Wellness zu Hause – 10 schöne Ideen

Some like it hot – 10 Wellness-Ideen für zu Hause

Vom Bad zum privaten Spa: Erfüllen Sie sich Ihren Traum von Wellness zu Hause. Saunen, Dampfduschen mit Aromatherapie, Regenduschen oder Infrarotkabinen bieten das volle Verwöhnprogramm für Körper und Geist.

Ein kleines Virus hat innerhalb weniger Monate unsere Welt aus den Angeln gehoben und so viele liebgewonnene Alltagsfreuden verschluckt. Kein Kino, kein Theater, kein Friseurbesuch mehr. Keine Sauna im Fitnessstudio und auch kein Urlaub im Hotel mit Pool und luxuriösem Spa. Glücklich, wer jetzt ein Wellness-Bad sein eigen nennt – wo das private Zuhause ja nicht nur zum Arbeitsplatz, sondern auch zum wichtigsten Freizeitraum geworden ist.

Eine wohnliche Wellness-Oase zu Hause lässt sich recht einfach verwirklichen. Von Anfang an eingeplant, genügen schon wenige Quadratmeter Stellfläche für einen wohltuenden Wellbeing-Bereich. Und der muss keineswegs im Badezimmer liegen – der Keller, aber auch das Schlafzimmer und selbst der Wohntrakt bieten sich als Relax-Zonen an.

Sauna Aurora im Souterrain
Traumhaftes Relax-Refugium im Souterrain-Bereich: Die Sauna Aurora aus edlen Nussbaum- und Hemlock-Hölzern erfüllt die Sehnsucht nach Behaglichkeit, Freiheit und Natürlichkeit. (Foto: Klafs)

Heißes Wasser und warme Luft gelten als die entscheidenden Faktoren, um sich zu entspannen und das Immunsystem zu stärken – vor allem in den kalten Monaten. Neben Saunen sind es vor allem Dampfduschen und Infra­rotkabinen oder kombinierte Infrarot-Dampfduschen, die unsere Stimmung aufheitern, Stress abbauen und die Muskulatur lockern. Wir zeigen Ihnen im Folgenden 10 Wellness-Ideen für zu Hause, die über ein regelmäßiges warmes Bad hinausgehen.

Sauna, Dampfdusche und Whirlwanne
In dem lichtdurchfluteten Souterrain entstand ein Wellness-Bereich der Extra-Klasse. Sauna, Dampfdusche und Whirlwanne bieten pure Regeneration. (Foto: Huf Haus)

Sauna

Kaum irgendwo außerhalb von Finnland gibt es so viele Sauna-Anhänger wie hierzulande. Rund 1,7 Millionen Haushalte, so eine Schätzung des Deutschen Sauna Bundes, besitzen eine eigene Sauna. Und was sind die Dinger schick geworden!

Sauna in einem Huf Haus
Ein wunderbarer Platz, um zu entspannen und abzuschalten: Diese Sauna wurde passgenau in die Nische neben der Dusche unterm Dach montiert. (Foto: Huf Haus)

Die heutigen Kabinen im minimalistischen Design können sich überall sehen lassen, ob en suite neben dem Schlafzimmer, unter dem Dach, im Flur oder auch als Erwei­terung des Wohnzimmers. Schön, wenn es zudem die Möglichkeit gibt, nach dem Saunieren gleich an die frische Luft zu gelangen, etwa durch einen Balkon oder einen direkten Zugang zum Garten. Das Anschließen einer fertig gelieferten Sauna ist unkompliziert. Benötigt wird ein Drehstromanschluss mit 380 Volt, wie man ihn beispielsweise von Elektroherden kennt. Mit besonders wenig Platz kommen Modelle aus, bei denen die Liegen beziehungsweise Sitzbänke über Eck angeordnet sind. Das fördert nebenbei auch die Kommunikation.

Sauna Inipi B
In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Designer Trio Eos entstand die minimalistische Sauna Inipi B. Mit 240 x 120 Zentimetern bietet sie zwei Personen Platz. Die Front ist voll verglast, die Technik bleibt unsichtbar: Der Ofen mit Saunasteinen verbirgt sich hinter einer Holzwand. (Foto: Duravit)

Sauna im Schlafzimmer
Sauna im Schlafzimmer? – kein Problem. Die Kabine S1 lässt sich per Knopfdruck zur Gebrauchsgröße ausfahren, im eingefahrenen Zustand ist sie kaum größer als ein Kleiderschrank. (Foto: Klafs)

