Umzug organisieren: stressfrei und ohne Chaos

Tipps und Tricks für einen entspannten Umzug

Schon der Gedanke daran, einen Umzug organisieren zu müssen, treibt den meisten Menschen Schweißperlen auf die Stirn. Statistiken zeigen, dass im Schnitt jeder Deutsche bereits zwei Umzüge hinter sich hat, ein Szenario, das mit jedem Jobwechsel oder privaten Veränderungen realistischer wird. Mit guter Planung lassen sich jedoch Stress und Hektik vermeiden. Das spart jede Menge Nerven, Zeit und nicht zuletzt auch Geld.

Eine Wohnung finden

Die erste Hürde, die es zu überwinden gilt: eine passende Wohnung finden oder ein Haus mieten bzw. bauen. Das ist in vielen Regionen gar nicht so leicht. Da helfen Kontakte und ein gutes Netzwerk. Wohl dem, der vor Ort bereits gut vernetzt ist und der Familie, Freunde und Bekannte bitten kann, sich nach einem passenden Zuhause umzuhören.

Wer darauf nicht zurückgreifen kann, hat die Möglichkeiten, sich in den entsprechenden Online-Portalen umzuschauen, einen Makler zu beauftragen oder anderweitig kreativ zu werden. Hilfreich sind dabei beispielsweise Social-Media-Plattformen, Nachbarschaftsnetzwerke, Aushänge in Supermärkten, Zeitungen usw.

Einen Umzug planen

Ist die passende Wohnung erst einmal gefunden oder das Haus gebaut, kann man den Umzug vorbereiten. Damit er reibungslos verläuft, sollte man detailliert und möglichst langfristig planen.

Das gilt vor allem, wenn man auf professionelle Hilfe verzichten und alles selbst organisieren möchte. Damit kann man zwar einiges an Geld sparen, muss aber viel Zeit, Stress und eigene Arbeitsleistung einplanen.

Umzugshelfer gekonnt auswählen

Ganz allein kann wohl niemand einen Umzug bewältigen und sollte deshalb Helfer organisieren. Freunde und Bekannte sind freilich die erste Anlaufstelle bei der Suche nach Umzugshelfern. Doch allein der gute Wille allein zählt nicht. Wichtig ist es, auf eine gute Mischung der einzelnen Talente der Umzugshelfer zu achten: Ein paar Kräftige zum Zupacken und Schleppen, ein paar handwerklich Geschickte und mindestens ein Koordinator, der weiß, was im neuen Zuhause wohin kommt, sind nötig, um wirklich effektiv zu arbeiten.

Da Familie, Freunde und Bekannte freiwillig helfen und im Idealfall keine Gegenleistung erwarten, sollten Sie zumindest für das leibliche Wohl aller Helfer sorgen.

Verpflegung der Umzugshelfer

Zum Umzug organisieren gehört auch die Planung der Verpflegung. Kisten schleppen, Möbel aufbauen, von A nach B und zurück fahren… Das ist anstrengend und dauert gerne mal den ganzen Tag oder noch länger. Stellen Sie also genügend Getränke und Snacks bereit. Achten Sie auf eine gute Mischung der Getränke (Wasser mit und ohne Kohlensäure, Limonaden, Kaffee, Tee etc.) und berücksichtigen Sie bei der Auswahl der Verpflegung, dass eventuell Vegetarier oder Veganer unter den Umzugshelfern sein können – oder dass möglicherweise Lebensmittelallergien vorliegen. Das sollten sie vorab in Erfahrung bringen und dann die Essensauswahl entsprechend gestalten.

Ideal sind alle möglichen Fingerfood-Angebote wie verschieden belegte Brötchen, Hot Dogs, Gemüsesticks mit Dips oder Eintöpfe, Pizza oder Nudelsalat in allen möglichen Varianten. Achten Sie, dass Sie für die Verpflegung mit möglichst wenig Geschirr und Besteck auskommen, die Sachen sich lange halten, so dass man sie – je nach Bedarf – kurz aufwärmen und über den Tag verteilt essen kann. Sehr willkommen sind auch Rührkuchen, Kekse und anderes Gebäck.

Sorgen Sie zudem für Sitzgelegenheiten. Sind alle Beteiligten satt und zufrieden, geht der Umzug schneller vonstatten – und die Helfer sind dann hoffentlich auch bereit sich später wieder einmal mit einzubringen.

Professionelle Hilfe für den Umzug

Viele erfahrene Umzugsunternehmen bieten professionelle Hilfe für große und kleine Umzüge an. Ganz nach Ihren Wünschen übernehmen sie den kompletten Umzug oder nur von Ihnen ausgewählte Teilbereiche. Das ist bequem und spart viel Stress und Zeit.

