Wie wohnt es sich unter welchem Dach?

Foto: Velux

Die Dachform bestimmt den Charakter des Hauses – innen wie außen. Wir beleuchten die wohnlichen Besonderheiten, die sich daraus ergeben.

Dunkle, unausgebaute und ungedämmte Spitzböden fristen oft ihr Schattendasein als Wohnreserve für typische familiäre Veränderungen oder dienen praktischerweise als Kellerersatz. Der Ausbau findet jedoch spätestens dann statt, wenn für die größeren Kinder, den Home-Office-Arbeitsplatz oder die Gäste ein weiteres Zimmer benötigt wird. Geschmackvoll in Szene gesetzt, zählen Dachgeschoss-Wohnungen zu den teuersten, begehrtesten und schönsten Wohnobjekten mit eigenem Charme. Nicht umsonst sind alte Scheunen gesuchte Kaufobjekte, in denen sich die Wohnfläche durch den Ausbau des Dachgeschosses quasi verdoppeln lässt. Und die Hausbauer? Für sie ist das Dach und vor allem seine Form heute nicht nur ein äußerlicher Charakterzug, sondern immer mehr ein integraler Bestandteil des architektonischen Wohnkonzeptes geworden: Lichtschächte, Galerien und freier Blick bis zum First geben Häusern ihre individuelle Note. Solche bis unters Dach offene Räume wirken großzügig und tragen entscheidend zur Erhöhung des Wohnkomforts bei.

Wichtiger Zusatzeffekt: Nirgendwo sonst kann so viel natürliches Licht ins Haus gelangen wie durch Dachfenster. Der Lichtplaner Prof. Peter Andres empfiehlt als Faustformel eine Fensterfläche von drei Quadratmetern bei einem Raum von 20 Quadratmetern Grundfläche. „Eine höhere Lichtmenge, mehr Luftzufuhr sowie besserer Sichtkontakt zur Umwelt wirken sowohl psychisch als auch physiologisch positiv auf die Bewohner. Tageslicht, Gesundheit und Lebensfreude sind unzertrennlich miteinander verbunden“, so Andres. Die Wahl einer Dachform eröffnet immer auch eigene Fenster- und Licht-Konzepte für den darunter liegenden Raum. Am schönsten jedoch ist: Jede Dachform hat ihren eigenen ästhetischen Charakter und verleiht dem darunterliegende Raum Eigenschaften, die man oftmals weder als Vor- noch Nachteil ansehen kann; sie sind schlicht Geschmackssache.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab Seite 32 in der Ausgabe Januar/Februar 2016 mein schönes zuhause°°°


Frank Siebold

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