Maßgeschneiderte Stromtarifmodelle

Trotz Energiespar-Trend und hocheffizienter Ausstattung im Haus geht es ganz ohne Strom dann doch (noch) nicht. Doch seit der Liberalisierung des Strommarktes vor nunmehr über 10 Jahren ist die Wahl des richtigen Stromanbieters mehr geworden als nur eine Geschmackssache.

Die Preisunterschiede sind teils enorm, bis zu 300 Euro Differenz liegen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter, wenn man von einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt ausgeht. Es gilt aber, das richtige Tarifmodell zu finden, um die höchste Kostenersparnis mitnehmen zu können.


Was darf es sein?


Wer den optimalen Tarif für sich finden möchte, der sollte seinen Verbrauch ermitteln, z.B. anhand der letzten Jahresabrechnung. Dann einfach, etwa beim Tarifvergleich steckdose.de, die besten Tarife erfragen. Denn hier kann man schon vorab das richtige Modell wählen. Denn die Stromrechner erlauben per Häkchen in der richtigen Box nur maßgeschneiderte Lösungen in der Liste angezeigt zu bekommen, sodass man sich nicht unnötig durch eine lange Liste an Angeboten wählen muss, die sowieso nicht in Frage kommen.


Was man auswählen sollte und was nicht, hängt von den eigenen finanziellen Gegebenheiten ab, von der Lebenssituation und davon, was man an Wünschen und Ansprüchen an seinen zukünftigen Stromanbieter hat. Neben dem günstigsten Preis gibt es nämlich noch zahlreiche andere Kriterien zur Auswahl des richtigen Tarifmodells.


Die Gewissensfrage


Eine Entscheidung, die man treffen sollte, ist die, ob man sich für einen Ökostromtarif entscheidet. De facto unterscheidet sich Ökostrom natürlich nicht von herkömmlichem Strom, was den Gebrauch betrifft, doch seine Gewinnung geschieht auf nachhaltige und damit umweltschonende Weise. Auch hier kann man ein entsprechendes Häkchen beim Stromrechner machen. Dabei sollte man allerdings wissen, dass Ökostrom nicht gleich Ökostrom ist - wer Strom möchte, der tatsächlich nur aus Wind-, Wasser- und Sonnenkraft stammt, der sollte auf die entsprechenden Gütesiegel vom TÜV oder auch von Greenpeace achten. Besondere Auszeichnungen erhalten Stromanbieter, die außerdem noch in den Ausbau der regenerativen Energiegewinnung investieren und damit aktiv zur Energiewende beitragen. Ob man ebenfalls mit seiner Stromanbieterwahl dazu beiträgt, ist eine Gewissensentscheidung.


Durch Vorauszahlung sparen


Zurück zum Sparen! Ein niedriger Verbrauch ist der beste Garant für eine niedrige Rechnung, aber bei der Wahl des Tarifmodells ist die Frage "Vorauszahlung oder Abschlagszahlung?" zentral für die Kosten. Viele Anbieter gewähren großzügige Rabatte, wenn man den Abschlag jährlich und im Voraus bezahlt. Der Verbraucher genießt dadurch außerdem eine Strompreisgarantie für das folgende Jahr. Dieses Modell eignet sich allerdings nur, wenn man ausreichend solvent ist, denn wer die Summe nicht flüssig hat, würde durch Zins und Zinseszins am Ende nur mehr bezahlen als bei der monatlichen Abschlaglösung. Einmalige Startboni von bis zu 300 Euro machen die Vorauszahlungstarife allerdings schon wieder schmackhaft und die Summe des ersten Abschlags wiederum etwas kleiner.


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