Holzhaus mit Seele von Sonnleitner

Haus Wühr ist durch die großzügigen Fensterflächen ein Logenplatz mit Aussicht.

Heimatverbundenheit und Bodenständigkeit – das sind die Zutaten zu diesem urgemütlichen, großzügigen Domizil im Bayerischen Wald. Etwas anderes als dieses seelenvolle Holzhaus war für Josef Wühr, gelernter Schreiner und heute Chef einer Traditionsbrennerei, und seine Frau Renate nicht vorstellbar.

Wie wurde Schreiner Josef Wühr zum Schnapsbrenner? Ganz einfach: aus Liebe. Seine Frau Renate brachte die Traditionsbrennerei mit in die Ehe. Sie hatte schon seit Ende der 70er-Jahre bei ihren Eltern mitgearbeitet, bevor sie in den 90ern die Regie von ihrem Vater übernahm. Als nun Tochter Christina, die ebenfalls im elterlichen Betrieb mitarbeitet, geheiratet hatte, sollte sie mit ihrem Angetrauten das Haus der Eltern gleich neben dem Geschäft übernehmen.


Die Traditionsbrennerei Drexler zieht Jahr für Jahr immerhin um die 200.000 Touristen aus ganz Europa an. Die wollen die Kunst des Schnapsbrennens live erleben und machen die Brennerei damit zu einem der beliebtesten Ausflugsziele im Bayerischen Wald. Sie dürfen die hocharomatischen Brände und Obstweine verkosten, sich vor den mehr als 200 historischen Exponaten in die Tradition dieses Handwerks einführen lassen oder im Erlebnisgarten die heilende Wirkung von Kräutern und Pflanzen, die in über 1.000 Metern Höhe auf mageren Bergwiesen wachsen, bestaunen.


Zum Schluss werden natürlich die flüssigen Delikatessen – das Angebot umfasst heute 80 Sorten – eingepackt. Den traditionsreichen „Arber Bärwurz“ oder „Hexenzauber Blutwurz“ gibt es schließlich in keinem Supermarkt, sondern nur dort in Bad Kötzting am Fuße des Arber, des höchsten Bergs im Bayerischen Wald – oder im Onlineshop.


Wer seiner Tochter das eigene Haus überlässt, übrigens einen Massivbau aus den 80er-Jahren, darf sich auf die Suche nach etwas Neuem begeben. Renate und Josef Wühr folgten ihrer inneren Stimme, die sprach: ein Holzhaus. Das in die Landschaft passt, zum Grundstück in leichter Hanglage etwas abseits der Brennerei-Attraktionen und zur ländlich-urigen Tradition, der sich die Wührs zutiefst verbunden fühlen.



Der Weg zum nur wenige Kilometer südlich ansässigen Holzhausbau-Spezialisten Sonnleitner Holzbauwerke war ziemlich geradlinig. „Die Häuser haben uns von Anfang an überzeugt.“ Neben der Optik gefiel Josef Wühr mindestens genauso gut: Von Sonnleitner bekommt man keine Konfektionsware, sondern individuell geplante und gefertigte Holzhäuser. „Man merkt der Präsentation an, dass Sonnleitner seit Jahren erfolgreich auf dem Markt ist.“


Der Entscheidung für den Anbieter aus Ortenburg folgte eine klare Wührsche Ansage: „Wir wollen keinen Toskana-Stil und keine moderne Kiste, sondern ein Haus, das in unsere ländliche Umgebung passt, sie respektiert.“ Also inspizierten die beiden eifrig die nähere und fernere Umgebung, fotografierten von ganzen Gebäuden bis zum kleinen Detail, was ihnen gefiel, um ihre Vorlieben kundzutun und den Architekten damit zu füttern.


Bei aller Verwurzelung und Ortsverbundenheit sind die Wührs nämlich auch gern unterwegs: vom Schwarzwald bis nach Österreich ließen sie ihre Blicke schweifen. Der Architekt verstand, gab Ideen Feinschliff, machte aus Wänden Räume und aus einem Plan ein Haus mit Seele. Das beweist, wie salonfähig traditionelle Architektur sein kann. Über einem weiß verputzten Erdgeschoss entfaltet sich ein mächtiges, chaletartiges Obergeschoss in Holz und Glas. Gutes Fichtenholz. Und gutes, dreifach wärmegedämmtes Glas (Ug-Wert 0,8 W/m2K). Die Holzfenster mit massiv eingestemmten Sprossen und die Fensterläden sind ebenfalls aus Fichte gefertigt.


