Blütenstände im Herbst – Indian Summer

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    Foto: © fovito - Fotolia.com

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    Blütenstände im Indian Summer – Silberkerze (Foto: PdM)

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    Blütenstände im Indian Summer – Funkie (Foto: PdM)

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    Blütenstände im Indian Summer – Geflügeltes Pfaffenhütchen (Foto: PdM)

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    Blütenstände im Indian Summer – Vogelbeere (Foto: PdM)

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    Blütenstände im Indian Summer – Herbstanemone (Foto: PdM)

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    Blütenstände im Indian Summer – Ginkgo (Foto: PdM)

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    Blütenstände im Indian Summer – Ahorn (Foto: PdM)

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    Blütenstände im Indian Summer – Federbuschstrauch (Foto: PdM)

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    Blütenstände im Indian Summer – Fette Henne (Foto: PdM)

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    Blütenstände im Indian Summer – Ziergräser (Foto: PdM)

Beim Farbfeuerwerk des Herbstes handelt es sich nicht allein ums Verwelken, sondern um das Da capo der Natur. Hier einige der Starsolisten.

Ursprünglich bezeichnet "Indian Summer" das Zusammenspiel von warmer herbstlicher Witterung und dem raschen, kräftigen Verfärben der Blätter von Laubbäumen – in Nordamerika. Doch auch hierzulande ist im späten Sommer und frühen Herbst ein ganz ähnliches Phänomen zu beobachten. Wir haben zusammengestellt, welche Pflanzen Deutschland im Herbst in besonderes Licht tauchen.


Silberkerze

Eine majestätisch-schöne Staude, die beeindruckende 150 bis 180 Zentimeter hoch werden kann. Ihre langstieligen weißen, creme- oder rosafarbenen Blütenkerzen zeigen sich sehr spät im Jahr – von September bis Oktober – auf der Gartenbühne. Das dreiteilig gefiederte Laub ist dunkel purpurfarben. Die Silberkerze mag besonders einen halbschattigen Standort und humosen Boden.


Funkie/Herzblattlilie

Sie gehört zu den ausdauernden, krautigen Pflanzen, die bevorzugt an schattigen Plätzen gedeihen. Als üppige Blattschmuckstaude mit dichtem Blütenstand in unterschiedlichen Größen und Farben macht die Funkie auch in Gefäßen, an halb schattigen Terrassen oder auf Balkonen eine vorzügliche Figur. Im Schattenbeet schätzt sie die Gesellschaft von Glockenblume und Fingerhut. Die Staude darf zu kalten Zeiten draußen bleiben, sie ist winterhart.


Geflügeltes Pfaffenhühnchen

Es ist auch als Spindelstrauch bekannt. Eindeutiges Erkennungsmerkmal: Im Winter trägt der Strauch keine Blätter, sondern markante Korkleisten. Zuvor, im Herbst, bietet er die ganze breite Farbpalette. Die Blätter tragen dann leuchtendes Karmin- bis Lilarot. Die Früchte im abstehenden Fruchtstand reifen von September bis Oktober purpurrosa bis karminrot und öffnen sich mit vier Klappen. Das Pfaffenhütchen wird etwa zwei bis drei Meter hoch. Wer wenig Platz hat und auf diesen interessanten Strauch nicht verzichten möchte, sollte die kleinere Sorte ‚Compactus‘ wählen.


Vogelbeere/Eberesche

Sie verschönert schattige Orte mit dem bis dato fehlenden Farbklecks. Ob Moor- oder Gebirgsstandort ist ihr relativ egal, sie akzeptiert alles. In Gärten sowie Parks ist die Vogelbeere das klassische Zier- und Vogelschutzgehölz. Der zierliche Baum mit der ovalen oder runden Baumkrone blüht erstmals mit fünf, sechs Jahren und erreicht eine stattliche Höhe von etwa 15 Metern. Vögel, ganz besonders Rotdrossel und Seidenschwanz, aber auch Rotfuchs und Dachs schätzen die orangeroten, manchmal auch rosa bis grünweißen Beeren als Herbstfutter. Sie scheiden die Samen unverdaut aus, was die Verbreitung des Baums begünstigt.


Herbstanemone

Zierliche Üppigkeit auf vielen Blickebenen. Ab August steuern die Anemonen ihre Farbenpracht im Garten bei, späte Sorten sogar bis in den Oktober hinein. Die weißen, rosa oder roten Blüten thronen auf feinen, verzweigten Stängeln, die bis zu 1 Meter lang werden können und sich mit ihren dünnen Blütenblättern schon im leichtesten Windhauch elegant, aber stabil in den Hüften wiegen.


Ginkgo

Der Ginkgo wechselt im Herbst vom frischen Sommergrün in ein leuchtendes Goldgelb. Dieser Fächerblattbaum gilt als lebendes Fossil, denn er existierte schon vor 100 Millionen Jahren – vor den ersten Laubbäumen. Vegetarisch orientierte Dinosaurier schätzten garantiert seine Lebenskraft spendenden Blätter und Zweige. Die Eiszeit überlebte er in China. Er ist außerordentlich robust und widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Luftverschmutzungen. So war nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima 1945 ein Ginkgo der erste Baum, der inmitten der zerstörten Stadt wieder austrieb.


Ahorn

Japanische Ahorne sind die elegantesten Tänzer unter den Ahornen. Sehr stark geschlitzte Blätter in Farbnuancen von Hellgrün bis zu feurigen Rottönen befördern ihre Exotik. Im Herbst changieren sie von leuchtendem Goldgelb über kräftiges Orange bis hin zu dunklem Rot. Das Angebot Japanischer Ahorne ist riesig, es müsste sich also für jede Gartengröße, für jeden gewünschten Effekt und jede Wuchshöhe der passende Akteur finden. Selbst in sehr kleinen Gärten, auf Terrassen oder mobil in Pflanzgefäßen lässt er sich als Naturskulptur inszenieren.


Federbuschstrauch

Im Sommer trägt er Hell- bis Mittelgrün, im Herbst dann Karminrot bis Gelborange. Der Federbuschstrauch gehört zu den langsam wachsenden Vertretern. Seine ährenförmigen Blüten duften zur Sommerzeit herrlich. Der Strauch wächst recht kompakt, bei etwa zwei Metern ist Schluss. Er bevorzugt Halbschatten und fordert humusreiche, kalkfreie Böden.


Fette Henne

Die pflegeleichte Staude fühlt sich in Beeten, Gefäßen und sogar auf begrünten Dächern wohl. Die Farben der kleinen üppigen Blüten reichen von Weiß über Gelb und Rosa bis hin zu kräftigem Rot. Die Blütezeit variiert, bei manchen Sorten reicht sie bis in den Oktober. Ihren Namen verdankt die Staude ihren dickfleischigen Blättern, in denen sie Wasser speichern kann.


Ziergräser

Selbst im getrockneten Zustand werden sie durch Tautropfen, Schnee oder Raureif zu schönem Zierrat im Garten. Jedes Lüftchen bringt die Gräser in Bewegung, ihre silbrigen Blüten leuchten besonders im Gegenlicht. Auch bei imposanter Wuchshöhe strahlen sie Leichtigkeit aus und lassen Durchblicke zu. Gräser bitte erst im Frühling zurückschneiden, da sie kleinen Tieren in der kalten Jahreszeit als Unterschlupf und Nahrungsquelle dienen.

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