Einfamilienhäuser: Man sucht wieder Stil

/Herr Fischer, Ihre Firma baut Häuser ganz klassisch Stein auf Stein und setzt sich mit ambitionierten, stilbewussten Objekten stark in Szene. Wie kom­men Ihre Bauherren auf den Geschmack?/

*Eckard Fischer:* Viele Bauherren wollen mit einem Haus etwas Bleibendes schaffen, et­­was, das Ge­nerationen überdauert. Wer einen traditionellen Ziegelbau ebenso schätzt wie gute Architektur, der wird in uns den richtigen Baupartner finden.
Ich arbeite jetzt 30 Jahre als Architekt. Sie können mir glauben: Bei stillos entworfenen Einfami­lien­häusern ist es einfach schade ums Material, man wird sie bald nicht mehr verkaufen kön­nen. Jedenfalls nicht zu einem an­ständigen Preis.

/Das Schwierige ist: Stilfragen und guter Ge­schmack sind immer sehr subjektiv./

*Eckard Fischer:* Das ist das Beste daran – das eigene, gute Gefühl. Aber unser Gespür für Schönheit, Stil und Klasse folgt letztlich gewissen Regeln. Pro­por­tion und Harmonie sind da ganz wichtig. Stimmige Material- und Farbwirkungen, das sichere Ausloten der jeweiligen Stilmittel.

/Stilmix ist nix?/

*Eckard Fischer:* Das geht fast immer schief. Der ge­konnte Stilbruch funktioniert nur vor dem Hintergrund einer klaren Stil­welt.

/Haben Ihre Kunden Entscheidungsnot, sich auf einen bestimmten Architekturstil festzulegen?/

*Eckard Fischer:* Selten. In der Regel weiß man doch, zu welcher Stilwelt man sich am meisten hingezogen und wo man sich zu Hause fühlt. Wir waren gut beraten, unsere Entwürfe auf die wichtigsten drei, vier wertigeren Bau­stile zu konzentrieren.

/Welche?/

*Eckard Fischer:* Ganz klassisch, als fast zeitloses Ver­sprechen wertiger Anmutung ist die Villa „Grune­wald“. Von unseren Kun­den entsprechend eingerichtet mit exklusiven Möbeln und schweren Stoffen. Großen Anklang findet auch die Villa „Siena“. Von mediterraner Leichtigkeit, warme Töne, bis zur Ver­­spieltheit – 365 Tage im Jahr Hoch­gefühl wie bis dato nur in den schönsten Wochen des Jahres.
Ich liebe auch die britische Variante, unser „Corn­­wall“. Da wird innen wie außen ein be­­sonderes, beneidenswert traditionel­les Stil­­bewusstsein ausgelebt. Nicht angestaubt kon­servativ, sondern genuss­voll edel.

/Und die Moderne?/

*Eckard Fischer:* Von beruflich erfolgreichen jungen Familien wird tatsächlich oft unser Entwurf „Wolfs­burg“ bevorzugt. Ge­radlinig, trendy, die Bühne für Desig­ner-Mö­bel, Edelstahlkamin und großes High-tech-Heimkino.

/Sind Frauen in Stilfragen kompetenter?/

*Eckard Fischer:* Ja. Beneidenswert. Wir las­sen all unsere Entwürfe stets noch einmal von einer un­serer Architektinnen checken. Ich habe das beim Bau meines eigenen Hau­ses zum Glück auch so gemacht.

/Was bringt das?/

*Eckard Fischer:* Perfekte Harmonie der Form und stressfreie Alltagsorganisation. Zum Bei­spiel große Küchen mit später un­ver­zicht­baren Speisekammern oder die praktische Lösung für die Ankleide zwischen Schlaf­zim­mer und Bad.

/Sind eigentlich nur große Häuser gute Häuser?/

*Eckard Fischer:* Die Villen, die sich unsere Kunden bauen lassen, haben meist zwischen 175 und 200 Qua­­­­­­­­dratmeter Wohn­fläche.

/Was kostet denn stilvolle Architektur bei Ih­nen?/

*Eckard Fischer:* Je nach Ausstattung bezahlen Kunden schlüs­selfertig ab 127.500 Euro aufwärts.

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