Saugroboter: smarte Helfer für den Haushalt

Der Heinzelmann, der saugen kann

Saugroboter werden immer besser. Die neuen Modelle erkennen sogar Legosteine, können sprach gesteuert werden und entleeren sich selbst.

Seit der Erfindung des Staubsaugers Mitte des 19. Jahrhunderts haben Tüftler ihn immer weiter optimiert. Ein Höhepunkt Ende der 1970er Jahre: die Kombination aus Einhand-Sauger und Trockenhaube – vielen noch in Erinnerung aus Loriots Sketch mit Frau Hoppenstedt („Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann.“). Vor genau 20 Jahren rollte dann der erste Saugroboter los. Seitdem können „Mutti“ und „Vati“ sich dank Freifahrt-Düsen statistisch 52 Stunden jährlich zurück lehnen, während der elektronische Hausgeist den Boden reinigt.

Da bleibt kein Krümel liegen? Ganz so ist es leider nicht. Moderne Saugroboter – egal ob für Teppich oder mit Wischfunktion – erledigen zwar die meiste Drecksarbeit alleine. Aber man sollte sich darauf einstellen, dass es immer ein paar Ecken gibt, die sie nicht erreichen. Insbesondere hinter Türen, die bei ihren Touren ja offen bleiben müssen, findet sich öfter mal ein Wollmaus-Häufchen.

Sind teure Modelle besser? Nicht unbedingt. Jeder Staubknecht hat Vor- und Nachteile. Es gibt lautere und leise Saugroboter. Sie unterscheiden sich aber auch hinsichtlich der Akkuleistung, Ausmaßen, Saugstärke und Bürstentechnik. Es lohnt sich also, vor dem Kauf eines Hauses oder einer Wohnung den angebotenen Pool der Saugroboter genau zu inspizieren und sich zu überlegen, welche Features das Gerät unbedingt haben sollte.

Checkliste für den Kauf: Welcher Saugroboter passt zu mir ?

Nicht jeder Roboter ist für jede Wohnung geeignet. Es lohnt sich also, vor dem Kauf zu überlegen, welche Eigenschaften den Besitzern besonders wichtig sind.

  1. Akkuleistung
    In großen Wohnungen sollte das Gerät lange genug durchhalten, um seine Arbeit in einem Saugzyklus erledigen zu können. Und: Je mehr Möbel, Türschwellen und Läufer sich in den Räumen befinden, desto länger dauert es, bis der Sauger alle Hindernisse umrollt hat.
  2. Höhe
    Messen Sie die Abstände von Schränken, Sideboards, Betten und sonstigen Möbeln zum Boden. Selbst wenn Ihnen nicht wichtig ist, dass der Roboter darunter saugt – er kann dort stecken bleiben. Tipp: Denken Sie daran, dass das Bett möglicherweise etwas durchhängt, aber auch andere Möbel sich mit der Zeit durchbiegen können.
  3. Filter und Verschleißteile
    Die Filter müssen regelmäßig gesäubert werden, verschleißen aber irgendwann. Bei vielen Modellen werden sie nur aus geklopft. Länger halten waschbare Filter. Zudem sollten Verschleißteile wie Bürsten und Akku nachgekauft und ausgetauscht werden können.
  4. Düse oder Bürste
    Auf glatten Böden sind Modelle mit bürstenlosen Saugdüsen im Vorteil: Sie haben keine Walzen, um die sich Haare wickeln können, und das nervige Reinigen der Bürste entfällt. Auf Teppichen und Läufern versagt das System allerdings, hier sind Bürsten Pflicht.

Saugroboter mit Kamera

Saugroboter Deebot Ozmo
Mit seiner Kombination aus Lasernavigation und Frontkamera navigiert der Ozmo sehr verlässlich, erkennt sogar herumliegende Socken oder Kabel. (Foto: Ecovacs)

Zudem ist der Deebot Ozmo T8 AIVI schnell: 20 Quadratmeter schafft er in nur 14 Minuten. Weiteres Extra: Seine Livecam, über die man ihm aus der Ferne bei der Arbeit zusehen und ihn gegebenenfalls per App dirigieren kann.

Für den Deebot U2 Pro gibt es übrigens ein „Haustier-Set“, das auch mit feinen Tierhaaren zurecht kommt. Sein Auffangbehälter fasst 0,8 Liter. Die Wohnung wird also auch während des Fellwechsels schön sauber. Damit er dem vierbeinigen Liebling nicht an den Pelz geht, kann man das Kuschelplätzchen mit einem Magnetband schützen.

Der Kollektive

Saugroboter Kobold Vorwerk
Den Kobold VR300 kann man sich mit Nachbarn und Freunden teilen. Sein Plus: Er merkt sich bis zu drei komplette Grundrisse. (Foto: Vorwerk)

Sein Plus: Dieser Saugroboter mit Raumerkennung merkt sich bis zu drei komplette Grundrisse. Innerhalb der jeweiligen Wohnung kann man zusätzlich „Reinigungs-Zonen“ fest legen – etwa den Bereich in der Küche, den er dreimal täglich ab fahren soll, und das Schlafzimmer, wo eine Tour am Morgen reicht. Mit nur 9 Zentimetern Höhe rollt der flache Saugroboter problemlos unter die meisten Betten und Schränke.

Der Reinliche

Roomba
Der Oldie unter den Saugknechten – der erste Roomba-Vorgänger wurde vor 20 Jahren entwickelt – gehört heute zu den Fortschrittlichsten. (Foto: irobot)

An seiner Saugroboter Garage „Clean Base“ tankt der Roomba i7+ nicht nur Strom, sondern liefert auch den eingesammelten Schmutz ab. 30 Mal kann er die Auffangstation anfahren, bevor deren Einwegbeutel entsorgt werden muss. Wann der Schmutz-Container voll ist, zeigt der Saugroboter auf der App an. Die ist übrigens kompatibel mit den Sprachsteuerungsassistenten Alexa und Google Assistant.

Der Schnellmerker

Dyson heurisr Saugroboter
Wer die Möbel gern mal neu gruppiert, wird mit dem Dyson 360 Heurist seine Freude haben. (Foto: Dyson)

Ihn muss man dann nämlich nicht neu programmieren. Er checkt alle 20 Millisekunden die Distanzen zu Hindernissen, merkt sich, wo was steht, und hinterlegt neue Infos auf seinem 10 GB großen Speicher. Dafür muss man ihn anfangs eine Weile herumkurven lassen, damit er die Grundrisse aller Räume komplett erfasst. Er kapituliert allerdings beim Unterfahren mancher Schränke und Regale: Wegen seiner aufwendigen Technik ist er 12 Zentimeter hoch.

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