Mit dem Keller neue Lebensräume erschließen

Luxusdomizil mit Tiefgarage und Einliegerwohnung (Foto: Glatthaar)

Feucht, schmutzig, umständlich, das war vorgestern. Heute bieten Keller eine echte Erweiterungsmöglichkeit der Wohnfläche. Welche Entscheidung auch gefällt wird, sie kann später nicht revidiert werden. Deshalb muss man sie genau bedenken

Ein Keller stellt ein Plus an Platz und Entfaltungsmöglichkeiten für alle Bewohner in Aussicht. Außerdem steigt der Wert der Immobilie. Als Einliegerwohnung ist ein gut geplanter Keller für Hausherren oft eine willkommene zusätzliche Einnahmequelle. Wenn eine Entscheidung pro Keller gefallen ist, steht die Überlegung an, ob ein schlichter Nutz- oder ein gemütlicher Wohnkeller entstehen soll.

Wird auf eine Unterkellerung verzichtet, ist die finanzielle Ersparnis letzlich gar nicht so groß wie vielleicht erhofft. Hier ein Beispiel: Die Initiative Pro Keller e.V veranschlagt für einen 94 Quadratmeter großen Keller für ein Einfamilienhaus rund 35.000 Euro. Wer ohne Keller baut, muss trotzdem 22.700 Euro einplanen. Denn Erdaushub, frostsichere Gründung der Fundamente sowie eine Bodenplatte mit Wärmedämmung und Feuchtigkeitssperre sind bei kellerlosen Häusern unabdingbar. Ein vollwertiger Keller verursacht daher zusätzliche Kosten von „nur“ 12.300 Euro. Pro Quadratmeter Keller müssen Bauherren also etwa 200 bis 400 Euro investieren. Günstigere Baukosten gibt es in keinem anderen Bereich des Hauses.

Die modernen Fertigkeller garantieren Wasserdichtheit, selbst dort, wo das Grundwasser an die Wände drückt, zum Beispiel in Fluss-oder Seenlandschaften. Bei schwierigen Hanglagen bietet ein Keller statische Sicherheit. Fertigkeller werden binnen weniger Tage errichtet, weil die Bauteile unter besten Bedingungen bereits im Werk gefertigt werden. Auch Installationen für Elektrik oder Sanitär werden dabei schon werksseitig vorbereitet. Deutsche Spitzenhersteller geben verlässliche Festpreise und bis zu 10 Jahre Garantie.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht mit vielen Beispielen für den Kellerausbau ab der Seite 60 im Magazin "Das dicke deutsche Hausbuch 2015"


Melina Rost

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