Individuell geplantes Haus der Architekten Spiekermann

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    Fotos: Architekten Spiekermann

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    Grundrisse

Weitläufig und hell

Verschiedene Kuben angeordnet zu einem dynamischen Baukörper – diese individuelle Planung der Architekten Spiekermann interpretiert auf moderne Weise das Bauhaus.

Die klare architektonische Linienführung unterstreicht die gewünschte Schlichtheit und sachliche Außenwirkung des Gebäudes aus massivem Kalksandstein.

Das Erdgeschoss besteht aus zwei gegenüberliegenden, L-förmigen Baukörpern. Es ist mit einem länglichen, anthrazitfarbenen Verblender mit Grau- und Braunanteilen versehen – optisch angelehnt an das Sichtmauerwerk der Umgebung. Farblich aufgelockert wird die Fassade des puristischen Massivbaus durch den Eingangsbereich, der weiß verputzt ist.

Eine einzigartige Optik schafft die rundum verlaufende Attika, die das Obergeschoss schwebend und leicht wirken lässt. Es besteht aus zwei ineinander geschobenen Kuben, die auf das Erdgeschoss aufgesetzt worden sind.

Wie im Erdgeschoss haben die Architekten auch hier mit zwei Außenwandkonstruktionen gearbeitet, die sich farblich am Erdgeschoss orientieren. Beide Kuben bestehen aus KS-Mauerwerk von KS-Original.

Im Inneren präsentiert sich das Haus mit einer auf Helligkeit und räumliche Weitläufigkeit angelegten Architektur; aufgehellt pigmentierte Fußböden aus Eiche-Landhausdielen und die weiß gestrichenen Wänden verleihen dem gesamten Haus eine spürbare Leichtigkeit, die sein besonderes Flair ausmacht. Der repräsentative Flur sorgt für einen gebührenden Empfang. Hier befinden sich auch das Gästezimmer mit WC und die geradlinige, geschlossene Treppe mit Holz-Trittflächen, die die Geschosse verbindet. Von hier aus führt der Weg zum offenen Wohn-, Ess- und Kochbereich. Breite Panoramafenster durchfluten hier den Innenraum mit Tageslicht und bieten zugleich einen wundervollen Blick in den großzügig angelegten Garten.

Energetisch ist das Haus konsequent durchdacht und konstruiert. Die Ausrichtung der Räume und die großflächige Öffnung des Hauses nach Süden nutzen die Sonneneinstrahlung für passive, solare Wärmegewinne. Das Haus weist mit Maßnahmen wie einer Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Kühlung eine positive Energiebilanz auf. Der Primärenergiebedarf liegt bei nur 49 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter. Ferner ist das ganze Haus dank der KS-Funktionswand von KS-Original von oben bis unten warm eingepackt. Auf das 17,5 cm Kalksandstein-Mauerwerk ließen die Architekten eine 16 cm Kerndämmung und 11,5 cm Verblender aufbringen. Der U-Wert liegt bei 0,20 W/m²K. Die Wärmedämmung umschließt lückenlos das massive Kalksandstein-Mauerwerk und macht die Konstruktion sicher vor Wärmeverlusten. Einen großen Einfluss auf die positive Energiebilanz und auf das Wohlfühlklima im Haus hat die hohe Wärmespeicherfähigkeit der tragenden, massiven Kalksandsteinwände. Die Wände speichern passive Wärme – zum Beispiel die Sonnenenergie. Erst wenn es draußen kälter wird und die Raumtemperaturen sinken, wird die Wärme wieder abgegeben. Durch diesen Effekt ist es im Sommer angenehm kühl – selbst während starker Hitzeperioden – und im Winter sorgen die KS-Wände für eine wohlige Wärme. Es verbreitet sich dieses wunderbare Gefühl von wärmender Geborgenheit und schafft ein angenehmes Raumklima der Behaglichkeit.


Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab Seite 104 in der Ausgabe September/Oktober 2016 mein schönes zuhause°°°