Poolheizung selber bauen

Poolheizung selber bauen

Ein eigener Pool im Garten, davon träumt fast jeder Eigenheimbesitzers. Viele Deutsche verwirklichen sich inzwischen diesen Traum. Später sind sie dann enttäuscht darüber, wie schnell auch im Sommer nach heißen Tagen das Wasser im Pool wieder herunterkühlt und zu kalt für einen ausgiebigen Badespaß ist.

Wechselhaftes Wetter und kühle Temperaturen in der Nacht stehen dem Badevergnügen im Weg. Was angesichts der großen Menge an eingefülltem Wasser und der Vorfreude auf das Baden im Pool sehr schade ist.

Eine Poolheizung hingegen erwärmt das Wasser auf angenehme Badetemperaturen.
Aber eine professionelle Poolheizung, beispielsweise eine Pool-Wärmepumpe, kostet relativ viel. Sie lohnt sich allerdings für einen fest im Garten verbauten Pool.

Wer diese große Anschaffung scheut oder gern bastelt, baut als Heimwerker seine Poolheizung selbst. Wir erklären, wie das in einfachen Schritten gelingt und was Sie dafür benötigen.

Poolheizung mit Sonnenkraft selber bauen

Sie brauchen als erstes einen sogenannten Solarabsorber, also ein schwarzes Schlauchsystem, durch das das Wasser vom und auch wieder in den Pool fließt. Als Solarabsorber eignen sich entweder ein alter Solarkollektor, einfach ein 16 mm PE-Schlauch von circa 50 m Länge oder ein schwarzes Verlegerohr.

Wenn ein alter Solarkollektor verwendet wird, sollte man am besten die Glasabdeckung entfernen, ansonsten kann das Wasser zu stark erhitzt werden. Das Praktische am Sonnenkollektor ist die Handlichkeit. Sie können diesen beispielsweise auf einer Schubkarre drehen und in Richtung Sonne ausrichten. Wenn man einen schwarzen PE-Schlauch oder Rohre verwendet, kann man diese beispielsweise auf dem Dach seines Gartenhäuschens befestigen.

Eine komplizierte Steuerung ist für dieses System nicht nötig. Sie benötigen lediglich Gartenschläuche für das Zu- und Abführen des Poolwassers, passende Adapter sowie eine Gartenpumpe oder eine Umwälzpumpe für den nötigen Vortrieb. Eigentlich sind Gartenpumpen nicht für den dauerhaften Betrieb in Teichen oder für Wasserspiele vorgesehen. Sie funktionieren aber im Kreislauf einer kleinen, selbst gebauten Pool-Solarheizung einwandfrei.

Das Wasser wird durch die Pumpe angesaugt und fließt durch den Gartenschlauch in den Solarabsorber. Von der Sonnenenergie erwärmt, fließt es von dort wieder durch einen Gartenschlauch zurück in den Pool.

Wenn Sie zum Beispiel ein Verlegerohr von Gardena benutzen, können Sie zusätzlich einen passenden Vorfilter verwenden, um das Rohrsystem vor Schmutz und Überdruck zu schützen. Der übliche Gartenschlauchaufsatz passt hier. Es müssen also keine extra Komponenten gekauft werden.

Was zu beachten ist

Am besten funktioniert die selbst gebaute Poolheizung, wenn das Wasser vom Grund des Pools, wo es am kältesten ist, gefördert wird. Vor Inbetriebnahme des Systems muss dieses erst vollständig mit Wasser befüllt werden. Dann erst kann man die Umwälzpumpe einschalten. Je nach Wasservolumen des Pools und Kapazität des Solarabsorbers kann man das Poolwasser um ungefähr vier Grad Celsius erwärmen.

Der Durchfluss bei einer selbst gebauten Poolheizung ist eher gering. Daher dauert es daher einige Zeit, bis man die Erwärmung des Wassers im Pool spürt. Aber nach einem durchschnittlichen Sonnentag gelingt durchaus die Erwärmung des Poolwassers um etwa vier Grad. Ein fühlbarer Unterschied.

Auch für geübte Heimwerker ist beim Bau einer Poolheizung aber immer Vorsicht geboten. Weil Strom die Pumpe antreibt und viel Wasser in der Umgebung ist, gibt es Vorgaben zu Schutzklassen und Entfernungen zwischen den Komponenten, die unbedingt einzuhalten sind. Lassen Sie sich hierzu am besten beim Kauf der Einzelteile in einem Baumarkt oder Elektrofachhandel beraten. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, die zu- und abführenden Schlauchverbindungen während des Badens aus dem Pool herauszunehmen und die selbst gebaute Poolheizung nicht gleichzeitig zu betreiben.

Die wichtigsten Hinweise zum Solarabsorber

Wer den Solarabsorber für seine Poolheizung nicht selbst basteln möchte, kann auch auf einen im Handel für diesen Zweck erhältlichen Solarabsorber zurückgreifen. Für unsichere Heimwerker empfiehlt sich der Kauf, da diese üblicherweise auch mit einfach verständlichen Anleitungen geliefert werden. Mitgeliefert werden ebenfalls die meisten für die Montage notwendigen Bauteile. Die richtige Größe des Solarabsorbers hängt von der Größe des Pools ab. Je mehr Wasservolumen der zu beheizende Pool hat, desto größer muss auch der Solarabsorber sein.

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