Ungewöhnliche, aber harmonische Farbgestaltung: Spiegel, Bett, Kissen, Hocker – alles in Rosa. Und das ganz ohne die bekannte rosarote Brille. Musterhaus Concept-M 163 von Bien-Zenker
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Schlafzimmer planen und gestalten



Schöne Träume und erholt aufwachen. Gesunder Schlaf ist so wichtig. Genau wie auch mal ein Frühstück im Bett oder Lesen vor dem Einschlafen (zum digitalen oder gedruckten Buch greifen zur nächtlichen Stunde nach einer Studie* übrigens 46 Prozent der Bundesbürger). Und wenn wir schon mal bei Zahlen sind: 219 000 Stunden schlafen wir im Laufe unseres Lebens. Also rund ein Drittel des Lebens (bei mindestens 75 Jahren).

Im Moment heisst es bei mir, wie bei vielen von euch sicher auch: Home-Office. Und das funktioniert mit meiner dreijährigen Tochter nur noch abends und nachts, wenn sie bereits im Reich der Träume schlummert. Im Moment gerade in meinem Bett. Der Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung! (Heinrich Heine)

Schlafzimmer mit Ausblick: Die bodentiefen Schiebeelemente bieten Zugang zur Terrasse. Bungalow Linx von WeberHaus
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Oder wie schon meine Omi sagte: „Wie man sich bettet, so liegt man“. Dabei hängt das, wenn ich das Sprichwort mal wörtlich nehme, nicht nur von der Wahl der richtigen Matratze ab. Eine falsche erweist sich zwar als Ärgernis, lässt sich aber austauschen.

Ist das neue Zuhause jedoch erst einmal realisiert worden, ist es zu spät, um Entscheidungen rückgängig zu machen. Dann muss man sich damit arrangieren, dass zum Beispiel das Fenster an einer ungünstigen Stelle platziert wurde oder der Raum beengt wirkt. „Dumm gelaufen“, würde meine beste Freundin sagen.

Schlafzimmerplanung nicht verschlafen

Mir kommt es manchmal fast so vor, als würden Bauherren kein besonderes Augenmerk auf den Ruheraum legen. Schlafzimmer sind hin und wieder so klein, dass lediglich ein Bett darin Platz findet. Vor allem dann, wenn es eine separate Ankleide gibt – den heißbegehrten begehbaren Kleiderschrank. Bei einigen Entwürfen frage ich mich, wie intensiv über die Fensterplanung nachgedacht wurde, wenn die Nachbarn bis zum Bett winken können.

Ich habe hier 5 Punkte zusammen getragen, die eine Konkretisierung des Schlafzimmers vereinfachen.

  1. Grundrissplanung: Schlafzimmer mit separater Ankleide

Geht ihr und euer Partner zu unterschiedlichen Zeiten schlafen? Steht ihr getrennt auf? Frühaufsteher? Langschläfer? Vor allem dann ist ein Extraraum sinnvoll, um sich nicht gegenseitig zu stören. Dabei ist genau zu bedenken, wo die Ankleide platziert sein soll und wie sie erreichbar ist. Offen? Oder verschließbar durch eine Tür? Der begehbare Kleiderschrank als Durchgangszimmer zum Bad, zum Flur? Es gibt natürlich kein Rezept, das für jede Baufamilie gleichermaßen funktioniert. Man sollte sich nur bewusst machen, welche Anordnung welche Wünsche und Bedürfnisse unterstützt.

Bei der Entscheidung pro Ankleide fallen die Schlafzimmer oft klein aus. Klar, findet dort ein großes Bett seinen Platz. Aber mehr auch nicht. Zweckmäßig eingerichtet nennt man das dann wohl. Oder positiver ausgedrückt: minimalistisch. Reicht euch das? Oder möchtet ihr auch hier ein Gefühl von Weite und Wohnlichkeit spüren?

  1. Kleiderschränke im Schlafbereich

Eine Ankleide schluckt viel Raum, weil zwischen den Schränken oder offenen Regalen ausreichend Platz vorhanden sein muss. Integriert ihr die Schränke nun also in den Schlafbereich, gewinnt ihr auf jeden Fall den einen oder anderen Quadratmeter Freifläche hinzu. Unterschiedliche Arbeitszeiten und das morgendliche Fertigmachen werden bei dieser Variante eher zum Problem.