Infrarot

Wellness zu Hause – das geht auch mit Infrarot. Infrarotkabinen, auch Rotlicht-Kabinen genannt, sind eine gute Alternative zu Saunen und Dampfbädern. Die Infrarot-Strahlen erwärmen etwa 12 Prozent der Haut am Rücken entlang der Wirbelsäule. Das Blut transportiert die Wärme ins Körperinnere und verteilt sie bis zu den Extremitäten. Durch den Anstieg der Körpertemperatur weitet sich das Kapillarsystem und der Stoffwechsel wird entsprechend akti­viert. Die Vorheizzeit ist hier gering ebenso der Energieverbrauch. Schon drei Quadratme­ter Stellfläche reichen. Die meisten Hersteller verwenden Hemlocktannen aus Kana­da, Alaska und der Westküste Nordamerikas. Diese Holzart harzt nicht und hat eine sehr gute Wärmedämmung. 

Es gibt verschiedene Arten der Strahlung bei Infrarotkabinen. Ob Alt oder Jung, ob Leistungs- oder Hobbysportler – die milde, gleichmäßige Wärme entspannt und man schwitzt leicht. Die kurzwellige IR-A-Strahlung gelangt auch in die Unterhaut des Körpers. Mittelwellige und langwellige Strahlungen erreichen nur die oberen Hautschichten. Die sogenannte IR-C-Strahlung wird durch Flächenstrahler oder Magnesiumstrahler erzeugt. Sie soll insbesondere auch von älteren Nutzern und Kindern gut vertragen werden. Je höher die Leistung der integrierten Strahler, umso schneller erreicht die Kabine die vorher eingestellte Temperatur.

Infrarot-Panel
Infrarot-Wärme tut vor allem der Muskulatur gut. Dieses Wandpaneel mit Strahlern wird einfach in der Dusche an die Wand montiert. (Foto: Repabad)

Eine Infrarotkabine eignet sich ideal zur Muskelerwärmung vor dem Sport, so wird Verletzungen vorgebeugt. Und danach löst die Infrarotwärme Verspannungen und reduziert so die Gefahr von Muskelkater. Viele Nutzer genießen die reinigende und entgiftende Wirkung und freuen sich nach der Anwendung über ein strahlendes Hautbild. Außerdem kurbelt die wohltuende Wärme sowohl den Kreislauf als auch den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem. Die Luft­temperatur beträgt zwischen 40 und 50 Grad. Eine platzsparende Lösung sind Infrarot­elemente für die Wand.

Dampfdusche

Mit einer Dampfdusche wird jeder Tag zum Spa-Day. Es handelt sich dabei einerseits um eine ganz normale Duschkabine, die jedoch zusätzlich über eine Dampfbad-Funktion verfügt. Zur Grundausstattung gehört warmer Wasser­dampf, der durch einen Dampfauslass verteilt wird. Es gibt die Möglichkeit, ätherische Öle oder Aromen hinzuzufügen, um das Wohlbefinden zu steigern und Stress abzubauen. Die Temperatur kann von 25 bis 55 Grad variiert werden. Im Vergleich zur klassischen Sauna ist die Luftfeuchtigkeit deutlich höher. Viele Hersteller bieten auch an, entspannende Musik einzustellen und ganz nach Wunsch eine Aura aus Wohlfühlfarben zu programmieren. 

Dusche SensePerience
Das transparente Design und die große Bewegungsfreiheit machen das Dusch- oder Dampfbad SensePerience zu einem unvergesslichen Erlebnis. Eine besonders angenehme Atmosphäre schaffen dabei per Bluetooth gesteuer­te Musik und Farblichtwechsler. (Foto: Hoesch)

Infrarotdampf-Dusche: Die Wellness-Oase zu Hause

All in one! Ein Wellness-Paradies auf kleinstem Raum sind Modelle, die sowohl mit einem Dampfbad, einem Infrarotstrahler als auch einer Regendusche ausgestattet sind. Das Spa-Erlebnis lässt sich mit persönlicher Lieblingsmusik oder Meditationsklängen untermalen. Wahlweise kann man auch die LED-Beleuchtung auf sich wirken lassen – oder relaxt die Augen schließen. Das Ergebnis kommt einem Wellness-Wochenende im Hotel sehr nahe. Ganz ohne Anreise. 

Singing in the rain – die neuen Regenduschen

Ein warmer, sanfter Sommer­regen in den Tropen. Großartig! Natur und Mensch atmen auf, Hitze und Stress sind erst einmal vergessen. Das ist pures Wellness zu Hause. Ja, Regen hat auch seine schönen Seiten. Nicht in Form von kaltem, nassen Schmuddelwetter, sondern alles umhüllende, wohltemperierte, feine Tröpfchen im eigenen Wohlfühlbad. Waren Regenduschen Ende der 90er Jahre nur als absolutes Luxusprodukt erhältlich, gibt es sie heute ebenso für den kleinen Geldbeutel – aber selbstverständlich auch nach wie vor im High-End Bereich. Moderne Rainshower-Systeme stehen für besonders ent­spannende, revitalisierende und individuelle Dusch­momente.

