Mediterrane Gärten – Urlaubsgefühle zu Hause

Alle Fotos: Gärtner von Eden

Es gibt ein paar Farben, an die sich jeder gern erinnert, wenn er an seinen Mittelmeer-Urlaub denkt: die Brauntöne des Sandsteins, das staubige Grün der Olivenbäume und die Farbtupfer der Blumen

Zweifellos lässt sich die Frage, was denn nun eigentlich mediterran sei, nicht eindeutig klären. Italienische Landschaften? Marokkanische Gestade? Griechische Inselparadiese? Eines eint all diese Regionen: das Klima. Die Sommer sind warm bis heiß und sehr trocken. Dazu kommen meist milde Winter. Entsprechend fällt die Pflanzenauswahl aus, die Gärten in dieser Region kennzeichnet. Hinzu kommen dann die klassischen Farben dieser Landschaften, die sich als bleibende Erinnerungen ins Gedächtnis von Urlaubern einprägen: Da sind das strahlende Weiß der griechischen Inselhäuser, die Sandfarben, wie man sie sowohl in Italien als auch in Spanien wiederfindet, und auch die oft in Mosaiken zusammengeführten Fliesen – ob nun in Portugal oder in den arabischen Ländern. All dies sind Vorbilder für den mediterranen Garten.

Bevor man sich für die Bepflanzung und Gestaltung eines mediterranen Gartens entscheidet, sollte man also zuerst in den eigenen Erinnerungen kramen. Am besten schreibt man auf was während des Urlaubs im Süden den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen hat. Damit die Stimmungen auf dem Grundstück auch wirklich den eigenen Vorstellungen entsprichen, sollte man für die Umsetzung einen Profi beauftragen.

Eine ausgewiesene Spezialistin ist Christine Schaller. Die Gartenarchitektin aus Uelzen hat sich mit ihrem Gartenbaubetrieb auf die Anlage und Pflege anspruchsvoller Privatgärten spezialisiert. Und sie weiß natürlich, welche Materialien geeignet sind, bestimmte Stimmungen im Garten zu erzeugen. Christine Schaller, Mitglied der Gärtner von Eden: „Natürlich sind Pflanzen, die im Mittelmeerraum ihre Heimat haben, für unsere Gärten nur geeignet, wenn man sie in Kübeln unterbringt, damit man sie im Winter zum Beispiel in einen frostsicheren Wintergarten bringen kann. Aber es gibt eben auch viele Pflanzen, die mitteleuropäisches Klima vertragen und dennoch eine südeuropäische Ausstrahlung entwickeln. Auf die muss man zurückgreifen.“



Es gibt eine Reihe Pflanzen, die im norddeutschen Klima ihre Frosthärte bewiesen haben und dennoch eine mediterrane Wirkung haben.

Hier ein paar Beispiele:


Schmetterlingsflieder

Den Namen trägt der Strauch zu Recht. Seine schmalkegeligen, farbstarken Blütenstände locken Bienen und eben auch Schmetterlinge an.

Sanddorn

Seine schmalen, silbrig-grauen Blätter erinnern an manche Mittelmeerpflanze. Das Gehölz trägt orange-rote Früchte.

Weidenblätterige Birne

Der Baum eignet sich besonders für mediterrane Gärten, weil er viel Ähnlichkeiten mit einem Olivenbaum hat.

Lebensbaum

Wer ihn geschickt beschneidet, erhält eine schmale Silhouette, ganz ähnlich wie bei der echten Zypresse.

Yucca

Es gibt frostharte Arten, die dank ihrer lanzenartigen Blätter sehr an Agaven erinnern.

Schwarzkiefer

Der Nadelbaum kann als Ersatz für Pinien eingesetzt werden.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab Seite 136 in der Ausgabe März/April 2015 mein schönes zuhause°°°


Christiane Stoltenhoff/Michael Schweer de Bailly

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