Die Hausbauer – Sonnleitner

Fotos: Sonnleitner

Das Unternehmen Sonnleitner plant und baut moderne, ökologische Holzhäuser – und richtet sie auf Wunsch mit individuellen Einbauten einzugsfertig ein

Wie kaum ein zweites Unternehmen, versteht Sonnleitner etwas von Holz. Nach Ansicht der niederbayrischen Hausbauer, deren Firmensitz zwanzig Autominuten von Passau entfernt liegt, wird allein dieser Baustoff allen zeitgemäßen ökologischen Anforderungen gerecht. Wälder sind CO2-Speicher. Der Rohstoff, den sie liefern, wächst in großen Mengen nach und weist, wie die Experten sagen, ein hervorragendes Verhältnis von Eigengewicht zur Tragfähigkeit auf. Für Sonnleitner beginnt konsequent umweltbewusstes Handeln bereits im Wald. Der Haushersteller verwendet ausschließlich heimische Hölzer wie etwa Fichte oder Lärche. Das Unternehmen unterstützt die umliegende Forstwirtschaft und hält die Wege zwischen Wald und Werk kurz. In bewährter Tradition schlägt man das Holz im Winter, was die Trocknungsphase begünstigt. Die Holzkenner wissen: Aufgrund der Eigenschaft von Holz, sich der Umgebungsfeuchte anzupassen, muss es vor dem Verbauen in einen Trockenzustand versetzt werden, der möglichst genau dem Klima entspricht, dem es später ausgesetzt sein wird. Rund ein Jahr werden die sägerauen Massivholzbohlen bei Sonnleitner im Freien gelagert und so schonend vorgetrocknet. Anschließend werden sie einem weiteren, technischen Trocknungsprozess unterzogen. Nur so ist das Holz uneingeschränkt für den Ingenieurholzbau geeignet.


Sonnleitner baut rund 80 Häuser und Gewerbebauten pro Jahr. „Unsere Firmengröße ist für Bauherren perfekt“, sagt Gotthard Sonnleitner. „Wir sind groß genug für eigene Lösungen sowie hochtechnische Fertigungen und klein genug, um eine echte persönliche Beziehung zum Kunden aufbauen zu können.“ Der Geschäftsführer leitet ein Familienunternehmen: Was vor knapp 100 Jahren von Josef Bauer, dem Urgroßvater des heutigen Geschäftsführers als Sägemühle im niederbayerischen Ortenburg gegründet wurde, ist heute ein etablierter Ökohaushersteller. Langsam und stetig gewachsen auf mittlerweile 100 Mitarbeiter. Bis in die 1970er Jahre baute Sonnleitner Gartenhäuser, entwickelte dann ein eigenes, bereits doppelwandiges, energiesparendes Wandsystem, mit dem ab 1970 das erste Holzhaus gefertigt werden konnte. Die wetterunabhängige Vorfertigung in den Hallen garantiert den Bauherren ein Höchstmaß an Qualität und Präzision, güteüberwacht durch Werks- und Fremdmonitoring (TÜV, RAL-Gütesiegel, BMF, QDF, ÖFV, ÖQA uvm.). Computergesteuerte Systeme liefern präzise Bauteile, Produktionsprozesse werden ständig analysiert und optimiert. Die Montage eines Sonnleitner-Hauses auf der Baustelle erfolgt in wenigen Tagen mit eigenen Monteuren. Der Innenausbau mit eigenen Schreinern und Malern und die Haustechnik wird gleich mitgeliefert, so dass ein Einfamilienhaus in weniger als drei Monaten bezugsfertig ist. Das Unternehmen konnte bisher rund 3.000 Holzhäuser realisieren.



Bei dem Wandsystem Twinligna handelt sich um eine doppelwandige Blockbohlenkonstruktion. Der Abschluß erfolgt beidseitig mit Massivholz. Im Gegensatz dazu wird die Klimawand Monoligna, dahinter steckt ein mäanderförmig gefräster Massivholzkern, mit einem mineralischen Außenputz versehen. Entwickelt wurde dieser Wandaufbau für verputzte Holzhausfassaden. Das Holz, das in beiden Wänden verarbeitet wird, sorgt mit seiner Pufferfähigkeit für ein optimales und wohngesundes Raumklima sowie für einen sommerlichen Hitze- und einen winterlichen Kälteschutz mit sehr guten Schalldämmwerten. Neben der Gebäudehülle gehört für Sonnleitner auch ein vernünftiger Energieverbrauch zum ökologischen Gesamtkonzept. Deshalb hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Architekten, Ingenieuren, Handwerkern und Wissenschaftlern den sogenannten „Fünf-Komponenten-Vorschlag“ konzipiert. Er erlaubt, mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien

den gesamten Wärmebedarf eines Holzhauses abzudecken. Dafür sind die folgenden Komponenten erforderlich: Ein Sonnleitner-Haus, ein(e) Kachelofen/Holzheizung mit Heizkessel, Sonnenkollektoren, ein Speichersystem und eine Wandstrahlheizung.


Made in Germany

Und noch ein Pluspunkt: Ausschließlicher Produktionsort für Häuser, Fenster, Wintergärten und das Mobiliar ist der Firmensitz in Ortenburg. Hier finden Bauherren neben dem Referenzhauspark auch das Kundenzentrum „Holzhausbau“ mit 1.800 Quadratmetern Ausstellungsfläche für die Bemusterung.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab Seite 52 in der Ausgabe November/Dezember 2015 mein schönes zuhause°°°


Melina Rost

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