Quadratmetern Wohnfläche seine individuelle Komfortzone? Es gibt kaum allgemeingültige Koordinaten zum Auffinden seiner persönlichen Energietankstelle. Aber ein paar hilfreiche Regeln.

Small is beautiful!

Suchen Sie sich ihre kleine Welt im Großen. Wo genau dieses Plätzchen ist, finden Sie am ehesten heraus, wenn Sie ganz alleine zu Hause sind.

Pflichten ausblenden!

Die Seele tut sich verdammt schwer, Lebensgeister und Optimismus zu tanken, wenn die Bügelwäsche im Augenwinkel blitzt.

Wurzeln schlagen!

Persönliche Erinnerungen signalisieren: ich bin mir wichtig. Wie wär’s mit einer kleinen Ahnengalerie an der Wand über der Nähmaschine? Oder der geerbte Ohrensessel als Stammplatz für die Funkkopfhörer?

Liebevolle Details!

Mögen Sie Blumen? Dann sorgen Sie dafür, dass die Vase an Ihrem Lieblingsplatz immer frisch bestückt ist.

Good Vibrations!

An Ihrem Lieblingsplatz ist Negatives verpönt. Verbinden Sie ihn mit schönen Erlebnissen – Telefonaten mit Freunden, Musik, Kreativität, Genuss.

Klar ist auch: Es gibt nicht nur einen Lieblingsplatz im Haus. Jedes Familienmitglied hat einen oder mehrere.

Um ihn zu finden, muss jeder tief in eigene Erinnerungen einsteigen, sich ehrlich Klarheit über eigene Vorlieben verschaffen. Soll es ein Ort nur für mich sein? Oder ist es einer, den ich mit jemandem oder anderen teile? Es kann schließlich auch Lieblingsplätze für alle gemeinsam geben. Vielleicht sogar für verschiedene Anlässe – fürs Familienkuscheln am Sonntag, für den Aperitif mit Gästen, für die Plauderstunde mit der besten Freundin, für Vater-Sohn-Gespräche.

Kleine Ideensammlung:

Am besten, Sie schreiben alles auf, was Ihnen zum Thema Lieblingsplätze einfällt. Memorieren Sie, was Ihnen spontan in Magazinen, Katalogen oder Büchern gefällt. Dabei sollte es allerdings nicht vordergründig um Abgebildetes gehen, sondern eher die Atmosphäre, die das betreffende Bild ausstrahlt. Wenn Sie dahintergekommen sind, was diese besondere Atmosphäre bewirkt, sind Sie der Gestaltung Ihres Lieblingsplatzes einen großen Schritt näher gekommen.

Das Sitzfenster

Dieses traditionelle Architekturdetail erlebt gerade ein wahre Renaissance. In manchen Planungen dient es auch als Sitzbank für den Essplatz. Selbst wenn Sie es als Lieblingsplatz zum Schmökern wollen: Einen schönen Ausblick in den Garten sollten Sie ebenfalls haben.

Der Wintergarten

Platzieren sollten Sie den Glasanbau möglichst so, dass er entweder nur erste oder letzte Sonnenstrahlen abbekommt. Sonst wird’s rasch zu heiß für mußevolle Entspannung.

Die Küche

Entspannen Sie sich gern beim gemeinsamen Kochen? Dazu sollte sie nicht nur schick sein, sondern auch ergonomisch. Dem kommt beispielsweise die U-Form entgegen und sich nach oben öffnende Oberschranktüren, die auch während des Kochens geöffnet sein können, damit alles zur Hand ist. Und die dennoch nicht im Weg sind.

Das Kinderzimmer

Fragen Sie mal Ihre Kinder, was die sich von ihrem neuen Zuhause wünschen! Kinderzimmer können wahre Abenteuerspielplätze sein. Mit Spielhöhlen oder Hochbetten. Oder für die etwas Größeren: mit einer Chillout-Ecke.

Der Hobbyraum

In Grundrissen wird der Raum gern als Gästezimmer betitelt. Aber mal ehrlich: Wie viele Tage im Jahr würden Gäste darin übernachten? Für das Geld, das ein solcher Extraraum mehr kostet, können Sie diese Gäste vermutlich für den Rest Ihres Lebens im ersten Haus am Platz übernachten lassen. Anders sieht das schon aus, wenn Sie ein Hobby haben. Das macht am meisten Spaß macht in einem Raum, der sich dann gegebenenfalls auch mal als Gästezimmer eignet.

Der Frühstückstresen

Der schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Sie können daran auch mit Ihren Gästen anstoßen, bevor es zu Tisch geht. Aber da sich mehr und mehr herausstellt, das opulentes Frühstücken nicht unbedingt jedermanns Sache ist, ist er auch ein super Treffpunkt für die ganze Familie, bevor es zur Schule und zur Arbeit geht. Denn mit ganz leerem Magen startet man ja doch nicht in den Tag.

Die Allwetterterrasse

Schaffen Sie Wohnraum im Freien und Ihr ganz persönliches Naturwohnzimmer, auch wenn es im Sommer mal regnet.

Der Essplatz

War früher das Wohnzimmer der Familientreffpunkt des Hauses, hat diese Rolle heute der Essplatz mit der sich offen daran anschließenden Küche übernommen. Ebenso perfekt wie beliebt: der runde Tisch.

Der Schminktisch

Ein richtiges Ich-Plätzchen ist auch ein kleiner Schminktisch mit perfekt beleuchtetem Spiegel. Anstatt eine separate Ankleide zu planen, kann auch ein Raumteiler mit Regalen und eingelassenen beleuchteten Ablagefächern den Bereich abschirmen. So schafft er intimen kleinen Rückzugsort, ohne das Schlafzimmer zu verkleinern.

Die Feuerschale

Denn schließlich ist ein Lagerfeuer immer ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis.