Badezimmer-Beleuchtung: Darauf kommt es an

  • Mann am Morgen im Badezimmer

    Kältere Farben am Morgen (6500 Kelvin) erleichtern das Aufwachen. (Foto: Keuco)

  • Gut beleuchteter Bad-Spiegel mit Waschtisch.

    Die klassische Lösung: Zwei Leuchten rechts und links des Spiegels - funktional und stimmungsvoll zugleich. (Foto: Burgbad)

  • Dusche Sensory Sky von Dornbracht.

    Die Luxusdusche Sensory Sky simuliert Wasserfälle oder Regenschauer, begleitet von passenden Lichtszenen. (Foto: Dornbracht)

  • Beleuchtete Nische über der Badewanne.

    Eine beleuchtete Nische über der Badewanne schafft die perfekte Wellness-Stimmung. (Foto: Aqua Cultura).

  • Frau in warm ausgeleuchtetem Bad.

    Dezent-warme Lichtfarben (2700 Kelvin) sorgen für Entspannung und bereiten auf die Nachtruhe vor. (Foto: Keuco)

Licht im Bad

Ein Badezimmer dient der Körperpflege ebenso wie der Entspannung. Dabei spielt Licht eine wichtige Rolle. Eine gute Badezimmer-Beleuchtung braucht deshalb unterschiedliche Lichtarten und Lichtquellen, die einander ergänzen. Licht ist nicht gleich Licht. Es gibt sehr verschiedene Beleuchtungsarten. Welche davon im Badezimmer zum Einsatz kommen, hängt ab von Größe und Ausstattung. Ein gut durchdachtes Lichtkonzept zahlt sich aus. 

Welches Licht für das Badezimmer? Die unterschiedlichen Lichtarten kurz erklärt

Ein helles Grundlicht sorgt für gute Orientierung und Sicherheit im Bad. In der Regel kommen dafür ein oder mehrere Deckenleuchten im Bad zum Einsatz. Der Bereich um den Waschtisch mit Spiegel oder Spiegelschrank benötigt eine gute Funktionsbeleuchtung für klare Sicht beim Schminken, Rasieren und Stylen. Mit einem Akzentlicht lassen sich gezielt Möbelstrukturen, schöne Accessoires, Bilder oder Exponate im Bad in Szene setzen. Das verleiht dem Raum Struktur, Spannung und Abwechslung. Ein Stimmungslicht als Badezimmer-Beleuchtung ist das beste Mittel, um eine behagliche Atmosphäre zu schaffen. Lichtvouten im Bereich zwischen Wand und Decke, im Boden oder in der Wand eingelassene Lichtlinien, beleuchtete Möbel oder Duschbereiche – das sind einige Beispiele.

Grundlicht 

Als Grundlicht eignen sich gut Anbau- oder Einbauleuchten, zum Beispiel Einbaustrahler in einer abgehängten Decke oder flache LED-Badleuchten, die diffuses Bad-Licht ohne harte Schlagschatten streuen und auch dunkle Ecken erleuchten. In einem sehr kleinen Bad kann überdies auch ein Badspiegel mit Beleuchtung die Rolle des Grundlichts übernehmen. 

Funktionslicht 

Auch im Badezimmer brauchen wir ein „Arbeitslicht“, zum Beispiel zum Rasieren oder Schminken. Vor allem der Bereich um den Waschtisch mit Spiegel oder Spiegelschrank benötigt eine gute Funktionsbeleuchtung für klare Sichtverhältnisse. 

Akzentlicht 

Mit hellerem, gerichtetem Licht lassen sich gezielt Details im Bad in Szene setzen. Geeignet sind zum Beispiel Einbauspots in Decke, Boden und Nischen oder Wandleuchten. 

Stimmungslicht 

Stimmungsvolles, warmes Licht im Badezimmer ist das beste Mittel, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. Mit dimmbaren Leuchten oder Lichtsystemen mit einstellbaren Lichtfarben lässt sich die Badezimmer-Beleuchtung verschiedenen Stimmungsszenarien anpassen. 

Welche LED-Spots für das Badezimmer?

Ein oder mehrere Deckenleuchten sorgen für ein helles, allgemeines Licht im Bad. Gut geeignet sind zum Beispiel Einbau-LED-Spots in einer abgehängten Decke oder flache LED-Panels, die diffuses Bad-Licht ohne harte Schlagschatten streuen. Die Farbtemperatur sollte bei 4.000 Kelvin liegen. Kaltweißes Licht ist zum Wachwerden optimal.

Waschtisch und Spiegel rundum gut ausgeleuchtet

Der Waschplatz mit Spiegel oder Spiegelschrank ist ein zentraler und vielgenutzter Ort im Bad. Zum Rasieren, Frisieren oder Schminken ist gutes Funktionslicht unverzichtbar. 

