Salbei für die Seele

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    Salvia microphylla, Johannisbeersalbei

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    Die rosa ‚Amethyst‘ ist relativ hochwüchsig. (Foto: Jag_cz - Fotolia.com)

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    Salvia azurea ‚Grandiflora', auch Spätherbst-Salbei genannt.

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    "Salvia officinalis", so der botanische Name des Gartensalbeis.

Salbei ist ein unkomplizierter Zeitgenosse. Als Gewürzsalbei lecker zur Pasta, als Zierpflanze ein Blühwunder im Staudenbeet. Unter den 900 Arten gibt es aber nicht nur blaue.

Gartensalbei

Schon die Griechen und Römer schätzten die Heilwirkung des Salbeis. „Salvia“ stammt vom lateinischen „salvare“ – heilen. Für die Seele ist Salbei belebend. Die jungen Blätter des Gartensalbeis (Salvia officinalis) können als Tee bei Halsschmerzen, Halsentzündungen oder Husten getrunken werden. Neben seinen entzündungshemmenden hat er auch stark schweißhemmende Eigenschaften. Gekaute Blätter helfen außerdem gegen Zahnfleischentzündungen oder Mundgeruch.

Auch bei Verdauungsstörungen leistet Salbei gute Dienste. Von einer Dauerbehandlung ist jedoch abzuraten. Das ätherische Öl duftet herb, frisch und leicht kampferartig. Bei Überdosierung wirkt es durch seinen Gehalt an Thujon giftig. Gewürzsalbei ist als mediterraner Vertreter zwar empfindlich gegen lange Fröste, gilt aber als winterhart. Mit Reisig oder Laub kann man ihn gegen Frostschäden schützen.

Spätherbst-Salbei

Salvia azurea ‚Grandiflora‘, schon der Name ist äußerst klangvoll. Sein strahlendes Azurblau kommt im Pflanzenreich eher selten vor. Ein super Herbstblüher, meinen Experten. Außerdem ist dieser Salbei winterhart und gewinnt – ähnlich wie wir Menschen – mit zunehmendem Alter an Ausdruck.

(Sub-)Tropischer Salbei

Diese Sorten schmücken sich mit feurigroten Blüten. Zu ihnen zählt der attraktive Johannisbeersalbei (Salvia microphylla). Der kleinblättrige kugelförmige Strauch wird auch Baby-Sage genannt. Seine Blätter duften wie reife Johannisbeeren. Subtropische und tropische Salbeisorten sind zwar nicht frosthart, können aber im Topf gut überwintern.

Steppensalbei

Ein unermüdlicher Dauerblüher, der auch von Bienen und Schmetterlingen geliebt wird. Ab Juni zeigen die Pflanzen ihre duftenden Blüten und legen nach einem Rückschnitt auf etwa 10 Zentimeter mit einer zweiten Blüte im Spätsommer nach. Der Steppensalbei kann noch mehr als „nur Blau“. Die rosa ‚Amethyst‘ ist relativ hochwüchsig und somit gut mit hohen Stauden kombinierbar. ‚Caradonna‘ betört mit besonders dunklen Blüten und Stängeln, und ‚Adrian‘ überrascht ganz in Weiß.


Pasta salvia e burro, die italienische Variante von Nudeln mit Salbei und Butter, ist längst kein Insidertipp mehr. Aber wie wäre es mal mit Salbei- Minz-Limonade für heiße Sommertage? Die mögen sogar Kinder.

/Für 4 Portionen: 1 Bund Salbei, 1 Bund Minze, 4 unbehandelte Zitronen, 4 EL Honig/

Drei Zitronen auspressen, den Saft mit Honig in 0,5 Liter kalten Wassers verrühren. Blätter vom Salbei abzupfen. Zehn Stück mit Minze fein hacken und in die Zitronenlimonade geben. Eine Stunde kalt stellen, dann durch ein Sieb gießen. Die vierte Zitrone in dünne Scheiben schneiden und mit dem restlichen Salbei auf vier Gläser verteilen. Mit der Limonade auffüllen.

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