Kamine und Kachelöfen

  • Kachelkamin von Hark

    Ein Kachelkamin verbindet das sichtbare Brennfeld des Kamins mit der langanhaltenden Wärem des Kachelofens. (von Hark)

  • Kaminofen Club 11 von Wodtke

    Dieser Kaminofen mit passender Brennholzablage ist auf den Wärmebedarf hochgedämmter Gebäude eingestellt. (von Wodtke)

  • Kamin Kingfire von Schiedel

    Der preisgekrönte Kamin Kingfire wird idrekt in den Schornstein eingebaut. (von Schiedel)

  • Elektrokamin von Muenkel

    Elektrokamine sorgen vor allem für einen dekorativen Effekt. (von Muenkel)

  • Kachelkamin von Hark

    Dieser Kamin mit historischen Kachelformen passt perfekt zu gemütlichen Retro-Einrichtungen. (von Hark)

  • Gaskamin von Brunner

    Ein Gaskamin bietet sich überall dort an, wo kein Holzfeuer möglich, aber eine ähnliche Atmospähre gewünscht ist. (von Brunner)

  • Tunnelkamin von Brunner

    Der von beiden Seiten aus einsehbare Keramik-Tunnelkamin strukturiert die offnene Wohnfläche (von Brunner)

Wohlig warm, umweltfreundlich und energieeffizient

Ginge es allein ums Heizen, dann wäre heute eigentlich gar kein Feuer mehr nötig. Doch die Faszination eines offenen Feuers mit seinem Flammenspiel ist immer noch da. Trotz modernster Zentralheizungen wünschen sich viele Hausbauer zusätzlich einen Kamin oder Holzofen.

Die Auswahl und Vielfalt der Kamine ist groß: Ob freistehend in klassischer Form, zum Beispiel als Schwedenofen, schlicht in Metall, in Keramik oder wärmespeichernden Speckstein, als Kamin Ofeneinsatz, als Kachelofen in traditioneller oder moderner Optik, ob rustikal oder puristisch – für jeden Einrichtungsstil ist etwas dabei.

Wasserführende Kamine
Besonders gut zur Heizungsunterstützung eignet sich wasserführende Kamine oder Heizkamine, mit denen mehrere Räume beheizt werden können. Es gibt zwei technische Varianten dieser Art von Feuerstätten: Die erste funktioniert mit einer sogenannten Wassertasche, die den Brennraum umschließt. Bei der zweiten Konstruktionsweise wird ein Wärmetauscher im oberen Bereich des Ofens eingebaut, über den die sonst durchs Rauchrohr entweichende Abgaswärme zum Erwärmen des Heizwassers genutzt wird. Wasserführende Kamine lassen sich mit fast jeder Zentralheizungsanlage kombinieren, wobei auch noch Solarkollektoren in das System integriert werden können. So kann stets die jahreszeitlich günstigste Wärmequelle genutzt werden.

Kachelöfen
Sehr gut zum Heizen mehrerer Räume eignen sich auch Kachelöfen – geradezu ein Inbegriff gemütlicher Wärme. Die namensgebende keramische Verkleidung sorgt für eine langsame und langanhaltende Wärmeabgabe. Man unterscheidet zwei Typen, den Warmluft-Kachelofen und den Grundofen.

Gaskamine
Eine Alternative zum holzbefeuerten Kamin oder Kaminofen bietet ein gasbefeuerter Kamin. Beschaffung und Lagerung von Brennholz entfallen, es ist nur ein Gasanschluss notwendig. In Kombination mit keramischen Holzscheit-Imitaten erzeugen die Gasflammen eine holzfeuerähnliche Anmutung. Bei Gasverbrennung entsteht praktisch kein Feinstaub, die Schadstoffemissionen sind gering, insofern ist der Gaskamin eine saubere Lösung. In der Klimabilanz schneidet Erdgas als fossiler Brennstoff allerdings weniger gut ab als Holz, auch wenn die moderne Gasfeuertechnik hohe Wirkungsgrade erreicht.

Unbedingt zu beachten
Bei aller unterschiedlichen Technik haben die verschiedenen Ofentypen in aktueller Ausführung eines gemeinsam, nämlich moderne, effiziente und saubere Technik. Das unterscheidet sie grundsätzlich von älteren Modellen, bei denen viel Energie verloren geht und die Luft mit Feinstaub und Schadstoffen belastet wird. Das Heizen mit Holz ist zwar „von Natur aus“ klimafreundlich, weil es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, und weil nur so viel Kohlendioxid an die Atmosphäre abgegeben wird, wie der Baum zuvor beim Wachsen aufgenommen hat. Leider werden jedoch bei der Verbrennung Feinstaub, giftiges Kohlenmonoxid und andere Luftschadstoffe freigesetzt. Eine effektive Verbrennungstechnik und Filter können diese Umweltbelastung erheblich mindern. Um zugelassen zu werden, dürfen neue Öfen bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten, auch ältere Feuerstätten müssen nachgerüstet werden.

Wichtig für den umweltfreundlichen Ofenbetrieb ist auch die angemessene Größe. Bei überhöhter Leistung in Relation zum zu beheizenden Raum steigt die Feinstaubbelastung. Für Kaminöfen, die in der Übergangszeit mitheizen, sind Leistungen im Bereich zwischen acht und 14 Kilowatt üblich, der Bedarf sollte aber vorab vom Profi berechnet werden. Für kleine Räume und stark gedämmte Häuser reicht eine deutlich geringere Leistung von ca. fünf Kilowatt. Kaminöfen für Effizienz- und Passivhäuser mit Lüftungsanlagen müssen zudem raumluftunabhängig arbeiten, das heißt, Luft für die Verbrennung wird von außen zugeführt. Andernfalls könnte es durch den von der Lüftung verursachten Luftunterdruck zum Austritt von gefährlichen Rauchgasen in den Wohnraum kommen.

Ingrid Lorbach

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Ausgabe September/Oktober von "mein schönes zuhause°°°"
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