Natürlich schön – Die Vorteile von Holzhäusern

Der Baustoff Holz, den heute überwiegend die Fertighausindustrie für ihre qualitätsbewussten Bauherren nutzt, bietet viele Vorteile: Er ist schön, klimaneutral, langlebig und – selbst in seiner coolsten Form – warm und gemütlich.

Holz ist der Stoff, aus dem die (Einfamilienhaus-)Träume sind. Oder besser: sein sollten. Denn Holz und Holzprodukte schneiden in allen relevanten Baustoffgruppen im Vergleich zu Beton, Kunststoff und Co. einfach besser ab. Das hat das Institut für Baubiologie + Ökologie (IBN) in Neubeuern untersucht. Das IBN hat Kriterien wie Feuchteverhalten, Dampfdiffusion, Schadstoffe, Energiebedarf, Brandverhalten, Schallschutz, Haltbarkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis (um nur einige zu nennen) zugrunde gelegt und Baustoffe mit Noten zwischen 0 (erhebliche Mängel) und 3 (einwandfrei) bedacht. Danach schneidet Holz bei den Roh- und Ausbaustoffen mit 2,6 als Zweiter (nach Lehm) und bei den Dämmstoffen mit 2,4 als Erster (Weichfaser) sowie mit 2,3 als Zweiter (Holzwolle) ab.

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Der Hausbau mit Holz hat – anders als in den USA – bei uns kaum handwerkliche Tradition. Dennoch hat sich in Deutschland und Österreich eine leistungsfähige und technisch sowie ökologisch innovative Fertighausindustrie entwickelt, die auf Holz setzt. Das ist bei der Verknappung fossiler Energiequellen auch sinnvoll und zukunftsweisend. Denn die ausgeklügelten Holzkonstruktionen erreichen im Zusammenspiel mit hochpräziser industrieller Fertigung leicht die immer höheren geforderten Dichtigkeits- und Dämmwerte. So ist es auch kein Problem, den Plusenergiehaus-Standard zu erreichen. Ein solches Hochqualitätshaus versorgt sich mithilfe regenerativer Energien wie Sonne oder Wind selbst mit Strom und produziert davon sogar mehr, als für Wärme, Haushalt oder ein Elektrofahrzeug nötig ist.

Hinzu kommt, dass Holz ein Baustoff mit vorbildlicher Ökobilanz ist. Zur Produktion ist nicht viel nötig außer Sonne und Wasser. Und Holz kann am Ende ohne umweltschädigende Rückstände vollständig verwertet werden. Auch Transportkosten fallen dafür der Statistik nach in Deutschland kaum an: Die durchschnittliche Entfernung vom Wald zum Sägewerk beträgt 55 Kilometer.

Üblich sind in unseren Breiten überwiegend der Holzrahmen- und der Holztafelbau. Beim Rahmenbau wird ein Tragwerk aus vorgefertigten Hölzern beplankt und der dazwischenliegende Hohlraum für die Dämmung genutzt. So werden Wandteile gefertigt. Der Tafelbau ist die für Fertighäuser typischere Bauweise: Dabei werden ganze tragende Wände mit optimierter Dämmung nach Bauherrenwunsch vorproduziert und am Bauplatz innerhalb weniger Tage nur noch montiert.

Echte Liebhaber hat der Blockhausbau, der keineswegs immer gleich als solcher erkennbar zu sein braucht. Dabei bilden entrindete Holzstämme oder bearbeitete Bohlen, die waagerecht übereinandergelegt und über die typische Verkämmung an den Ecken miteinander verbunden werden, die Konstruktion. Die Dämmung funktioniert dabei durch mehrschichtigen Wandaufbau und über Spezialmaßnahmen zur Fugendichtung.

Auch in der Nutzungsdauer stehen Holz- und Fertighäuser massiven Bauten mittlerweile in nichts mehr nach: 100 Jahre und mehr sind bei normaler Pflege heute kein Problem mehr. Viele Fertighaushersteller bauen auch Fenster. Diese erreichen zwar trotz edelgasgefüllter Dreifachverglasungen noch nicht ganz die Dämmwerte der Wände im modernen Holzbau. Sie ermöglichen jedoch bereits selbst bei hohen Dämmanforderungen heute großzügige Glasflächen und damit bei Sonne passive Wärmegewinne.

Auch beim Schallschutz hat der Holzbau gehörig dazugelernt. Sorgt im Massivbau überwiegend die schiere Masse für die Geräuschdämmung, sind es im Holz- und Fertigbau Werkstoffkombinationen und Konstruktionen, die die Schallschutznormen sicher erfüllen. So halten beispielsweise die Mehrschaligkeit bei sorgfältiger Entkopplung der Schalen und die Hohlraumdämmung die störenden Geräusche draußen.

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