Eine Sauna für zuhause

Im Bad, im Keller oder im Garten?

Wohltuend, entspannend, gut für die Gesundheit: Ein Saunagang ist die perfekte Wellness-Auszeit im stressigen Alltag. Aber gerade dieser Alltag lässt oft gar keine Zeit für den Besuch eines öffentlichen Schwitzbads mit begrenzten Öffnungszeiten und mehr oder weniger langem Anfahrtsweg. „Wenn wir ein Haus bauen, dann mit eigener Sauna“, beschließen deshalb immer mehr Baufamilien. Ob die eigene Sauna zuhause dann im Bad, im Keller oder im Garten verwirklicht wird, ist Geschmackssache und auch noch von anderen Faktoren abhängig.

Während für den nachträglichen Saunaeinbau in einem älteren Haus oft nur der Keller infrage kommt, gibt es beim Neubau meist Wahlmöglichkeiten. Im Zuge des allgemeinen Trends, Badezimmer zu Wellnesszonen auszubauen, findet immer öfter die Sauna dort neben Dusche oder Badewanne ihren Platz. Zusehends spielt nicht nur ihre Funktion, sondern auch ihre Optik eine Rolle. Moderne Saunen sind Designobjekte, die sogar im Wohnzimmer eine gute Figur machen.

Aber auch der Keller als Saunaraum bleibt eine Option. Ein moderner Neubaukeller hat ohnehin nichts mehr mit den dunklen, fensterlosen Räumen früherer Zeiten zu tun. Heute dient das Untergeschoss zunehmend als zusätzlicher Wohnraum, mit entsprechender Belichtung und Belüftung. Damit ist es dann auch ein idealer Standort für einen attraktiv gestalteten Fitness- und Wellnessbereich – inklusive Sauna und vielleicht noch einem Dampfbad dazu.

Gartensauna Cubus von Corso-Saunamanufaktur mit Holzverschalung auch außen und großem Glasfenster
Außenschale aus Lärche mit grauem Patina-Anstrich, Innengestaltung mit Hemlocktanne, im Stil modern statt rustikal – so präsentiert sich die Gartensauna „Cubus“, erhältlich in drei Größen. (Foto: corso Saunamanufaktur)

Eine dritte Möglichkeit ist, die Sauna aus dem Wohnhaus auszulagern, vorausgesetzt, das Grundstück eignet sich dafür. Je nach Bedarf und Budget sind für die Outdoorsauna im Garten viele Lösungen denkbar, von der kleinen rustikalen Holzhütte bis zum luxuriösen Badehäuschen am Swimmingpool.

In jedem Fall sollte die Sauna beim Hausbau gleich mitgeplant werden, auch wenn man sie vielleicht erst etwas später installieren will. Was speziell für den jeweiligen Saunastandort – Bad, Keller oder Gartenhäuschen – zu beachten ist, erfahren Sie jetzt hier, zusammen mit gelungenen Beispielen von hauseigenen Saunabereichen.

PLANUNGSTIPPS 1: SAUNA IM BAD

Eine Dusche zum Abkühlen, ein auf erhöhte Feuchtigkeit eingestelltes Lüftungssystem: Ein Badezimmer bietet beste Voraussetzungen für die Platzierung einer Sauna.
Was Sie bei der Kombination Bad-Sauna sonst noch beachten sollten:

  • Platzbedarf: Für die Sauna einen Quadratmeter pro Person einplanen, dazu mindestens zwei zusätzliche Quadratmeter für genügend Bewegungsspielraum oder Liegen zum Relaxen zwischendurch.
  • Abstände: Zu Innenwänden sollte der Abstand mindestens fünf, zu Außenwänden mindestens zehn Zentimeter betragen.
  • Saunaofen: Auch bei erst später geplantem Saunaeinbau sollte die Starkstromleitung gleich beim Bau verlegt werden. Nachträgliche Verlegung hinter Fliesen ist aufwendig und teuer.
  • Gestaltung: Offen oder geschlossen? Mit einer Glasfront bilden Sauna und Bad eine optische Einheit. Geborgenheit vermittelt dagegen eine vollständig abgetrennte Saunakabine.
Sauna mit Whirlpool davor von KLAFS-Arnstein, Sauna mit riesigem Panoramafenster und freiem Blick in die Natur
Die maßgeschneiderte Sauna im dunklen amerikanischen Nussbaumholz ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Das großzügige Panoramafenster öffnet den Blick zum Garten, wo das Becken zum Abkühlen bereitsteht. (Foto: Klafs)