Hell, blendfrei, gleichmäßig und ohne Schatten: So lautet das Grundrezept für gute Beleuchtung am Waschtisch. Dafür reicht meist jeweils eine baugleiche Spiegelleuchte rechts und links des Spiegels, vorzugsweise mit lichtstreuender Abdeckung aus Opalglas (Milchglas). Bei einem großflächigen Spiegel empfiehlt sich zudem noch ein zusätzliches Licht von oben. 

Alleiniges Licht von oben ist ungünstig, weil es Schatten unter Nase und Kinn entstehen lässt. Optimal sind Leuchtmittel mit warmweißer Lichtfarbe und einer entsprechend guten Farbwiedergabe (Ra 90) für ein authentisches Spiegelbild. 

Anstelle von Leuchten an der Wand kann die Beleuchtung auch mit LED-Technik im Spiegel integriert sein. High-Tech-Spiegel mit Licht oder Spiegelschränke können sogar per Smartphone gesteuert oder zum Surfen im Netz genutzt werden. Spezielle LED-Streifen zum Schminken können auch nachträglich auf den Spiegel geklebt werden. 

Badewanne und Dusche mit allen Sinnen erleben

Ob erfrischende Dusche oder entspanntes Wannenbad: Mit stimmungsvoller Badewannen-Beleuchtung wird beides zum besonderen Vergnügen. 

Eine Auszeit im warmen, angenehm duftenden Badewasser war schon immer ein beliebtes Mittel gegen den alltäglichen Stress. Älteren Bädern mangelt es jedoch meist an einer stimmungsvollen Beleuchtung im Wannenbereich. Im neuen Bad lässt sich das Wohlfühllicht gleich mit einplanen. Weil in der Badewanne der Blick zur Decke gerichtet ist, sind Einbaustrahler oder Deckenspots hier eher Stimmungskiller. Ideal ist eine sanfte, diffuse oder indirekte Beleuchtung an der Badewanne, zum Beispiel von Leuchten mit Opalglasabdeckung, Lichtvouten oder Lichtlinien. Die Rundungen einer schön geformten Wanne kann man auch mit zielgerichteter Akzentbeleuchtung entsprechend in Szene setzen. 

Spritzwassergeschützte Downlights bieten zudem eine gute, funktionale Grundbeleuchtung für die Dusche. Mit Rainshower- oder Wasserfall-Brausen, Massagedüsen und anderen technischen Raffinessen zieht auch im Duschbereich der Wellnessfaktor ein. Begleitende Stimmungsbeleuchtung mit wechselnden Lichtfarben oder buntem Licht und vielleicht noch Musik machen die Wasserspiele in der großzügigen, schwellenlosen Dusche zu einem Erlebnis für alle Sinne. Duschen wie in tropischen Gebieten, so kann der Morgen beginnen.

Wer in punkto Bad-Beleuchtung weitere Ideen und Anregungen sucht, sollte mal auf den Webseiten der Hersteller von Sanitäranlagen stöbern. Hier finden sich ebenso jede Menge Inspiration und die neuste Technik.

Kurz erklärt: Lux, Lumen & Co 

Diese Begriffe begegnen Ihnen immer wieder, wenn es um Beleuchtung und Auswahl von Leuchten geht:

Lux/lx: Beleuchtungsstärke, beschreibt die Lichtmenge die auf eine Fläche trifft.

Lumen/lm: Maßeinheit des Lichtstroms (Lichtmenge), der von einer Badezimmerlampe abgegeben wird. Ersetzt bei LED-Licht die frühere Angabe von Helligkeit in Watt. Eine 40-Watt-Glühbirne entspricht unter dem Strich etwa 430 Lumen, 60 Watt etwa 730 Lumen. 

Kelvin (K): Beschreibt die Farbtemperatur. Warmweißes Licht liegt unter 3300 K, neutralweißes Licht liegt zwischen 3300 bis 5300 K, tages- lichtweißes bei über 5300 K. 

Farbwiedergabeindex (Ra): Gibt die Qualität der Lichtquelle an. Für die authentische Farbwiedergabe am Spiegel sollte der Ra-Wert über 80 liegen. 

Auf einen Blick: Sichere Badezimmer-Beleuchtung 

Wo Wasser und Elektrizität aufeinander treffen, sind besondere Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Für die Lichtplanung im Bad ist deshalb Profi-Wissen erforderlich. 

Elektroinstallationen sollten ebenfalls nur Elektro-Fachkräfte vornehmen und dabei die Norm DIN VDE 0100-701: 2008-10 berücksichtigen. 

Diese definiert drei Schutzzonen (0 bis 2), die unterschiedlich stark dem Einfluss von Wasser ausgesetzt sind. Die im jeweiligen Bereich eingesetzten Badlampen müssen eine bestimmte Schutzart aufweisen. 

In Zone 1 beispielsweise muss eine Leuchte Schutz gegen Spritzwasser aufweisen (mindestens Schutzart IPX4), im Strahlwasserbereich (Zone 0) ist IPX5 gefordert. 

Schlagwörter: Bad, Badezimmer planen, Badgestaltung, Badplanung, indirekte Beleuchtung, Licht, Lichtplanung