Bauhaus „Murano“ von Gussek Haus

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    Fotos: Gussek Haus

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    Erdgeschoss

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    Dachgeschoss

Maßgeschneidert auf einen herausfordernden Grundriss am Hang auf Basis "Murano" präsentiert sich dieses puristische Unikat. Es wirkt selbstbewusst und ist vor allem detailliert durchdacht in Form und Funktion.

Es ist bereits zum Ritual geworden – jeden Morgen blickt der Hausherr durch die bodentiefen Fenster seines Schlafzimmers, um das herrliche Panorama des Maintals zu genießen. Sein traumhaftes Grundstück mit Hanglage und perfekter Verkehrsanbindung entdeckte er eher zufällig. Heute ist er froh, seinen ursprünglichen Plan zum Kauf einer Bestandsimmobilie aufgegeben zu haben, denn kein angebotenes Objekt entsprach den Vorstellungen der dreiköpfigen Familie. Das passende Gebäude für das Hanggrundstück war umso schneller gefunden: Der quadratische Entwurf „Grünwald“ von Gussek Haus mit Bauhaus-Zitaten und einer schlichten, kantigen Geometrie traf genau den Geschmack des Ehepaars. Nur hatte die Sache zunächst einen Haken: Der Grundriss ließ sich nicht auf ihr Grundstück übertragen, es bot nur eine maximal bebaubare Breite von sechseinhalb Metern. Wohnkomfort hat natürlich auch etwas mit Raumgröße zu tun; 130 Quadratmeter sollten es nach den Wünschen der dreiköpfigen Bauherrenfamilie schon sein. An diesem Punkt konnte Gussek Haus-Planungsleiter Sven Kosel seine ganze Erfahrung in die Waagschale werfen. In filigraner Kleinarbeit ging er gemeinsam mit den Bauherren an die systematische Umgestaltung des Ausgangs-Entwurfs, ohne den Charakter der Vorlage aus den Augen zu verlieren. Alle Räume mussten auf die ungewöhnlichen Außenmaße von 6,5 x 13,5 Meter angepasst werden. Das Ergebnis ist das „Murano“, ein zweigeschossiges Effizienzhaus mit weißer asymmetrischer Fassade, dezent auskragendem Obergeschoss sowie natürlich großen Fensterelementen im Erd- und Dachgeschoss. Die größte Herausforderung für das Gussek-Planungsteam bestand darin, möglichst viel Wohnraum in die bebaubare Grundfläche zu integrieren. Dafür bot sich die alternative Verwendung der einschaligen Putzfassade mit Wärmedämmverbundsystem geradezu an. Sie bietet bei minimaler Wandstärke und optimaler Dämmung maximale Wohnfläche. Die zweite entscheidende Maßnahme: Im Inneren verzichteten die Architekten auf überflüssige Nutz- und Abstellflächen: Alle Flure wurden zugunsten größtmöglicher Zimmer kompakt gehalten. Sogar kleinere Maßnahmen, wie der Einbau einer gerade laufenden Treppe, statt einer sonst üblichen zweiläufigen bzw. Wendeltreppe, bringen ein paar Quadratmeter mehr an Wohnfläche.


Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab Seite 82 in der Ausgabe März/April 2016 mein schönes zuhause°°°