PLANUNGSTIPPS 2: SAUNA IM KELLER

In einem modernen Neubau ist die Sauna im Keller keine Notlösung, sondern eine bewusste Entscheidung für Wellness im Untergeschoss.

Weberhaus mit Wellness-Sauna, Whirlpool und Massagestuhl im Untergeschoss mit Fitnessbereich
Hier richteten sich Bauherren im Untergeschoss ihres Neubaus auf rund 70 Quadratmetern einen Wellness- und Fitnessbereich mit Sauna, Whirlpool, Massagestuhl und Trainingsgeräten ein. (Foto: Weberhaus)

Was Sie für die Einrichtung einer Wellnesszone im Untergeschoss brauchen:

  • Dämmung: Um Energieverluste zu vermeiden, muss der Keller mit Saunabereich stärker gedämmt werden als ein reiner Abstellkeller.
  • Lüftung: Zur Vorbeugung gegen Feuchteschäden ist eine effektive Be- und Entlüftung über Fenster oder Lüftungsanlage notwendig.
  • Wasseranschluss: Eine Dusch- oder Bademöglichkeit macht das Saunavergnügen komplett, am besten ohne Treppensteigen zwischendurch.
  • Beleuchtung: Dimmbare Leuchtquellen und warme Lichtfarben sorgen für Behaglichkeit im Keller mit wenig Tageslichteinfall.
Premium Sauna-Dampfbad-Kombi von Corso-Saunamanufaktur mit Glastüren und farbiger Beleuchtung
Vom Keller zum stylishen Spa: Eine mittige Dusche verbindet die Sauna in hellem Espenholz und das Dampfbad in edlem Naturstein, beide mit schwebenden Bänken ausgestattet. (Foto: corso Saunamanufaktur)

PLANUNGSTIPPS 3: SAUNA IM GARTEN

Kleine Schwitzhütte oder Luxusbadehäuschen – für eine Outdoorsauna gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Sauna im Kampa Poolhaus Aussenansicht bei Tageslicht
Ein großzügiges Poolhaus direkt am Gartenteich verspricht Wellnessvergnügen zu jeder Jahreszeit. (Foto: Kampa)

Saunakabine im Poolhaus von Kampa, Frau sitzt in der Saunakabine und entspannt
Die Sauna ist mit einer Glasfront vom Vorraum abgetrennt, Fenstertüren bieten Ausblick in die Natur, nach dem Schwitzgang ist es nur ein Sprung bis zum kühlen Nass. (Foto: Kampa)

Einige Dinge sollten Sie in jedem Fall beachten:

  • Standortwahl: Ideal ist ein sichtgeschützter Ort mit möglichst ebenem Untergrund und gegebenenfalls Platz für Ruheliegen oder Abkühlmöglichkeiten im Freien.
  • Baugenehmigung: Ab einer bestimmten, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Größe sind Sauna- wie Gartenhäuser genehmigungspflichtig. Erkundigen Sie sich rechtzeitig beim zuständigen Bauamt.
  • Beheizung: Falls Sie die Außensauna mit einem klassischen Holzofen beheizen wollen, muss dieser vom Schornsteinfeger als Sonderfeuerstelle genehmigt werden.
  • Energieeffizienz: Achten Sie auf gute Isolierung, auch bei Türen und Fenstern, damit nicht dauernd nachgeheizt werden muss.
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