SchwörerHaus: Aus Prinzip besser.

Das 1950 gegründete Familienunternehmen SchwörerHaus im Landkreis Reutlingen hat seinen beiden ersten Bauten 1966 inzwischen über 32.000 Einfamilienhäuser in moderner Holz­bau­wei­se folgen lassen und errichtet derzeit mit sei­­nen gut 1.700 Mitarbeitern je­des Jahr rund 1.000 neue. Die Firmenleitung des erfolgreichen Unternehmens liegt nun seit zehn Jahre in den Händen von Johannes Schwörer, einem Neffen des Firmen­gründers Hans Schwörer.

Der Chef von Deutschlands umsatzstärkstem Fertighaus­unternehmen ist studierter Jurist, Vater dreier Kinder und ein Schwabe, wie er im Buche steht und der deren Ruf in- und au­ßer­halb Deutschlands mehrt: hellwach, stets bereit zu­zuhören und genauer hinzusehen, kritisch und selbstkritisch, unternehmungslustig und risikobewusst. Das Ge­spräch könnte ja Er­kenntnisse bringen, die auch ihn und seine Fir­­ma weiterbringen.

*Befreit von Energiepreissorgen?*

Der schlanke Mann mit dem schmalen Ge­sicht hinter der Brille nimmt sich Zeit, ehe er die Frage beantwortet, weshalb Schwörer­Haus zu Recht in die Cham­pions League der Energiesparer gehöre. Er führt nicht mal die Tatsache ins Feld, dass es eine firmeneigene Ent­wic­klung war, die ab 1983 eine Re­volu­tion im Haus­bau einleitete: die erste Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüf­tung. ­ Die Erfindung, die das Wohnklima verbesserte und den Energie­verbrauch verringerte, wur­de unter dem Namen „Schwörer-Wärme­GewinnTechnik“ zum Begriff. Sie hat lange vor der heutigen Panik wegen der Heiz- und Energiepreise mess­baren Fort­schritt auf einem Gebiet gebracht, das ein ähnliches Kriterium für Hausqualität ge­wor­­den ist wie die Solidität der Statik: die Meisterung der Energetik.

„Ich kenne heute niemanden, der für das gleiche Geld energetisch bessere Einfami­lien­häuser baut als wir“, sagt Johannes Schwö­­­­rer. Ein selbstbewusstes Urteil, das er so durchaus nicht immer getroffen hätte. Er spricht aus eigener Erfahrung. Zum einen ist er selbst Eigentümer eines Schwörer-Hauses. Zum anderen haben die zehn Jahre an der Spitze des auch nach mittelständischen Maßstäben großen Unternehmens sein Ur­teils­­vermögen geprägt. „Respekt hat­te ich anfangs schon, Angst nicht. Wir hatten geordnete Ver­­hältnisse. Zu Beginn war ja der Firmen­gründer noch an meiner Seite. Von meinem Onkel habe ich viel gelernt. Er war ein mutiger, ein risikobereiter, aber auch ein sehr umsichtiger Mann. Er hat mich machen lassen und zugleich in der Bereitschaft zur Selbstkorrektur bestärkt.“

Zum Beispiel?„Eine Zeit lang war ich von der Idee der Holzpellets elektrisiert. Was für eine Chance, wenn man – als großer Holzverarbeiter – die spru­delnden Energiequellen von mor­­­gen so­zusagen im eigenen Hof entdeckt! Sofort ha­be ich auch in mein eigenes Haus eine Holz­pel­lets­heizung eingebaut. Aber diese Technik braucht viel Platz und ist sehr wartungsintensiv. Ich wusste relativ schnell: Wir brauchen da etwas Besseres.“

Solche Mitarbeiterführung hat bei Schwörer ein Binnenklima des Forderns und Förderns geschaffen, in dem es bei Mitarbeitern wie Managern kaum Fluktuation, aber „ein gro­ßes Verbunden­heitsgefühl mit dem Un­ter­neh­men gibt, eine gemeinsame Ent­schlos­senheit, Einfamilienhäuser zu bieten, die ästhetisch, funktional und energetisch erstklassig, aber auch bezahlbar sind“.
Vielleicht liegt es an der Natur dieses Unternehmens oder am Charakter des Chefs oder an beidem, dass es einem Mann wie Jo­han­nes Schwörer alles andere als gleichgültig ist, wem er was verkauft, mit welchen Mit­teln und zu welchen Bedingungen.

*Das Haus mit Zukunft*

Solche Haltung ist Hefe ständiger Produkt­verbesserung. Das „WärmeDi­rekt­Haus“ von Schwö­­rer erfüllt den KfW-40-Standard ohne Rechentricks. Es operiert ohne konventionelle Heizung, dafür mit raumgesteuertem Frischluft-Heiz­system. Das „Wärme­Direkt­Haus“, schlägt der Firmenchef den Zeit­bo­gen, ist die Weiter­entwicklung erwähnten „Wär­me­­Ge­winn­Hauses“ von 1983. Zur technischen Grund­ausstattung gehören die hoch wärmegedämmte Gebäudehülle einschließlich wärmegedämmter Kellerdecke, eine Ther­mo-Solar­anlage oder eine Wär­mepumpe für die Nutzwassererwärmung so­wie das neuartige raumgesteuerte Frisch­luft-Heiz­system. KfW 40 im besten Sinn des Wortes garantiert einen Primärenergieverbrauch von weniger als 40 kWh pro Quadratmeter. Eine vierköpfige Familie mit normalem Wohn­verhalten kommt in einem 150-Qua­drat­­meter-Schwö­rer-Haus mit Heiz- und Strom­kosten von 638 Euro im Jahr bestens aus. Zu heutigen Preisen, versteht sich.

Die Bezahlbarkeit dessen, was die Energetik eines Hauses verbessert, lässt Johannes Schwörer nie aus dem Auge: „Wir müssen energetisch immer besser werden. Aber es hat keinen Sinn, die Leute verrückt zu ma­chen, indem man – in der Branche leider üb­lich – alle drei Monate eine neue Marke­ting-Sau durchs Dorf treibt und Hausbesit­zer mit haltlosen Heils­ver­sprechen irritiert. Ich kann mit zusätzlicher Technik zusätzlichen Wär­me­­ge­winn erzielen, aber das kann schnell 20.000 Euro mehr kosten.“

Ehrlichkeit und Verlässlichkeit der Anbieter­ver­­spre­chen sind der Stoff, aus dem Kunden­ver­trauen besteht. Zwei von drei Aufträgen ge­hen auf Empfehlungen von Kunden zu­rück. Zufriedene Hausbesitzer als Ver­Schwö­rer zu erleben, das hat was.

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