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Repräsentativ: die Traumvilla im Bauforum Rheinau-Linx von WeberHaus. 350 Quadratmeter Wohnfläche. Ausreichend Platz für ein ausschweifendes Weihnachtsfest.

Weihnachten – coming soon!



Schon mal vorab: Diesmal seid ihr gefragt!

Die Weihnachtsmarktsaison beginnt genau heute, zumindest in Berlin: Gendarmenmarkt, Schloss Charlottenburg, Gedächtniskirche, Rotes Rathaus und Co. Sie alle überschütten uns die nächsten Wochen mit Schokobananen, Rostbratwürsten als Meterware und vielen Dingen, die der Mensch nicht braucht, aber trotzdem kauft.

Frage ich Freunde oder Kollegen: Nein, niemand ist bislang in vorweihnachtlicher Stimmung, aber dennoch gibt’s erste Verabredungen für den Glühweinstand.

Weihnachtsatmosphäre ist absolut meins, auch ohne Schnee. Ja klar, mit Schnee wäre es schöner. In meinen Kindertagen gab es den definitiv noch häufiger bei uns in der Großstadt. Damals war eben alles besser.

Gerne erinnere ich mich an unseren Christbaumkauf zurück. Ein großes Erlebnis. Letztlich war das Bäumchen immer zu groß. Es gab dann zuhause unsere berühmten Sägearbeiten (mit Fluchen und Schweißperlen auf der Stirn), um es wohnungsgerecht zu stutzen und dann durften wir Kinder schmücken. Mit ganz viel Goldlametta, bunten Kugeln und Holzfiguren.

Jedes Jahr kam der Weihnachtsmann (sooo aufregend!) und verteilte die Geschenke – nach dem Essen. Da gab es Pute mit Rotkohl und Kartoffeln und als Nachtisch Obstsalat. Den hatte ich mir gewünscht. Keine Ahnung warum ausgerechnet zu Weihnachten.

Weihnachtsdeko im Musterhaus
Funktionalität und Design auf einer Ebene: frei geplanter Hausentwurf von dem Wohnkonzept WeberHaus ebenLeben. Das Musterhaus (inklusive weihnachtlicher Tischdeko) kann in der World of Living besichtigt werden.

Ein Heiliger Abend war sehr actionreich. Wir hatten einen schwarzen Kater in Pflege. Der machte sich eigentlich kaum bemerkbar, allerdings schien für ihn Weihnachten auch ein ganz besonderer Tag zu sein. Gerade als der Weihnachtsmann unsere kleine Runde verlassen hatte, wurde das Tier aktiv und besprang den gut geschmückten Baum. Immer und immer wieder. Unstoppbar! Bis er sein Ziel erreicht hatte: Der Baum stürzte um und riss dabei noch eine Lieblingsvase meiner Mutter mit ins Verderben. Chaos. Wir Kinder fanden das lustig.

Spät abends fuhren wir meine Omi nachhause und machten dabei stets einen Abstecher über den illuminierten Kurfürstendamm. Auf der Rückfahrt schliefen mein Bruder und ich meist schon. Stille Nacht.

Damals wie heute: Ich liebe Weihnachten und die Zeit davor, auch wenn es leider meist viel zu stressig ist, sie zu genießen. Aber jetzt mit meiner Tochter (es wird ihr zweites Fest) erlebt man diese Zeit noch einmal ganz anders und besonders intensiv. Ich freue mich drauf! Ich bin bereit für Lebkuchen und Kerzenschein.

Erzählt mir euer schönstes Weihnachtserlebnis

Lustig, besinnlich, chaotisch, romantisch? Ich bin gespannt auf eure Geschichten!

Die schönste Geschichte – also meine Lieblingsgeschichte – werde ich auf Instagram posten und dir als Dankeschön für die Zeilen ein kleines Weihnachtsgeschenk zusenden. Lass dich überraschen.

Schreibt mir eure Geschichte bis zum 6. Dezember 2019 in den Kommentaren oder schickt eine Mail an: info@biz-verlag.de, Betreff: Weihnachtsgeschichte.

