Für jeden Gartentyp der passende Garten

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    Der Garten ist von Menschenhand geformte Natur, ein grünes Refugium, das die Vorlieben seiner Besitzer widerspiegelt. (Foto: Gärtner von Eden)

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    Gestaltungselemente wie Wasserbecken, Sitzquader und Einfassungen verstärken den geradlinigen Charakter eines Gartens. (Entwurf: Klute Garten- und Landschaftsbau)

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    Der Designergarten ist architektonisch geradlinig und will auch deshalb gut geplant sein. (Foto: Gärtner von Eden)

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    Geschickte Sichtachsen und Wegführungen können besonders ästhetisch wirken. (Entwurf: Klute Garten- und Landschaftsbau)

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    Ästhetik spiegelt sich auch in der Gartengestaltung wider. (Foto: Gärtner von Eden)

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    Der Genießergarten ist abwechslungsreich und spielt mit Materialien, Farben und Formen. (Entwurf: Klute Garten- und Landschaftsbau)

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    Im naturnah gestalteten Garten zählt der Einklang von Natur und Mensch. (Entwurf: Klute Garten- und Landschaftsbau)

Designfreund, Ästhet, Genießer oder Naturmensch?

Welcher Gartentyp sind Sie? Gemeinsam mit einer Psychologin haben die Gärtner von Eden einen Test entwickelt. Danach gibt es vier verschiedene Gartentypen: Designfreunde, Ästheten, Genießer und Naturmenschen. Zwar ist in den seltensten Fällen ein Gartenbesitzer genau ein Gartentyp, aber als Orientierungshilfe und Ausgangspunkt für weitere und detailliertere Planungen liefert der Test wertvolle Hinweise.

Bei der Gestaltung eines Gartens sind sowohl zu Formen, Farben, Materialien, als auch zu Proportionen und Strukturen Entscheidungen zu treffen, die ein stimmiges Ganzes ergeben sollen. Schließlich gibt es Materialien wie Naturstein, die zu jedem Gartentyp passen. Doch bei der Wahl der Steinart, der Formensprache und Oberfläche unterscheiden sich die Gartenbesitzer indes sehr.

Großformatige Rechteckplatten mit glatten Oberflächen etwa passen gut in den Garten für den Designfreund oder Ästheten. Während der Genießer hingegen vielleicht eher kleinere Formate und raue Oberflächen bevorzugt. Und in einem Garten für Naturmenschen zum Beispiel auch Bruchsteinplatten zum Einsatz kommen dürften.

Bei aller Theorie ist dieser Gartentypen-Test allerdings ganz pragmatisch ausgerichtet. Schließlich lautet doch die wichtigste Frage: „Gefällt oder gefällt nicht?“

Anhand von Fotos konnten sich Gartenbesitzer entscheiden, welcher der Gartenstile am besten zu ihnen passt.  Freilich muss sich ein Garten auch in ein Umfeld bestehend aus Landschaft, Nachbargrundstücken und vor allem der Architektur des zu ihm gehörigen Hauses möglichst harmonisch einfügen. Zudem spielen Faktoren wie beispielsweise Mikroklima, Nutzungswünsche, Größe, Zuschnitt und Ausrichtung des Grundstücks eine Rolle.

Der Genießer

Der Genießer liebt die Vielfalt in Formen und Farben. Opulenz ist also Trumpf, immer wohldosiert, damit jedes Element seine Wirkung entfalten kann.

  • Formen: organisch, geschwungen, abwechslungsreich, auch in Anlehnung an historische Vorbilder
  • Farben: bunt, kräftig
  • Materialien: Cortenstahl, Schmiedeeisen, Naturstein, Klinker, Holz, Kopfsteinpflaster
  • Gestaltungselemente: Trockenmauer, Holzdeck, Rosenbogen, Gartenpavillon, Schwimmteich, Wasserspeier
  • Pflanzenauswahl: Blütenstauden, Duftstauden, Kräuter, Gräser, Winterblüher

Gartentyp Ästheten

Konzentration aufs Wesentliche macht die Gestaltung aus. Der Garten ist auf wenige Elemente reduziert, hat aber viel zu bieten. Der Ästheten-Garten will einerseits seinen Besitzer erfreuen, ihm andererseits aber auch Rückzug und Genuss bieten.

  • Formen: architektonisch, geometrisch, klar
  • Farben: dezent, Ton in Ton, Pastell, verschiedene Grüntöne
  • Materialien: Stein, Klinker, Edel- und Cortenstahl, Holz
  • Gestaltungselemente: Wasserbecken/-spiel, Blockstufen, unterschiedliche Oberflächen und Formate, versteckte Sitzplätze, raumbildende Hecken, Kunstwerke
  • Pflanzenauswahl: Pflanzen mit außergewöhnlichen Blatt- und Rindenstrukturen, interessanten Blüten- und Fruchtständen, Formgehölze, Gräser, Wechsel zwischen großblättrigen und filigranen Pflanzen

Gartentyp Designfreund

Designfreunde gelten als extrovertiert und entsprechend offen. Sie laden gern in ihren Garten mit hochwertigen Ausstattungsdetails ein. Die Gestaltung verzichtet indes auf Dekoration. Sie ist offen und ruhig. Farblich betonen rotlaubige Solitäre das Konzept, in dem Grüntöne im Vordergrund stehen. Blühpflanzen kommen selten und wenn, dann häufig in Weiß zum Einsatz.

  • Formen: architektonisch geradlinig, klar, geometrisch
  • Farben: Weiß, Kombination verschiedener Grüntöne, Hell-Dunkel-Kontraste
  • Materialien: Beton, Edel-/Cortenstahl, Naturstein, Glas, Kies, Holz
  • Gestaltungselemente: Wasserbecken, Lounge, große Platten, Sitzquader, Stahl als Einfassung
  • Pflanzenauswahl: Immergrüne, Formgehölze, Großbonsais, Gräser

Gartentyp Naturmensch

Pflanzen auf sanft geformten Hügeln, die wie nebenbei die Raumbildung unterstützen, spielen die Hauptrolle. Mit anderen Worten: Die Flächen gehen fließend ineinander über. Ein Quellstein mit Bachlauf setzt einen Akzent. Der Gartenbau des Naturfreundes ist zumeist eine Nachbildung der Natur.

  • Formen: fließend ineinander übergehend, organisch, abwechslungsreich
  • Farben: vielfältig, von zurückhaltend bis kräftig
  • Materialien: regionaltypisch, Stein, Kleinpflaster, Kies, Findlinge, Klinker, Holz, Mulch
  • Gestaltungselemente: Teich, Staketenzaun, Steinpflaster mit Rasen- oder Sandfugen, Feuerstelle
  • Pflanzenauswahl: regionale Gehölze, Obstbäume, Obststräucher, Blütenstauden