Jetzt auch für Frauen

Männer lieben sie – die Regendusche. Sie geraten ins Schwärmen, wenn sie von dem besonderen Duscherlebnis erzählen. Frauen mittlerweile auch. Doch das war nicht immer so. Erfahrungsberichte haben gezeigt, dass die Damenwelt der Innovation Rainshower teilweise aus praktischen Gründen nicht so wohlwollend gegenüberstand. Das Ausspülen von Shampoo aus längeren Haaren mit den feinen Tröpfchen gestaltete sich zeitintensiv und nicht bei jedem Duschgang möchte Frau Haare waschen.

Regendusche von Hansgrohe SE
In welcher Intensität und Strahlart das Wasser den Körper umhüllt, entscheidet jeder für sich. So wird die Dusche zum ganz persönlichen Wohlfühlort. (Foto: Hansgrohe SE)

Beiden Themen nahmen sich Hersteller an und entwickelten Regenduschen, unter denen sich schließlich lang- und kurzhaarige Menschen gleichermaßen wohlfühlen können. Strahlstärken lassen sich auf Knopfdruck umstellen, der Winkel, in dem das Wasser auf die Person trifft, ebenfalls. So kann bei einigen Modellen der Wasserstrahl beispielsweise nur auf den Schulterbereich gerichtet werden – die Haare bleiben trocken.

Die moderne Regendusche muss den unterschiedlichen Bedürfnissen und Wünschen seiner Nutzer gerecht werden. Und das schafft sie: Dank smarter Steuerungen und programmierbarer Szenarien kann jedes Familienmitglied ganz individuell (regen-)duschen.

Auf die Größe kommt es an

Die Form, die Anzahl der einzelnen Düsen, die Größe sowie die einstellbaren Strahlarten des Duschkopfes bestimmen den Komfort und somit den Grad der Entspannung jedes einzelnen Duschvorgangs. Um bei einer empfohlenen Höhe von 20 Zentimetern über dem Kopf den gesamten Körper mit Wasser umhüllen zu können, sollte eine Regendusche unter dem Strich um die 40 Zentimeter Durchmesser haben. Bei in die Decke eingebauten Brausen kann die Platte auch über einen Quadratmeter groß sein. Solche XXL-Modelle bieten ein ganz besonderes Wellnessvergnügen.

Smart Rain

Vogelgezwitscher, Entspannungsmusik, es duftet nach Wald und von oben fallen in grünes Licht getauchte Tropfen auf die Haut. Mit allen Sinnen duschen. Das funktioniert durch digital steuerbare Duschszenarien und die Vernetzung von Wasser, Licht, Ton und sogar Duft. Strahlungsarten, Wassermenge und Temperatur lassen sich sowohl über eine App, mobil platzierbare Bedienknöpfe, ein fest installiertes Bedienpad als auch eine Fernbedienung regeln. Nieselregen, Platzregen, Wasserfall: Jeder wählt entsprechend seiner aktuellen Stimmung.

Reine Formsache

Regenduschköpfe gibt es sowohl rund und oval als auch eckig. Für welchen man sich entscheidet, ist indes Geschmackssache. Das Dusch­erlebnis wird durch die Anzahl der Drüsen und die möglichen Strahlarten beeinflusst. Neben der Form muss eine Wahl bezüglich der Anbringung (Wand, Decke, am Duschsystem) und der Farbe getroffen werden. Eine große Farbauswahl bietet zum Beispiel Grohe.

Dusche im Schlafzimmer
Wellness zu Hause mit der neuen Generation Regenduschen. Hier werden Wasser, Licht, Sound und Duft miteinander verknüpft. Unbeschreiblich entspannend! (Foto: hansgrohe)

Die 3 Regenduschen-Arten

  • Deckenbrause: Eine in die Decke integrierte viereckige oder runde Platte. Bei der Planung bedenken: Der Einbau einer solchen Regen­dusche erfordert, dass die Wasserleitungen bis zur Decke führen.
  • Duschpaneele: Ein an der Wand angebrachtes Duschsystem, in dem sowohl die Bedienelemente als auch mehrere Brausen verbaut sind. Optional mit Wasserfall- und Massagefunktion erhältlich.
  • Überkopfbrause: Ein Duschsystem inklusive Handbrause, Batterie und Stange. Eine solche Brause kann auch an eine bestehende Duschstange angebracht werden.