Mobiles Haus am Haken – „Flying Space“ von Schwörer

Vergessen Sie alles, was Sie bisher unter „Hausbau“ verstanden haben. Das neue Musterhaus von Schwörer im Fertighaus Center Mannheim zeigt, dass Sesshaftwerdung – der eigentliche Sinn des eigenen Hauses – ein Akt weniger Stunden sein kann. „Flying Space“ wird mit dem Sattelschlepper angeliefert – und zwar fix und fertig. Morgens rollt es an, mittags kann der Herd angeworfen, nachmittags müssen nur noch die Kisten ausgepackt werden.

Der „Flying Space“-Konzeption von Lohmann Architekten BDA hat SchwörerHaus mittlerweile mehrfach Gestalt gegeben. Als Hobbyraum, Partykeller, Fitnessraum, Büroeinheit, Einliegerwohnung oder Gästetrakt. Die Module lassen sich stapeln oder koppeln, sie finden auch Platz an Hängen oder auf Gebäuden. Sie kommen auf Wunsch komplett mit Sanitärausstattung, Kücheneinrichtung und Beleuchtung. Oder sogar mit integrierten Multifunktionsmöbeln nach Maß aus der SchwörerHaus-Designschreinerei.

Die Mannheimer Version 1.2 mit der modernen Holzlamellenfassade präsentiert sich als eigenständige, unterkellerte Wohneinheit. Ideal für Singles oder ein Paar. Das markante 15-Grad-Pultdach des großen Carports schwingt sich, optimal nach Süden ausgerichtet, bis über das Wohnmodul und stellt Platz für 48 Photovoltaikmodule bereit. Womit neben der Mobilität von „Flying Space“ und seiner temporeichen Errichtung eine nächste bemerkenswerte Qualität genannt wäre: Dieser Bungalow ist der erste mit Energie-Plus-Status. Die Photovoltaikmodule erwirtschaften einen Jahresstromüberschuss von fast 2.800 Kilowattstunden. Damit käme ein Elektroauto immerhin 16.000 Kilometer weit.

Die rund 43 Quadratmeter Wohnfläche werden von der bewährten Schwörer-Haustechnik mit frischer Luft versorgt. Die kontrollierte zentrale Lüftung gewinnt mehr als 80 Prozent der Abluftwärme zurück und gibt sie an die frische Zuluft weiter. Dem wohngesunden Raumklima gesellt sich die positive Ökobilanz des „Flying Space“ hinzu: Eine einzige Tonne Fichtenholz – das bevorzugte Material von SchwörerHaus – entzieht während seines Wachstums bis zu 1,85 Tonnen des Treibhausgases CO2 und speichert es.

Beim Mannheimer Musterhaus summiert sich das auf stattliche 17 Tonnen. Ökologie ist also auch bei diesem Haus untrennbarer Bestandteil der Entwurfsstrategie. Neben der CO2-Bindung minimiert sich dank bester Wärmedämmung der Heizbedarf, der durch die regenerative Stromerzeugung mehr als gedeckt wird, und schließlich bringt der Stromüberschuss ein emissions- freies E-Mobil in die Gänge. Nicht zu vergessen: „Flying Space“ schafft Platz ohne große Eingriffe in die Landschaft. Außer den Punktfundamenten und den Anschlüssen für Wasser, Elektrizität und Medien muss nichts vorbereitet werden.

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