Welcher Gartentyp sind Sie?

  • article-2459-e65b6e5b5daf

    Welcher Gartentyp sind Sie?

  • article-2459-4b0274896316

    Ein Garten für den Typ "Genießer"

  • article-2459-b479b3a0528d

    Der Plan für den Genießer-Garten

  • article-2459-a6906010d379

    Ein Garten für den Typ "Ästhet"

  • article-2459-14a6bfe56a0b

    Der Plan für den Ästheten-Garten

  • article-2459-df6182c6c44d

    Ein Garten für den Typ "Designer"

  • article-2459-2086eb9a6738

    Der Plan für den Designer-Garten

  • article-2459-8fbaa7a05d52

    Ein Garten für den Typ "Naturmensch"

  • article-2459-9e133a2fea3f

    Der Plan für den Naturmensch-Garten

Der Garten ist von Menschenhand geformte Natur. Am Ende einer Gartengestaltung steht im besten Falle ein grünes Refugium, das die Vorlieben seiner Besitzer widerspiegelt. So weit die Theorie. Doch wie setzt man sie um? Hier eine kleine Hilfestellung, die Ihnen als Wegweiser dienen mag.

Bei der Gestaltung eines Gartens sind zu Formen, Farben, Materialien, Proportionen und Strukturen Entscheidungen zu treffen, die ein stimmiges Ganzes ergeben sollen. Da ist es sinnvoll, sich zunächst klar darüber zu werden, in welche Richtung die Reise stilistisch gehen soll.

Die Gärtner von Eden haben gemeinsam mit einer Psychologin einen Test für Gartenbesitzer entwickelt. Danach gibt es vier Grundtypen: Designfreunde, Ästheten, Genießer und Naturmenschen. Zwar ist in den seltensten Fällen ein Gartenbesitzer eindeutig nur einem dieser Typen zuzuordnen, aber als Orientierungshilfe und Ausgangspunkt für weitere und detailliertere Planungen liefert der Test wertvolle Hinweise.

Natürlich gibt es Materialien wie Naturstein, die zu jedem Gartentyp passen. Doch bei der Wahl der Steinart, der Formensprache und Oberfläche unterscheiden sich die Gartenbesitzer sehr: Großformatige Rechteckplatten mit glatten Oberflächen etwa passen gut in den Garten für den Designfreund oder Ästheten.

Während der Genießer vielleicht eher kleinere Formate und raue Oberflächen bevorzugt und in einem Garten für Naturmenschen zum Beispiel auch Bruchsteinplatten zum Einsatz kommen dürften. Bei aller Theorie ist dieser Gartentypen-Test ganz pragmatisch ausgerichtet – lautet doch die wichtigste Frage: „Gefällt oder gefällt nicht?“

Anhand von Fotos können sich Gartenbesitzer entscheiden, wie sie sich ihren Garten am ehesten vorstellen. Sie sollen sich darüber klar werden, ob sie ihn eher als privates Refugium begreifen, das vor allem der Familie oder engen Freunden offen stehen soll, oder ob es auch um Repräsentation und einen eher extrovertierten Lebensstil geht.

Natürlich entsteht ein Garten nicht im luftleeren Raum und seine Ausgestaltung ist bei Weitem nicht nur abhängig von den ästhetischen Vorlieben seiner Besitzer. Vielmehr muss er sich in ein Umfeld bestehend aus Landschaft, Nachbargrundstücken und vor allem der Architektur des zu ihm gehörigen Hauses möglichst harmonisch einfügen. Zudem spielen Faktoren wie Mikroklima, Nutzungswünsche, Größe, Zuschnitt und Ausrichtung des Grundstücks eine Rolle.

Um zu zeigen, wie der klassische Garten des jeweiligen Besitzertyps aussieht, haben die Gärtner von Eden für ein Mustergrundstück (die schräge Begrenzung markiert in etwa die Nord-Süd-Achse) die vier Mustergärten zeichnen lassen und mit Beispielfotos illustriert.


Der Garten für den Genießer

Eine Rasenfläche lässt das Haus wirken und gibt dem Garten Ruhe. Der Genießer liebt die Vielfalt in Formen und Farben. Opulenz ist also Trumpf, immer wohldosiert, damit jedes Element seine Wir- kung entfalten kann. Wechselnde Perspektiven und Jahreszeiten lassen immer neue Gartenbilder entstehen. Genießer teilen ihren Garten gern und nutzen ihn als großzügig gestalteten Festsaal unter freiem Himmel.


