Entwurf “Greenfield” von BostonHaus

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    Fotos: BostonHaus

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    Grundriss

In den USA ist das „Vor dem Haus“ wichtiger als dahinter: Man sucht den Kontakt zu den Nachbarn. Und baut selbstverständlich die Terrasse als Veranda zur Straße hin.

Es gibt Situationen, da möchte man sich vom tosenden Leben draußen abschotten. Aber an solchen Orten werden Einfamilienhäuser eigentlich selten gebaut. Umso verwunderlicher, dass unsere Häuser nach vorn, zur Straße und damit zu den Nachbarn hin, meist schießschartengroße Fenster haben und nicht sonderlich einladend wirken. Dachte sich Dr. Andera Lissner, Chefin von Bostonhaus, und machte sich daran, amerikanisches, eher von Offenheit geprägtes Wohngefühl auch bei uns zu verbreiten. Bei ihrem Entwurf „Greenfield“ kamen ihr dabei mehrere glückliche Umstände zur Hilfe: Die sonnige Breitseite des Hauses geht zur Straße, die eher gemütlich ist und sich in einem Pfälzer Weinort befindet. Und ihre Baufamilie ist eine den kommunikativen Ideen der Bauunternehmerin aufgeschlossen gegenüberstehende Lehrerin mit Sohn. Also konnte Andrea Lissner sich endlich mal wieder den Kopf darüber zerbrechen, wie sie Haustechnikraum und WC, standardmäßig und gleichsam als Bollwerk gegen die Nachbarschaft in unseren Breiten meist vorn im Haus platziert, nach hinten und innen verlegt. Denn vorn sollten wichtige Räume des Hauses liegen und die Terrasse in Form einer klassisch-amerikanischen Veranda zum freundlichen Plausch mit Nachbarn und Passanten einladen. Eher dem Rückzug zu Arbeit und Erholung dient der mütterliche Privatbereich mit Arbeits- und Schlafzimmer, die offen ineinander übergehen. Das Dachgeschoss ist für den Ausbau vorbereitet und dient als Raumreserve. Auch die Gauben und Treppe lassen sich jederzeit problemlos einbauen. Das ebenso natur- wie hochgedämmte Haus wird von einer Luft-Wasser-Wärmepumpe geheizt, die eine Fußbodenheizung speist. American Style trifft also auf deutsche Effizienz – eine perfekte Mischung!


Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab der Seite 132 im "das dicke deutsche hausbuch 2016"