Auch traditionsbewusste Bauherren wie Josef Wühr begnügen sich heute nicht mehr mit Holzwänden wie anno dazumal. Sonnleitner hat schon vor Jahren eine patentierte Blockbohlenwand erfunden: die doppelwandige „Twinligna“ mit einem U-Wert von 0,15 W/m2K. So viel innovative Außenwand, dazu hoch gedämmte Fenster und das Dach mit einem U-Wert von 0,17 W/m2K ergeben in der Summe KfW-55-Energieeffizienz- standard. Architektur ist eben nicht allein eine Frage von Schönheit, sondern mindestens genauso von ökologischer Achtsamkeit. Auch dafür lieben die Wührs ihr Haus.



Im Inneren hat das Ehepaar Tradition und Urigkeit gekonnt mit Weite und Licht zusammengebracht. Beispiel Galeriebalkon, „Den wollten wir schon immer“, erzählt Josef Wühr. Da für zwei Leute immerhin 172 Quadratmeter zur Verfügung stehen, machte es dem Sonnleitner-Architekten überhaupt keine Kopfzerbrechen, die notwendigen Quadratmeter für Galerie und Luftraum abzuzweigen. Josef Wühr hat dort oben seinen Heimarbeitsplatz und eine kleine Handbibliothek untergebracht. Ein schneller Griff, und die Lieblingsbücher zum Schmökern auf dem Sofa sind zur Hand. Das Dach im Obergeschoss mit sichtbarem Dachstuhl ist zum Großteil bis in den First ausgebaut.


Für das in den Luftraum hineinragende Holzelement liefert Josef Wühr eine sinnreiche Erklärung: „Wir wollten keine Kleiderschränke im Schlafzimmer. Um einen ausreichend großen Schrankraum unterzubringen, griff der Architekt zu einem Kniff: Er ließ die 7 Quadratmeter große Ankleide einfach etwas in den Luftraum über dem Wohnbereich hineinragen.“ So fanden neben dem Schlafzimmer noch Gästezimmer und Bad unbeengt Platz. Dem Gästezimmer steht übrigens ein eigenes Duschbad im Erdgeschoss zur Verfügung.


Den Schreiner im Hausherrn entdeckt man in seinem Schlafzimmer: eine flache Schrankwand mit schmalen Borden am Fußende des Betts Marke Eigenbau. Auf den Borden stehen die Familienfotos, auch der Flachbildfernseher wird von professionell bearbeiteten Leisten gerahmt. „Ich finde diese Lösung einfach gemütlicher als eine glatte Wand“, beschreibt Josef Wühr seine Einbauidee.


Gefertigt sind diese Einbauten übrigens aus Zirbelholz. Dem wird eine beruhigende Wirkung aufs Herz und den gesamten Organismus nachgesagt, die nachts zu tiefem, erholsamem Schlaf beiträgt. In diesem Haus sind die Tage und die Nächte eben gleichermaßen schön.


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Zahlen und Fakten

AnbieterSonnleitner Holzbauwerke GmbH & Co.KG
Fläche171.00m²
DachSatteldach, Neigung 26°
WandPatentierte, doppelwandige Blockbohlenwand „TWINLIGNA® “
Ausstattung/
Vorzüge
 
EG verputzt, OG Fichtenfassade, Fichtefenster mit massiv eingestemmten Fenstersprossen, Fensterbrettläden aus Fichte, 3fach-Wärmeschutz-Isolierverglasung (Ug-Wert 0,8 W/m²K), sichtbares Balkenlager - teilweise bis First, schräg ausgestellte Ecken im EG, Eckschalen in Chaletoptik im DG
ExtrasLeichte Hanglage, riesige Galerie mit Studio, Nebengebäude, sehr hochwertiger Landhausstil
Maße10,3 m x 10,98 m
Angebotab 209.000€ OK Kellerdecke

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