Drei Ideen für die Vorgartengestaltung

Fotos, Metten, Stein+Design

Meist sind es nur ein paar Quadratmeter, aber sie sind für den ersten Eindruck von entscheidender Bedeutung.

Diagonal gelöst

Der Grundgedanke des Gestalters, die Diagonale zum Maßstab des kleinen Gartenstücks zu machen, ist hier konsequent und deshalb besonders überzeugend in die Tat umgesetzt. Das gilt für die Verlegung der Betonsteinplatten und den Einbau der Stufe auf die Höhe der Eingangstür im Granitlook ebenso wie für die Bepflanzung, in der die drei strengen Buchsbaumhecken eine bestimmende Rolle spielen. Sie lassen den diagonalen Zugang besonders logisch erscheinen – eine wichtige Funktion.



Denn grundsätzlich gilt, dass der Zugang den direkten Weg nehmen muss, um bei Besuchern kein irritierendes Unverständnis auszulösen. Ein attraktives Detail ist das kleine Wasserbecken – ebenfalls in das diagonale System eingepasst. Hier könnten ein paar Wasserpflanzen ihr Zuhause finden und eventuell ein Stein dafür sorgen, dass Vögel das kleine Reservoir als Tränke annehmen. Geschickt angefügt ist der Zugang zum Autoabstellplatz.



Klarer Klassiker

Die wohl unspektakulärste, gleichwohl oft passendste Idee ist unser Beispiel Nummer 2: Die Linienführungen sind streng an den Grundstücksgrenzen ausgerichtet, die sandsteinfarbenen Betonplatten eröffnen viel Stellplatz – vielleicht für eine Bank als Ergänzung zum fest installierten Sitzplatz zwischen der begrenzenden Hecke.



So schafft man beste Voraussetzungen, um mit dem Nachbarn ein Schwätzchen halten zu können. Zugleich entsteht ein Aussichtspunkt auf die Straße und ihre Begebenheiten.

Die gepflasterte Fläche vor dem Haus wird durch zwei betongraue Bänder gekonnt gegliedert. Das vordere markiert das Grundstücksende zum öffentlichen Bürgersteig hin, das zweite entsteht durch den Einbau der Stufe, mit der das Niveau des Eingangs erreicht wird.



Romantische Idee

Ganz anders ist die dritte Lösung. Sie versucht erfolgreich, die Grenzen des Raums vor dem Haus optisch aufzulösen, indem sie dem Vorgarten durch den Einsatz von Stauden und einer eher lockeren Hecke die Strenge nimmt.



Dazu trägt auch die Pflasterung mit dem dezent bunten Betonsortiment und – als ganz besonderes Element – die Betonskulptur bei, die aus der Serie Arton von Stein + Design stammt. Sie ist so eingesetzt, dass sie zwangsläufig den Blick auf sich zieht, wenn man auf der Hausbank direkt neben dem Eingang Platz nimmt.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab Seite 142 in der Ausgabe März/April 2015 mein schönes zuhause°°°


Michael Schweer de Bailly

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