Stilkunde: Pop-Art (etwa 1955 bis 1970)

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    Trittfeste Bodenkunst a la Andy Warhol. Inzwischen bedruckt Parador Laminate auch mit Bildvorlagen seiner Kunden.

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    „Plopp“ des dänischen Herstellers HAY

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    Comic-Möbel der Pop-Art auf Italienisch. Von Natuzzi

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    "Panton Chair" von Werner Panton; www.vitra.com

Pop-Art hing die abstrakte elitäre Kunst schlichtweg zum Halse heraus. Sie rückte des- halb das Reale, das unserem Alltag Nahestehende in
den Fokus, hatte auch keine Berührungsängste mit dem Trivialen.

Die Designmöbel wandten sich von traditionellen Konturen und Materialien ab, Kunststoffe, Glasfasern und Metalle wurden ihre bevorzugten Formgeber. Beispiele für diese Ära: das Sofa „MarshMallow“, 1956 von George Nelson erdacht, dessen Rückenlehne aus 18 Scheiben besteht, die mit Polyurethanschaum und farbigem Leder bezogen sind. Oder der Sessel „Ball Chair“ des Finnen Eero Arnio von 1962 aus Glasfaserkunststoffen.


Sehr dünne Edelstahlplatten als Material, die Ränder geschweißt und mit Luft unter Hochdruck in Form gepustet – das sieht aus, als hätte man Stoßstangen von Edelkarossen für diesen Schemel bemüht. „Plopp“ des dänischen Herstellers steht fest in Pop-Art-Fußstapfen. Von HAY


Der Däne Verner Panton, zu den einflussreichsten Möbeldesignern und Innenarchitekten des 20. Jahrhunderts gehörend, brachte als einer der Ersten Pop-Art und die Welt der Möbel zusammen. Ihn faszinierte die Idee von hinterbeinlosen Stühlen. 1958 entwarf er den „Panton Chair“ und eine Reihe von anderen Kultgegenständen, wie Teppiche, Stoffe und Wohnaccessoires. „Panton-Ära“ ist durch ihn zu einem Synonym dieser Zeit geworden.


Eine kubische Sesselform in raumgreifender Jahrhundertwende-Strenge wird durch ein Material, das die durchgesessene Reithose von Lucky Luke sein könnte, zum Comic-Möbel der Pop-Art auf Italienisch. Von Natuzzi

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