Dauerholz - Der Klimaschützer

Dauerholz - Der Klimaschützer

Die ökologische Alternative zu Bangkirai, Bongossi und Co. kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, ist die Erfindung eines deutschen Tischlermeisters und heißt Dauerholz.

Tropenholz ist vielen inzwischen suspekt. Für den Garten gibt es mittlerweile eine Alternative: Dauerholz. Erfunden von einem deutschen Tischlermeister, wird im mecklenburgischen Dabel Holz aus PEFC-zertifizierten, also nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in Niedersachsen und Baden-Württemberg, in schadstofffreie, langlebige Terrassendielen verwandelt.


Mit ihrer patentierten Konservierung gelingt es der Dauerholz AG, Kiefernholz so witterungsbeständig und schädlingsresistent wie tropisches Hartholz zu machen: Das Holz wird bis ins Innere des Kerns mit einer umweltneutralen, wachsbasierten Lösung komplett durchtränkt. In den Holzzellen wirkt das Wachs wie ein Schutzpanzer, sodass Feuchtigkeit, Pilzen und Parasiten selbst dann keine Angriffsfläche geboten wird, wenn nach vielen Jahren kleine Risse im Holz auftreten sollten. Es behält seine Natürlichkeit und seine Stabilität (im Gegensatz zu beispielsweise Thermoholz), ist aber rund 30 Prozent schwerer als zuvor. Übrigens wird während der gesamten Produktionskette auf umweltschädliche oder chemische Stoffe verzichtet.


Praktisch für den Terrassenbau: Aus den präparierten Brettern können bis zu 6 Meter lange und 21 Zentimeter breite Dielen hergestellt werden. Natürlich gibt es auch die passenden Unterkonstruktionen. Wer möchte, kann die Dielen mit einer speziellen Lasur nachbehandeln – so bleibt der warme Holzton lange erhalten.


Durch die Verwendung von heimischem Holz wird nicht nur die grüne Lunge der Erde geschützt, sondern auch die persönliche Kohlendioxid-Bilanz verbessert. Die Erklärung liegt in der natürlichen Speicherleistung der Bäume: Um 1 Tonne Holz zu bilden, nehmen sie etwa 1,9 Tonnen Kohlendioxid aus der Luft auf und speichern das Gas in Form von Kohlenstoff. Wird das Holz verbaut, bleibt das klimaschädigende CO2 dauerhaft gebunden. Legt man beispielsweise eine 20 Quadratmeter große Terrasse aus Dauerholz an – sie wiegt mit Unterkonstruktion etwa 500 Kilogramm –, entzieht das der Atmosphäre rund 1 Tonne Kohlendioxid. Erhältlich sind die Dielen im Holzfachhandel und über holzverarbeitende Dienstleister, der Hersteller gibt 15 Jahre Garantie.


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