So finden Sie das richtige Baugrundstück

Die Finanzierung

Wichtig ist es zunächst, überhaupt seinen finanziellen Spielraum zu kennen. Beispiel: Wer über ein Eigenkapital von 80.000 Euro verfügt, hat für sein Bauvorhaben ein Volumen von circa 400.000 Euro zur Verfügung, wenn man davon ausgeht, dass die Eigenmittel mindestens 20 Prozent betragen sollten. Rechnet man für das Haus mit Kosten von zum Beispiel 320.000 Euro, bleiben für das Grundstück noch 80.000 Euro. Kostet dieses jedoch 100.000 Euro, bleibt entsprechend weniger Spielraum fürs Haus. Vorsicht: Die sogenannten „Nebenkosten“ können ordentlich ins Geld gehen und dürfen auf keinen Fall außer Acht gelassen werden.

Die Bauvoranfrage

Im örtlichen Bebauungsplan erfährt man, welche bauliche Nutzung zulässig ist, wie groß das Haus werden darf, welche Dachformen erlaubt sind, welche Abstandsflächen eingehalten werden müssen und wie es um die örtlichen Verkehrsflächen bestellt ist. Besteht kein gültiger Bebauungsplan, dann gilt § 34 des Baugesetzbuches, wonach ein neues Haus sich in die Umgebung „einfügen“ muss. So oder so rät das Immobilienportal Immobilienscout24 dringend zu einer Bauvoranfrage. „Wird sie rechtzeitig vor dem Kauf gestellt, kann sie die Kaufentscheidung und auch den Kaufpreis entscheidend beeinflussen.“ Als Antwort auf die Anfrage erhält der Bauherr einen Bauvorbescheid, er gibt annähernd Gewissheit, dass „die Behörde in aller Regel auch in der letztendlichen Baugenehmigung nicht anders entscheiden“ wird.

Die Lage des Grundstücks

Für den Grundstücks-Check empfiehlt es sich, den Bauplatz zu verschiedenen Tageszeiten zu besuchen; mindestens einmal auch an einem Schlechtwettertag. So bekommt man einen gründlichen Eindruck von Stimmungen und Lärmbelastungen. Noch wichtiger ist aber, sich mit der eigenen Zukunft zu befassen: In jungen Jahren gilt das Leben in der Stadt als hip, der Arbeitsplatz ist nah, es locken kurze Wege zu Kita, Kneipe und Kultur. Aber was wird im Alter wichtig sein? Vielleicht doch eher mehr Natur und Ruhe? Nach Jahren des Stadt-Booms kehrt sich der Trend gerade um: Immer mehr Familien ziehen raus in die Vorstadt oder aufs Land.

Der Bebauungsplan

Was an welcher Stelle gebaut werden darf, entscheidet die jeweilige Gemeinde. Für neue Baugebiete gibt es in der Regel einen Bebauungsplan, der meist zahlreiche und sehr detaillierte Auflistungen enthält, die zwingend beachtet werden müssen. Der Bebauungsplan besteht in der Regel aus einem zeichnerischen Teil (Planteil) und der erforderlichen Zeichenerklärung (Legende) sowie einem schriftlichen Textteil, in dem die einzelnen Festsetzungen des Planteils erläutert werden. Als Plangrundlage dient die Liegenschaftskarte, aus denen die örtlichen Gegebenheiten des Plangebietes wie Böschungen und Höhenlinien abzulesen sind. Sie enthält zudem die Flurstücke mit ihren Grenzen und Bezeichnungen, vorhandene bauliche Anlagen, Straßen, Wege und Plätze…

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Ausgabe Mai/Juni von "mein schönes zuhause°°°"
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