Wenn Sie nur ein begrenztes Budget haben aber dennoch Unterstützung benötigen, bietet es sich an, online Umzugshelfer auf Seiten zu suchen. Dort werden beispielsweise Studenten vermittelt, die sich über einen kleinen Nebenverdienst freuen und die Ihnen viel Arbeit abnehmen können. Hier sollten Sie möglichst vorab schon genau darüber informieren, wie genau Sie beim Umzug unterstützt werden möchten, ob beispielsweise Hilfe beim Kisten packen benötigen, ob schwere Möbel transportiert werden müssen usw. Damit stellen Sie sicher, dass Sie auch wirklich die Hilfe bekommen, die Sie benötigen.

Umzugstransporter mieten

Meist passt der gesamte Umzug nicht in das eigene Fahrzeug und das Mieten eines Transporters für den Umzug ist unabdingbar. Vergleichen Sie die Angebote vorab, beispielsweise hier. Mieten Sie das Fahrzeug lieber etwas länger, um Zeitdruck und Stress beim Umzug zu vermeiden. Ideal ist es, wenn Sie das Fahrzeug bereits am Vorabend mit den ersten Kisten beladen und am nächsten Tag früh starten können – und/oder das Fahrzeug erst am Tag nach dem Umzug zurückgeben müssen. Meist dauert ein Umzug doch etwas länger als geplant und so sind sie am Abend noch flexibel.

Wenn Sie eine längere Strecke für Ihren Umzug zurücklegen müssen, achten Sie darauf, dass der Umzugstransporter nicht zu klein ist, sonst müssen Sie die gleiche Strecke mehrmals zurücklegen und verlieren dabei kostbare Zeit, die Ihnen dann am Umzugstag fehlt. Zudem verbrauchen Sie mehr Treibstoff, was das Budget für Ihren Umzug wiederum belastet.

Viele Autovermieter bieten auf ihren Internetseiten praktische Umzugs-Rechner für ihre Fahrzeuge an. Nachdem das Fahrzeug ausgewählt ist, sollte es schleunigst reserviert werden, damit der Umzug auch wirklich am geplanten Tag über die Bühne gehen kann.

Tipps & Tricks beim Kisten packen

Da das Packen der Umzugskisten der aufwendigste Teil beim Umzug organisieren ist, sollten die Kartons und Kisten möglichst früh fertig gepackt werden. Hierzu kann man eine Faustregel nutzen: Pro Quadratmeter Wohnfläche sollte ein Umzugskarton mit zirka 62 Liter Volumen verwendet werden. Diese können Sie auch gebraucht erwerben oder mieten.

Außerdem sind Sackkarren, Packdecken, Möbelroller, Trageriemen und Zurrgurte nützlich. Um zerbrechliche Gegenstände sicher zu verpacken, benötigen Sie Luftpolsterfolie, Zeitungspapier etc. Fangen Sie möglichst rechtzeitig vor dem Umzug mit dem Sammeln von Altpapier an oder fragen Sie im Bekanntenkreis nach. Für das Verpacken von Geschirr und Gläsern, Windlichtern und anderen Dekogegenständen benötigen Sie jede Menge Verpackungsmaterial.

Achten Sie darauf, dass die Umzugskartons stabil genug sind. Alte Kartons, die eventuell länger im Keller gelagert wurden, sind oft nicht mehr fest genug.

Auch beim Packen der Kartons gibt es einiges zu beachten. Schwere Gegenstände gehören nach unten, leichte nach oben. Versuchen Sie in jedem Karton schwere und leichte Gegenstände zu kombinieren, so dass die einzelnen Kartons nicht zu schwer werden. Kombinieren Sie beispielsweise Bücher mit Kissen oder Wolldecken, Geschirr mit Handtüchern etc.

Vergessen Sie nicht, jeden einzelnen Karton und jeden zu transportierenden Gegenstand exakt zu beschriften. Notieren Sie auf jedem Karton den Inhalt und ganz wichtig: den Raum in den er im neuen Zuhause gehört. So stellen Sie sicher, dass die Umzugshelfer alle Möbel, Kisten und Gegenstände am richtigen Ort abstellen können. Noch dazu erleichtern Sie sich selbst die Arbeit, beim Ausräumen der Kisten.

Geld sparen beim Umzug organisieren

Je mehr Sie bei ihrem Umzug selbst erledigen könnten, desto günstiger wird es für Sie. Dennoch sollten Sie genau abwägen, wieviel professionelle Hilfe Sie benötigen – vor allem wenn es um den Transport schwerer und sperriger Gegenstände geht – manchmal ist es besser, komplizierte Aufgaben den Profis zu überlassen oder sie sogar den kompletten Umzug planen zu lassen.

Foto: Gussek-Haus

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