Meisterstück der Moderne – von SchwörerHaus

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    Erdgeschoss

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    Obergeschoss

Organisch, funktionell und voller innerer Werte: der Grundgedanke von Bauhaus-Architekt Walter Gropius funktioniert auch fast 90 Jahre später.

Markant und selbstbewusst ragt der anthrazitfarbene Flachdach-Kubus in die idyllische Landschaft der Westschweiz in der Nähe von Genf. Modern und schnörkellos hat Web-Entwickler Fabrice Léger hier seine persönliche Utopie gemeinsam mit Schwörerhaus realisiert. Optisch setzt der Entwurf einen Kontrapunkt zu den aus Tradition geprägten aufwendig verzierten Holzhäusern mit Satteldach und auskragenden Überständen in der Nachbarschaft. Interessanterweise liegen jedoch die Wurzeln des heute industriell hochentwickelten Fertighausbaus genau hier: Der Schweizer Holzstil verbreitete sich im 19. Jahrhundert in Europa, vor allem nördlich der Alpen bis nach Skandinavien, aber auch nach Übersee. Insofern spiegelt der Kubus in Holztafelbauweise die konsequente Evolution einer Tradition wieder. Nur ist er heute hochgedämmt und wohngesund, wird in wenigen Tagen aufgestellt und ist architektonisch erfreulich variabel.

Die Mär vom unflexiblen Fertighaus, das sich nur minimal anpassen lässt, hält sich teilweise immer noch hartnäckig. Zugegebenermaßen bis vor kurzem auch bei Fabrice Léger: „Bei unserem ersten Planungstreffen mit dem ortsansässigen Architekt Jürg R. Moesle schaute ich mir Satteldach-Modelle aus dem Katalog an. Als ich ihm fast nebenbei erzählte, dass ich eigentlich Bauhausentwürfe bevorzuge, war das zu meiner Überraschung kein Problem“, berichtet der Bauherr. „So überlegten wir alles noch mal neu. Mit dem Holzständer-Bausystem von Schwörerhaus liess sich alles individuell konfigurieren. Einzig an den vorgegebenen Raumhöhen und eine Auswahl von Fenster- und Türformaten liess sich nichts ändern.“ In der „Bauhaus-Idee“ steckt für Schwörerhaus-Architekt Jürg R. Moesle nicht nur ein kurzlebiger architektonischer Modetrend, sondern ein ganzheitlicher Denkansatz. Dieser berücksichtigt bei der Planung vor allem das praktische, alltägliche Leben – und sorgt dafür, dass Stil und Architektur nicht zum Selbstzweck werden und sich in den Vordergrund drängen.


Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab Seite 70 in der Ausgabe November/Dezember 2015 mein schönes zuhause°°°