Habt eine schöne und stressfreie Zeit,
eure Melina

1 Kommentar
  1. Liebe Melina,

    was für eine tolle Idee mit den Weihnachtsgeschichten…ich habe ja lange überlegt: Rührend, lustig oder nachdenklich? Letztlich habe ich mich dann für die peinlichste (Vor-) Weihnachtsgeschichte meines Lebens entschieden.
    Die begann in der 8. Klasse schon direkt nach den Sommerferien. Eine neue Deutschlehrerin! Und was für eine! Humorvoll, unkonventionell, engagiert…und mit einer Traumfigur gesegnet. Mit zwei Worten: einfach perfekt (damals dachte ich noch, das wäre etwas positives :-)). Kein Wunder, dass die Jungs in unserer Klasse mit einmal alle Deutsch als Lieblingsfach angaben…und die Rasierwasserkonzentration in der Luft kurz vor jeder Deutschstunde empfindlich anstieg.
    Aber: Die wenigsten hatten eine Ahnung davon, dass mein bester Freund und ich einen wesentlichen strategischen Vorteil hatten: wir wohnten gerade einmal 300 Meter von Petra M. entfernt. Und trafen sie so regelmäßig auch nach Schulschluss beim Einkaufen oder Joggen.
    Im Advent wurde unsere Lieblingslehrerin plötzlich krank und fiel für einige Zeit aus. Ein paar Tage haben mein Freund und ich mit uns gerungen…und uns dann zu einem Krankenbesuch entschlossen. Und natürlich sind wir nicht mit leeren Händen aufgebrochen. Wir haben unser letztes Taschengeld zusammengelegt und bei unserem Lieblingsbäcker eine leckere Torte gekauft. Dazu haben wir gedichtet…und einen Aufsatz verfasst.
    Als wir dann etwas nervös bei Ihr klingelten, machte sie uns die Tür auf…und war richtig erfreut uns zu sehen. 1:0 für uns! Dann fingen wir an, unser Gedicht vorzutragen. Das war große Kunst, auf die Goethe & Schiller neidisch gewesen wären: Die ersten Zeilen lauteten: “Von draußen vom Walde kommen wir her, wir möchten Ihnen sagen, wir mögen Sie sehr!”.
    In den darauffolgenden Zeilen verarbeiteten wir die Deutschliteratur der letzten Monate…und landeten einen Lacher nach dem anderen. 2:0! Ein paar Beispiele gefällig? “In den letzten Wochen haben wir Faust gelesen, der alte Schlendrian stand auf junge Besen. Und hatte es faustdick hinter den Ohren, während wir bei schwierigenTextinterpretationen schmoren”. Oder: “Noch durchgeknallter als Hauptmanns Thiel geht schwer, und trotzdem begeistern Sie uns für diesen Stoff mehr und mehr.”
    Das Gedicht endete mit einem Ausblick auf das nächste Buch:
    “Als nächstes dann also der Homo Faber, da hoffen wir auf kein Gelaber. Doch der Autor ist ja bekannt für seine Schreibe, auf dass er uns nicht in den Wahnsinn treibe. Heißt sein Name nicht Max Frisch, wie wärs mit einem Stück Kuchen am Tisch?”
    3:0! Sie hörte mit Lachen gar nicht mehr auf…und bat uns sehr gerne herein.
    Nun ja…damit begann dann das Debakel! Das Wohnzimmer wurde von einem 2 mal 3 Meter großen Foto sich küssender Frauen dominiert…mir kamen die ersten Zweifel. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, unseren Aufsatz vorzutragen: Eine Interpretation der Umschlaggestaltung unserer letzten Bücher…bei Reclam-Heften war das in der Vorbereitung recht anspruchsvoll…anderthalb Seiten mit genügend Abwechslung hatten uns zwei ganze Nachmittage gekostet. Aber es hat sich zunächst gelohnt: Wir landeten die nächsten Wirkungstreffer…Petra M. lachte sich erneut schlapp. Und ich vergass zwischenzeitlich sogar das Bild bzw. hielt es vorübergehend für ästhetische Fotokunst.
    Bis sich der Schlüssel im Schloss drehte…und Ihre Lebensgefährtin zur Tür reinkam…ich habe selten einen schnelleren Abgang hinbekommen. Doch damit nicht genug. Eine Woche später war unsere Deutschlehrerin wieder gesund…und ließ uns unseren Aufsatz vor der gesamten Klasse vortragen. Es gab selten eine Schulstunde, die ich im Nachhinein so verwünscht habe wie diese…
    Aber immerhin: 25 Jahre später habe ich meinen Frieden mit Petra M. geschlossen. Beim Ehemaligentreffen unserer Schule hat sie mich offiziell als ihren kreativsten Deutschschüler aller Zeiten gekürt…immerhin ein kleines Happy End! Und damit merry x-mas an das gesamte Zuhause3-Team!

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About me

Melina Rost Ich heiße Melina Rost, bin eine echte Berlinerin – habe zum Glück nie so gesprochen – und lebe gerne in der Hauptstadt. Ich arbeite als Moderatorin und Redakteurin; seit mittlerweile 8 Jahren für das Magazin mein schönes zuhause°°°.

Ästhetische Designs, Schönes und Außergewöhnliches, inspirierende Begegnungen: all das liebe ich. Allen voran meine kleine Tochter. Als Redakteurin darf ich viel unterwegs sein – in modernen Domizilen, auf interessanten Messen oder in schicken Hotels. Hier möchte ich über meine Lieblingswohnideen, über Architektur und den Hausbau bloggen. Über Dinge, die mich begeistern oder Erinnerungen wach werden lassen.

P.S.: Es kann ironisch werden. Ich verzichte aber auf Smiley-Zwinker oder Smiley-Lach. Sonst macht Ironie keinen Spaß... Ich freue mich auf unseren Austausch!



Melina Rost

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