Solarenergie zu Hause nutzen

  • Viessmann_Pumpe_Batterie_Speicher

    Die Wärmepumpe liefert Energie, die Batterie speichert den Überschuss, der Warmwasserspeicher nimmt Energie auf. (Foto: Viessmann)

  • Vaillant_auroTHERM

    Solarthermie-Flachkollektoren werden für die Trinkwassererwärmung genutzt. (Foto: Vaillant)

  • Danhaus-MH-Werder-Detail-PV

    Etwas leistungsschwächere polykristalline PV-Module sind für sonnenreiche Regionen prädestiniert. (Foto: Danhaus)

  • sonnenbatterie_solar_speicher

    Bis zu 80 Prozent Eigenbedarfsdeckung verspricht diese Batterie, die sich vernetzen lässt. (Foto: Sonnen)

  • sonnenCharger_white

    Über einen Charger lassen sich auch E-Autos zu virtuellen Speichern vernetzen. (Foto: Sonnen)

Energie ohne Öl und Gas

Als Bauherr sind Sie in einer komfortablen Lage. Sie können den steigenden Preisen für Energie gelassen entgegensehen. Denn Sie können mit Photovoltaik und Solarthermie Strom und Wärme selbst erzeugen. Und jetzt lässt sich Sonnenstrom sogar auf einem virtuellen Stromkonto speichern – selbst ohne Batterie

So funktioniert Photovoltaik

In Modulen zusammengefasste Solarzellen wandeln Sonnenlicht in Gleichstrom um. Die Größe der benötigten Modulfläche richtet sich nach Strombedarf und Sonneneinstrahlung. Ideal ist die um 35 Grad geneigte Ausrichtung nach Süden. Aber auch zwischen 20 und 60 Grad zapfen Sie die Sonne noch sehr effektiv an.

So geht Solarthermie

Solarthermiekollektoren sammeln die Wärme der Sonnenstrahlen und übertragen diese an eine Trägerflüssigkeit, meist ein Wasser-Glykol-Gemisch. Das wird durch den Kollektor gepumpt und gibt die eingesammelte Wärme über einen Wärmetauscher ab an den Warmwasserspeicher. Der speist entweder nur die Trink- oder die Trink- und Heizwasserleitungen. Sobald die Temperatur im Kollektor die im Speicher übersteigt, springt eine Pumpe an und führt die erhitzte Trägerflüssigkeit durch den Wärmetauscher im Warmwasserspeicher.

Energie speichern

Ohne Speicher kommen uns im Schnitt nicht mehr als 30 Prozent des grün und günstig selbst erzeugten Stroms auch selbst zugute. Denn mittags, wenn die Erträge am üppigsten ausfallen, ist meist niemand zu Hause. Und morgens und abends, wenn die Sonne nicht mehr so freigebig liefert, aber geduscht und gekocht wird, wird die meiste Energie benötigt.

Schon einfache Solarstromspeicher können den Eigenproduktionssanteil des verbrauchten Stroms auf 75 bis 80 Prozent steigern. Ist die Hausbatterie voll, kann weiterer überschüssiger Strom noch mittels Heizstab oder Wärmepumpe in Wärme umgewandelt und die Energie so im Trink- und Heizwasserspeicher eingelagert werden. Diese Art der Speicherung wird übrigens als Power-to-heat bezeichnet.

Strom teilen und mit anderen tauschen

Batterien lassen sich via Internet zu virtuellen Kraftwerken zusammenschließen. Einige Hersteller kombinieren ihre Hardware bereits mit dieser Option. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der preiswert selbst erzeugte Strom, der nicht mehr im Speicher aufgenommen werden kann, steht den anderen Schwarmteilnehmern zu denselben günstigen Konditionen zur Verfügung.

Einen Schritt weiter geht die Stromcloud von E.on. Das ist ein virtuelles Stromkonto, das sogar ohne eigene Batterie genutzt werden kann.

Einen ähnlichen, jedoch an die Technik des Anbieters gekoppelten Service bietet auch die Viessmann Energy Community: Auch sie verspricht 100 Prozent Eigenstromverbrauch und die Deckung des Restbedarfs aus garantiert regenerativer Produktion.

All das mag vielleicht kompliziert klingen. Aber in der Regel erledigt in einem Plusenergiehaus die Smart-Home-Steuerung alle technischen Details. Daher sollten Sie auf Systemoffenheit oder Kompatibilität Ihrer Systeme und Komponenten achten. Photovoltaik, Batterie und Wärmepumpe sind ein gutes Gespann zur drastischen und nachhaltigen Senkung der Heizkosten. Idealer Partner zur Wärmeverteilung ist dabei die Flächenheizung mit ihren niedrigen Vorlauftemperaturen.

Lesen Sie mehr zum Thema in "mein schönes zuhause°°°"
Keine Kommentare vorhanden

Kommentare sind geschlossen.