Heizen mit der Wärmepumpe

  • Rotex_Wärmepumpe

    Alle Komponenten dieser Luftwärmepumpe sind außen kompakt untergebracht, der Warmwasserspeicher im Hausinneren. (von Rotex)

  • Viessmann_Wärmepumpe

    Erdwärmepumpe, Stromspeicher und Warmwasserspeicher machen auch nebeneinander eine gute Figur. (von Viessmann)

  • Vaillant_Wärmepumpe

    Diese Erdwärmepumpe lässt sich platzsparend an der Wand montieren. (von Vaillant)

  • Stiebel Eltron Wärmepumpe

    Diese Luftwärmepumpe ist mit Inverter-Technik ausgestattet. Daneben ein kombinierter Warmwasser- und Pufferspeicher. (von Stiebel-Eltron)

  • Junkers_Wärmepumpe

    Zur Erschließung der Erdwärme muss bis etwa 100 Meter tief gebohrt werden. (von Junkers)

Smart heizen mit Umweltwärme

Moderne Wärmepumpen arbeiten sauber, ökologisch und effizient. Deshalb entscheiden sich immer mehr Bauherren für dieses Heizsystem.

Am besten mit Ökostrom

Von den gesetzlichen Vorgaben einmal abgesehen, überzeugt die Wärmepumpe vor allem als sauberes Heizsystem. Sie arbeitet ohne Verbrennung und daher ohne Ruß, Rauch oder schädliche Abgase. Sie benötigt keinen Schornstein und keinen Lagerplatz für Brennmaterial. Allerdings braucht die Wärmepumpe elektrische Energie für den Antrieb. Weil die Temperatur der Wärme aus Boden, Grundwasser oder Luft noch nicht zum Heizen ausreicht, muss ein Kompressor sie verdichten. Man kann auch sagen, die Wärme wird auf ein höheres Niveau gepumpt – daher der Name „Wärmepumpe“. Während bei diesem Prozess selber kein klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt wird, kommt es beim verwendeten Strom auf dessen Herkunft an.  Ideal ist eine Kombination der Wärmepumpe mit einer hauseigenen Photovoltaik-Anlage. Das macht zum einen die elektrisch angetriebene Heizung ökologischer, zum anderen aber auch die Stromerzeugung wirtschaftlicher. Eine Lizenz zum ungezügelten Stromverbrauch ist das allerdings nicht. Auch für Ökostrom gilt, dass die Wärmepumpe möglichst wenig davon verbrauchen soll.

Einfluss der Wärmequelle

Wie effizient eine Wärmepumpe in der Praxis arbeitet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einer davon ist die genutzte Wärmequelle. Je höher die Temperatur der Umweltwärme ist, desto weniger Energie ist notwendig, um sie auf Heizwärmeniveau anzuheben.

Heizen mit Erdwärme

Am einfachsten ist dies für die Erdwärmepumpe mit Sonde, die sich ihren „Rohstoff“ aus 50 bis 100 Metern Tiefe holt, wo die Bodentemperatur das ganze Jahr über zwischen 10 und 15 Grad Celsius liegt. Luftwärmepumpen dagegen müssen bei kalter Außenluft im Winter einen ziemlichen Temperaturhub bewältigen. Die Tiefenbohrung macht die Erdwärmepumpe mit Erdsonde allerdings auch zur teuersten Lösung.

Luft als Wärmequelle

Vor allem aus diesem Grund entscheiden sich Bauherren beim Neubau überwiegend für die Wärmequelle Luft. Hier hängt die Effizienz entscheidend vom energetischen Standard des Hauses ab. Je besser die Dämmung, desto geringer ist der Wärmebedarf des Hauses und somit der notwendige Energieeinsatz der Wärmepumpe. Mit den immer höheren Wärmeschutzanforderungen im Neubau verbessern sich daher auch die Bedingungen für den effizienten Einsatz der Luftwärmepumpe. Auch technische Innovationen steigern die Effizienz. Eine davon ist die Inverter-Technologie, ein von Klimageräten übernommenes Prinzip. Damit wird die Leistung der Wärmepumpe dem tatsächlichen Bedarf je nach Außentemperatur angepasst. Statt ständig auf Hochtouren läuft der Kompressor beispielsweise in der Übergangszeit mit verminderter Drehzahl. Dazu kommen immer intelligentere Steuerungssysteme der Wärmeverteilung und Temperaturregelung, bis hin zur Einbindung in eine zentrale Smart-Home-Installation.

Kombination mit Lüftungsanlage

Immer öfter nutzen Wärmepumpen nicht nur die Außenluft, sondern auch die warme Abluft der Lüftungsanlage als Wärmequelle. Bei sehr geringem Heizwärmebedarf, etwa im Passivhaus, übernimmt die Lüftungsanlage sogar die Wärmeverteilung. Anstatt über das Heizwasser einer Wand- oder Fußbodenheizung wird die Wärme direkt über die Luftzufuhrkanäle in die Wohnräume geleitet.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Ausgabe Januar/Fabruar von "mein schönes zuhause°°°"
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