  1. Mehr Quadratmeter, größere Flexibilität

Vor allem, wenn ihr Familienzuwachs plant, kann ein größeres Schlafzimmer die Nächte mit Baby echt erleichtern. Ein Schlafplatz fürs Kind neben dem Doppelbett und vielleicht sogar ein Wickelplatz. So kann man alles im Halbschlaf erledigen ohne das Zimmer ständig verlassen zu müssen. Ich empfand das als Segen.

Wohnlich wird es auch mit einem bequemen Sessel, Pflanzen oder schicken Ablagen für Bücher und Deko.

Farbe bekennen und Freiheit leben: Maritimer Look und viel Tageslicht unterm Dach. Musterhaus Danhaus, FertighausWelt Köln
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  1. Fenster richtig platzieren

Ich schlafe nicht gut, wenn es stockdunkel ist. Ich brauche das morgendliche Heller-werden, um entspannt aufzuwachen. Daher habe ich nur normale Vorhänge (laut Herstellerangaben: blickdicht. Die Dinger sind allerdings weit entfernt von blickdicht). In meinem Fall würde ich nie ein Fenster so setzen, dass mir das Licht der aufgehenden Sonne auf die Nase scheint. Gerade im Sommer, wäre ich dann zu früh wach.

Mit offenem Fenster zu schlafen, empfinde ich als angenehm, aber nur dann, wenn es nicht gnadenlos zieht.

Und wie sieht es mit der Nachbarbebauung aus? Könnte euch da jemand direkt aufs Bett schauen? Wo und in welcher Höhe muss das Fenster also sein? Oder reicht euch ein Fensterband über dem Bett? Oder wünscht ihr euch ein Dachfenster mit Blick in den Sternenhimmel?

  1. Tagesablauf

Wie viel Zeit verbringt ihr dort? Augen zu und ab ins Land der Träume? Oder soll das Schlafzimmer auch ein ganz privater Bereich sein, den ihr tagsüber und abends nutzt? Zum Beispiel zum Lesen, chatten oder Musik hören.

Wer über eine Sauna im großen Wellnessbad nachdenkt, könnte das Schlafzimmer zusätzlich als Relaxzone nutzen.

  1. Farben und Materialien

Vorauf möchtet ihr euren Fuß am Morgen setzen? Auf einen flauschigen Teppich, auf Parkett oder Fliesen? Welche Materialien sollen den Raum dominieren und welche Farbtöne? Hier dürft ihr ruhig auch mutig und kreativ sein und mit Farben Akzente setzen. Habt ihr die Farbwelt dann satt, lässt sich schnell eine neue gestalten.

Und hier noch eine Weisheit:

„Eine Stunde Schlaf vor Mitternacht ist besser als zwei danach“. Dieser werde ich jetzt auch folgen. In diesem Sinne: Gute Nacht!

 

*Laut einer OECD-Studie zur Work-Life-Balance (2018)

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About me

Melina Rost Ich heiße Melina Rost, bin eine echte Berlinerin – habe zum Glück nie so gesprochen – und lebe gerne in der Hauptstadt. Ich arbeite als Moderatorin und Redakteurin; seit mittlerweile 8 Jahren für das Magazin mein schönes zuhause°°°.

Ästhetische Designs, Schönes und Außergewöhnliches, inspirierende Begegnungen: all das liebe ich. Allen voran meine kleine Tochter. Als Redakteurin darf ich viel unterwegs sein – in modernen Domizilen, auf interessanten Messen oder in schicken Hotels. Hier möchte ich über meine Lieblingswohnideen, über Architektur und den Hausbau bloggen. Über Dinge, die mich begeistern oder Erinnerungen wach werden lassen.

P.S.: Es kann ironisch werden. Ich verzichte aber auf Smiley-Zwinker oder Smiley-Lach. Sonst macht Ironie keinen Spaß... Ich freue mich auf unseren Austausch!



Melina Rost

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