/Steckbrief/

  • Formen: organisch, geschwungen, abwechslungsreich, auch in Anlehnung an historische Vorbilder
  • Farben: bunt, kräftig
  • Materialien: Cortenstahl, Schmiedeeisen, Naturstein, Klinker, Holz, Kopfsteinpflaster
  • Gestaltungselemente: Trockenmauer, Holzdeck, Rosenbogen, Gartenpavillon, Schwimmteich, Wasserspeier
  • Pflanzenauswahl: Blütenstauden, Duftstauden, Kräuter, Gräser, Winterblüher

Der Garten für den Ästheten

Konzentration aufs Wesentliche macht die Gestaltung aus. Der Garten ist auf wenige Elemente reduziert, hat aber viel zu bieten. Der Ästheten-
Garten will seinen Besitzer erfreuen, ihm Rückzug und Genuss bieten. Durch die geschickte Aufteilung in Gartenzimmer, Sichtachsen und
-begrenzungen und eine durchdachte Wegführung präsentiert sich der Garten immer wieder neu. Damit diese Vielfalt der Details und Perspektiven wirken kann, gehören zu einem solchen Garten immer mehrere lauschige Sitzplätze.


/Steckbrief/

  • Formen: architektonisch, geometrisch, klar
  • Farben: dezent, Ton in Ton, Pastell, verschiedene Grüntöne
  • Materialien: Stein, Klinker, Edel- und Cortenstahl, Holz
  • Gestaltungselemente: Wasserbecken/-spiel, Blockstufen, unterschiedliche Oberflächen und Formate, versteckte Sitzplätze, raumbildende Hecken, Kunstwerke
  • Pflanzenauswahl: Pflanzen mit außergewöhnlichen Blatt- und Rindenstrukturen, interessanten Blüten- und Fruchtständen, Formgehölze, Gräser, Wechsel zwischen großblättrigen und filigranen Pflanzen

Der Garten für den Designfreund

Ein formalistisches Wasserbecken beweist Sinn für Ästhetik. Es verstärkt den geradlinigen Charakter des Gartens. Stauden und Gräser unterstreichen diesen Eindruck. Designfreunde gelten als extrovertiert und offen. Sie laden gern in ihren Garten mit hochwertigen Ausstattungsdetails ein. Die Gestaltung verzichtet auf Dekoration. Sie ist offen und ruhig. Farblich betonen rotlaubige Solitäre das Konzept, in dem Grüntöne im Vordergrund stehen. Blühpflanzen kommen selten und dann häufig in Weiß zum Einsatz.


/Steckbrief/

  • Formen: architektonisch geradlinig, klar, geometrisch
  • Farben: Weiß, Kombination verschiedener Grüntöne, Hell-Dunkel-Kontraste
  • Materialien: Beton, Edel-/Cortenstahl, Naturstein, Glas, Kies, Holz
  • Gestaltungselemente: Wasserbecken, Lounge, große Platten, Sitzquader, Stahl als Einfassung
  • Pflanzenauswahl: Immergrüne, Formgehölze, Großbonsais, Gräser

Der Garten für den Naturmenschen

Pflanzen auf sanft geformten Hügeln, die die Raumbildung unterstützen, spielen die Hauptrolle. Die Flächen gehen fließend ineinander über. Ein Quellstein mit Bachlauf setzt einen Akzent. Der Naturfreund bildet gärtnerisch Natur nach. Er bevorzugt einen Schwimmteich, der Insekten und Wassertiere anlockt. Der Naturgarten ist der wildeste Gartentyp, hat aber nichts mit Wildwuchs zu tun. Die Kunst: scheinbare Natürlichkeit, die ganz subtil Strukturen und Räume erkennen lässt. Nur eine ordnende Hand vermag die angelegte Vielfalt zu bewahren.


/Steckbrief/

  • Formen: fließend ineinander übergehend, organisch, abwechslungsreich
  • Farben: vielfältig, von zurückhaltend bis kräftig
  • Materialien: regionaltypisch, Stein, Kleinpflaster, Kies, Findlinge, Klinker, Holz, Mulch
  • Gestaltungselemente: Teich, Staketenzaun, Steinpflaster mit Rasen- oder Sandfugen, Feuerstelle
  • Pflanzenauswahl: regionale Gehölze, Obstbäume, Obststräucher, Blütenstauden
Keine Kommentare vorhanden

Kommentare sind geschlossen.

Skyscraper Baufritz