Kleines Bad ganz groß

  • Bad_AgrobBUCHTAL_Trias

    Dank Tageslicht und hellen Fliesen in Natursteinoptik wirkt das Bad besonders groß. (Foto: Agrob Buchtal)

  • Bad_Kaldewei_Priorisieren

    Klare Formen und der Kontrast von weißer Keramik und dunklen Fliesen bestimmen dieses Bad. (Entwurf: Kaldewei)

  • Bad_Kaldewei_Optimieren

    Wanne und Dusche in einem schaffen Platz für einen Doppelwaschtisch. (Entwurf: Kaldewei)

  • Bad_Kaldewei_Kombinieren

    Hier finden Wanne und Dusche Platz. Durch die klappbare Duschabtrennung wirkt das Bad größer. (Entwurf: Kaldewei)

  • HEWI_kleinesBad_Interieur

    Dieses flexible Aufbewahrungssystem setzt auch in kleinen Bädern farbliche Akzente. (Foto: Hewi)

Familiensache Wohlfühlbad

Ein Bad für alle Familienmitglieder! Eines, das sowohl den Kindern als auch den Erwachsenen gleichermaßen gerecht wird. Nebenbei auch mit Platz für Papas Rasierer und Haarspraykollektion, Mamas Schminkutensilien und nichtsdestoweniger die bunten Badetiere vom Nachwuchs. Ein Bad, dem es gleichfalls nichts ausmacht, wenn ein Wasserstrahl überall hin spritzt – nur nicht ins Waschbecken.

Bei einem Familienbad müssen somit unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche unter einen Hut oder besser gesagt in einen Raum gebracht werden. Funktionalität, Robustheit und Strapazierfähigkeit der Ausstattung sind Anforderungen, die ein (kindgerechtes) Bad schließlich erfüllen sollte, während die Eltern es indes auch als Ort der Entspannung in wohnlicher Atmosphäre erleben möchten. Ein Balanceakt – der jedoch nur gut durchdacht zum Erfolg führt.

Interior-Designer Stefan Pöppelmann gibt 10 Profi-Tipps zur Badgestaltung:

1. Zeitloses Design und neutrale Farben

sind freilich ein Garant, um sich über Jahre im Bad wohlzufühlen. Dies gilt vor allem für die Wand- und Bodengestaltung. Großformatige Fliesen sorgen für eine ruhige Raumanmutung.

2. Helle Farbtöne, insbesondere an den Wänden

vergrößern optisch den Raum. Bodenflächen können dunkler als die Wände gestaltet sein. Große Spiegelflächen sorgen zudem für ein Plus an Raumgefühl.

3. Stauraum

Nur ein aufgeräumtes, klar gegliedertes Bad kann seine Schönheit entfalten. Es lohnt sich daher, in maßgeschneiderte Lösungen zu investieren (verflieste Ablagen, Nischen, Badmöbel, Vorwandinstallationen)

4. Zwei Waschplätze

im Familienbad erleichtern überdies einen entspannten Start in den Tag.

5. Lichtplanung

Eine Kombination aus Decken-, Akzentbeleuchtung (indirekte Beleuchtung von Nischen oder Spots an der Badewanne) und Spiegelleuchte sorgt schließlich für Lichtstimmung nach Bedarf.

6. Eine bodenebene Dusche

schafft Bewegungs- und Barrierefreiheit bietet zusätzllich noch Reinigungskomfort.

7. Verflieste Standflächen

in der Dusche bieten ferner vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

8. Komfort durch eine Sitzgelegenheit im Duschbereich

integriert in die Wand- und Bodengestaltung. Auf der Badewanne schafft eine mobile Liege nebenbei eine bequeme Sitz- und Liegefläche.

9. Optimale Raumnutzung durch Ablagekonsolen

und in die vorhandenen Vorwandinstallationen integrierte Nischen, ohne aber den Bewegungskomfort zu mindern.

10. WC-Bereich

Das „stille Örtchen“ sollte als Intimbereich gesondert untergebracht sein oder entsprechend klar optisch vom übrigen Bad getrennt werden.

Statistisch gesehen ist laut der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. das deutsche Durchschnittsbadezimmer 7,8 Quadratmeter groß. In 29 Millionen deutschen Haushalten weist es sogar weniger als sechs Quadratmeter auf.

Bei guter Planung und mit einigen gestalterischen Kniffen lässt sich aus einer überschaubaren Raumgröße ein Lieblingsort mit Geborgenheitsfaktor kreieren und das, obwohl die unterschiedlichen Funktionsbereiche eng beieinander liegen.

Mehr zum Thema in der Ausgabe Juli/August von "mein schönes zuhause°°°"
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