Stadtvilla für zwei Familien – von Roth

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    Fotos: Roth

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Wie die individuellen Ansprüche mehrerer Generationen unter einem Dach realisierbar sind, zeigt dieser Entwurf von Roth-Massivhaus.

Sanieren oder neu bauen? Diese Frage stand nur kurzzeitig für die Bauherrin im Raum. Der Grund: Sie wollte gemeinsam mit ihren Kindern auf dem Familiengrundstück leben. Doch das alte Haus so umzubauen, dass darin zwei autarke Wohnungen entstehen, hätte ebenso viel gekostet wie ein Neubau. Die wesentlich geringeren Energiekosten und der Vorteil einer individuellen Raumplanung für beide Familien untermauerten den Entschluss, sich für ein modernes Zweifamilienhaus zu entscheiden. Äußerlich ist der Mehrfamilien-Charakter der zweigeschossigen Stadtvilla nicht sofort erkennbar. Um die Nutzung des Kellers als Wohnraum mit Tageslicht zu ermöglichen, endet das Untergeschoss umlaufend 75 Zentimeter oberhalb des Erdniveaus. Überdachte, von Säulen gestützte Terrassen-Zugänge, ein Zwerchgiebel, anthrazitfarbene Dachziegel und das freundliche Apricot der Fassade verleihen dem Entwurf seine mediterrane Note. Wegen der unterschiedlichen Anforderungen beider Familien wurden die Wohnungen mit 98 und 122 Quadratmetern Wohnfläche frei geplant. Neben der individuellen Raumaufteilung zählen jeweils zwei Badezimmer, ein Wäscheabwurf, ein Hobbyraum und der Spitzboden als Ausbaureserve zu den Gemeinsamkeiten beider Wohnungen. Damit sich beide Familien auch ungestört im Haus bewegen können, wurde die Wohnungstrennwand aus besonders schwerem, sehr gut schallschluckendem Kalksandstein ausgeführt. Das Roth-Massivhaus erfüllt mit seiner wärmebrückenoptimierten Konstruktion, der Hochleistungsdämmung und der sparsamen Wärmepumpe den Effizienzhausstandard. Dies wird auch von der KfW-Bank gefördert. Der zusätzliche Einbau eines Sicherheitspakets mit Bewegungsmeldern, einer Blitzschutzanlage und kameraüberwachtem Gartentoröffner geben beiden Familien die Gewissheit, mit dem Neubau die richtige Entscheidung getroffen zu haben.


Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab der Seite 124 im "das dicke deutsche hausbuch 2016"