Mehrfamilienhaus aus Holz

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Wenn nicht jetzt, wann dann?

Ein Mehrfamilienhaus aus Holz? Warum können wir das, was bei Einfamilienhäusern möglich ist, nicht auch im Wohnungsbau umsetzen, fragten sich zwei Investoren und eine Wohnungsgesellschaft. Die Ergebnisse sehen Sie hier: Mietshäuser in Holzfertigbauweise.

Dass wir unsere Häuser aus nachhaltigen, nachwachsenden Rohstoffen bauen müssen, setzt sich im Einfamilienhausbau immer mehr durch. So stieg bei den Baugenehmigungen der Anteil der aus Holz errichteten Fertighäuser seit 2012 rasant von 15 auf 23 Prozent an. Kurze Bauzeiten, gute Wärmeisolierung und eine hervorragende CO2-Bilanz überzeugen immer mehr Baufamilien. Dennoch setzte sich dieser Trend bei mehrgeschossigen Häusern nicht durch. Hier dominiert noch immer die vermeintlich günstigere Betonbauweise.

Schwoerer Kampa Mehrfamilienhaus Holz Ansicht
Deutlich erkennbar auf dem Dach ist die Photovoltaikanlage für eigenen Strom. (Foto: Schwörerhaus)

Allerdings ändert sich dies langsam, seit neben der Miete die Nebenkosten immer stärker in den Fokus rücken. So sahen es auch zwei Investoren, die sich bei einem viergeschossigen Mietshaus mit insgesamt 98 Wohnungen für die Holzfertigbauweise der Firma Kampa entschieden. Nur die Treppenhäuser und Fahrstuhlschächte sind aus Brandschutzgründen aus Beton errichtet. Alles andere, einschließlich der Geschossdecken, besteht aus einer bestens isolierten Holzkonstruktion im energiesparenden KfW 40 Plus-Standard.

Minimaler Energiebedarf beim Mehrfamilienhaus aus Holz

Damit wird der Energiebedarf dank der perfekt gedämmten Gebäudehülle auf ein Minimum reduziert. Und dank einer großflächigen Photovoltaikanlage samt Batteriespeicher wird genügend Strom produziert, um ein Großteil des Allgemeinstroms des modernen Mehrfamilienhauses aus eigener Kraft abzudecken. Das schlägt sich für die Mieter in barer Münze nieder. Sie können sich über phantastisch niedrige monatliche Nebenkosten freuen. Wegen dieser Vorteile baut Kampa auch schon seit langem seine Einfamilienhäuser nur noch im KfW 40 Plus-Standard.

Schwoerer Kampa Mehrfamilienhaus Holz Bad fertig
Fertig montiert werden die Bäder auf die Baustelle geliefert. (Foto: Schwörerhaus)

Die höheren Kosten für ein Mehrfamilienhaus aus Holz und dessen energieeffiziente Bauweise rechnen sich auch für Investoren. Denn von der Fertigstellung der Kellerdecke bis zur Bezugsfertigkeit dauert es gerade einmal neun Monate. Im Massivbau muss man hier deutlich mehr ansetzen. Das bedeutet, im Fertigbau fließt das eingesetzte Kapital früher zurück und deckt damit einen Teil der Mehrkosten.

Schwoerer Kampa Mehrfamilienhaus aus Holz Mit Geruest
Das viergeschossige Mietshaus mit insgesamt 98 Wohnungen hat Kampa in Holzfertigbauweise erstellt. (Foto: Kampa)

Darüber hinaus kann man trotz nachhaltiger Bauweise und guter Wärmedämmung auch noch an anderer Stelle sparen, wie das zweite Beispiel zeigt. So entschied sich die Wohnungsbaugesellschaft Reutlingen, deren Ziel es ist, möglichst preiswerten Wohnraum von guter Qualität zu schaffen, für drei Mehrfamilienhäuser von Schwörerhaus.

Mix aus Holz und Beton bei der Hybridbauweise

Die Gebäude im KfW 55-Standard wurden in Hybridbauweise Holz-Beton errichtet. Treppenhäuser und Decken sind dabei aus Beton, was das Erfüllen der Brandschutzauflagen erleichtert. Zudem bestehen letztere aus großen, schnell zu montierenden Fertigteilen aus sogenanntem Spannbeton. Damit lässt sich bis zu 30 Prozent Material gegenüber herkömmlicher Bauweise einsparen. Die Wände des Mehrfamilienhauses hingegen sind als gut isolierender Holzbau gefertigt und werden, bereits mit Fenstern und allen Vorbereitungen für Zu- und Ableitungen, auf die Baustelle geliefert.

Kampa Mehrfamilienhaus aus HolzGeschossdecke
Selbst die Geschossdecken wurden vollständig in Holzbauweise gefertigt. (Foto: Kampa)

Hinzu kommt bei Schwörerhaus noch eine Besonderheit. Hier werden sogar die Badezimmer im Werk komplett montiert und ausgestattet, sodass sie als Fertigmodul nur noch in den Rohbau eingesetzt und angeschlossen werden müssen. Das hilft, Fehler bei der Installation zu vermeiden und spart nochmals Zeit.

Win-win-Situation

Die Vorteile beider Häuser sind groß. Das eine ist fast ausschließlich, das andere zu weiten Teilen aus nachwachsenden Rohstoffen erbaut, die zudem große Mengen CO₂ binden. Gleichzeitig werden beide Häuser mit klimaneutralen Wärmepumpen beheizt, deren Energiebedarf in Teilen aus der eigenen Photovoltaikanlage gespeist wird. Und das Ganze zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Warum also noch abwarten? Die Zukunft hat schon längst begonnen!

Weitere Informationen zum Thema “Hybridbauweise” finden Sie direkt bei Schwörerhaus.

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