Betondecke spachteln

Betondecke spachteln

Eine der Arbeiten, die Heimwerker in wenigen Schritten und relativ einfach selbst verwirklichen können, ist das Spachteln und Streichen einer Betondecke. Es gibt natürlich auch Decken aus Holz. Die meisten sind jedoch aus Beton, und die weitere Vorgehensweise hängt vom Zustand und der Art der Betondecke ab.

Betondecke spachteln vorgefertigte Teile
Spanndecken und Filigrandecken werden beispielsweise als vorgefertigte Formteile angeliefert und auf dem Bau zusammengesetzt, manche dann verputzt oder in Wohnräumen auch mit einer Raufasertapete versehen. (Foto: iStock_GeorgePeters)

Grundsätzlich steht vor dem Streichen meist das Spachteln der Betondecke auf dem Plan. In modernen Häusern sind auch bloße, ungestrichene Betondecken oft ein Stilelement für einen gewollt rauen Industrial Look. Bei der Verwirklichung des Projektes Betondecke spachteln sollten Heimwerker sorgfältig und bedacht vorgehen, da Decken vor allem im Wohnraum dominante Flächen sind und auffallen. Wir haben daher in diesem Beitrag die wichtigsten Hinweise zusammengefasst, damit das Spachteln ihrer Betondecke ein Erfolg wird und das Ergebnis sich sehen lassen kann.

Vorbereitungen zum Betondecke spachteln

In Kellerräumen und Garagen sammelt sich oftmals Kondenswasser an der Decke. Wir empfehlen daher bereits einige Wochen bevor man dort Spachtelmasse auftragen, Schleifarbeiten durchführen und die Betondecke streichen will, diese Räume gründlich zu lüften.

Bevor man eine Betondecke bearbeiten möchte, muss diese unbedingt trocken sein. Des Weiteren müssen sämtliche Möbel und Einrichtungsgegenstände nach Möglichkeit aus dem Raum transportiert werden.

Dann wird mithilfe von Malerfolie und Krepppapier alles im Raum Verbliebene, wie sperrige Möbel, Heizkörper, Lichtschalter, Türrahmen und Wände, abgeklebt. Das Gleiche gilt für den Bodenbelag. Es sei denn, dieser soll anschließend ohnehin ausgetauscht werden.

Im nächsten Schritt sollte die Betondecke vor dem Spachteln von sämtlichem Schmutz befreit werden. Bevor man sich den zu spachtelnden Stellen zuwendet, müssen eventuelle Farbrückstände oder Reste einer ausgedienten Tapete am besten auch gründlich entfernt werden.

Sind alte Bohrlöcher oder mit der Zeit entstandene Spannungsrisse auszubessern, können diese vor dem Spachteln auch erst einmal mit einem Staubsauger gesäubert werden. Spannungsrisse in einer Betondecke kommen häufig vor und sind kein Grund zur Sorge. Schließlich stellen sie lediglich optisch einen Makel dar. Handelt es sich um besonders feine Haarrisse, ist es sinnvoll, diese vor dem Spachteln ein wenig zu verbreitern. Damit kann später die Spachtelmasse besser in die Spalten gelangen. Das großflächige Auftragen von Spachtelmasse an der Betondecke hingegen dient dem Ausgleichen von Unebenheiten.

Die Wahl der Spachtelmasse: Pulver oder Fertigspachtel verwenden

Ein wichtiger Aspekt in Hinsicht auf das Gelingen des Projekts ist die Wahl der richtigen Spachtelmasse. Hier stehen zwei unterschiedliche Produkte zur Auswahl. Einerseits das Spachtelpulver, welches man mit Wasser zu einer Masse anrührt. Andererseits gibt es die Fertigspachtelmasse aus der Tube.

Zum Behandeln von Bohrlöchern und feinen Spannungsrissen eignet sich der Fertigspachtel sehr gut. Mit der Masse aus der Tube können diese ganz einfach aufgefüllt und die betreffende Oberfläche dann mit einem Malerspachtel glatt gestrichen werden.

Es gibt aber auch zwei unterschiedliche Arten von Spachtelmasse in Pulverform, je nach Anwendungsbereich. Zum einen den sogenannten Außenspachtel auf Zementbasis. Er findet in Räumen mit hoher Feuchtigkeit, zum Beispiel im Keller oder in der Garage Verwendung. Zum anderen gibt es pulverförmigen Innenspachtel auf Gipsbasis. Er ist pH-neutral und dient zum Ausbessern von Betondecken im normalen Wohnraum.

Bei der Wahl der richtigen Spachtelmasse ist zu beachten, dass Fertigspachtel aus der Tube sich auf keinen Fall für das Ausbessern größerer Flächen eignet. Er dient ausnahmslos für kleinere Risse und Löcher. Denn Fertigspachtel härtet aus, indem der in der Masse enthaltene Wasseranteil verdunstet. Das führt bei einer Anwendung auf größeren Flächen zur Bildung von Rissen. Spachtelmasse in Pulverform hingegen härtet aus, ohne Risse zu bilden. Sie eignet sich daher für Vertiefungen, die mit viel Spachtelmaterial aufgefüllt werden sollen.

Pulverspachtelmasse richtig in die Betondecke einarbeiten

Wenn man sich für eine entsprechende Spachtelmasse in Pulverform entschieden hat, ist das Anrühren an der Reihe. Für ein optimales Ergebnis ist es wichtig, das Verhältnis von Wasser zu Pulver nach den Angaben des Herstellers genau einzuhalten. Die richtige Wassermenge einfach in einen Maurerkübel füllen, das Spachtelpulver hinzugeben und sorgfältig unterrühren.

Bitte achten Sie darauf, nicht mehr Spachtelmasse anzurühren, als Sie benötigen, denn die abgebundene Masse kann man nicht mehr in Wasser auflösen und überschüssige Spachtelmasse muss dann entsorgt werden. Nach dem Anrühren kann die Spachtelmasse nun mit einem Malerspachtel in den tiefen Riss oder ein großes Loch eingearbeitet werden.

Wollen Sie größere Flächen behandeln, also Unebenheiten in einer Betondecke ausgleichen, eignet sich als Werkzeug eher ein Flächenspachtel zum Auftragen. Nach dem Auftragen wird, wie bei der Anwendung von Fertigspachtel auch, die Fläche akkurat glatt gestrichen. Sobald die Spachtelmasse getrocknet und gut ausgehärtet ist, können letzte Unebenheiten noch mit einem feinen Schleifpapier bearbeitet werden.

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