Elektromobilität – Definition & Erklärung

Der steigende weltweite Energiebedarf, begrenzte Ölressourcen und strengere Umwelt- und Klimaschutzauflagen erfordern ein Umdenken zu mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Elektrofahrzeuge, deren Strom in großem Stil aus erneuerbaren Energien gewonnen werden kann, erfüllen diese Anforderungen.

Die Investmentbank HSBC erwartet laut einer Studie von 2010 weltweit fast 18 Millionen Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020 – aufgeteilt auf 8,7 Millionen reine Elektroautos und 9,2 Millionen sogenannte Plug-in-Hybride mit einer Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor. Die deutsche Regierung will bis 2020 eine Million, bis 2030 sogar fünf Millionen Elektroautos einschließlich Plug-in-Hybride auf die Straße bringen.

Elektrofahrzeuge fahren nicht nur emissionsfrei, sie lassen sich auch perfekt in ein intelligentes Stromnetz, ein sogenanntes Smart Grid, einbinden. Dort sind sie nicht nur Verbraucher, sondern in Zeiten hoher Stromerzeugung durch erneuerbare Energien – zum Beispiel bei hohen Windstärken – auch mobiler Stromspeicher. Ist der Stromverbrauch dagegen hoch (Spitzenlasten), können Elektroautos den Strom theoretisch später ins Netz zurückspeisen. So entfalten Elektromobilitätslösungen im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien ihr ganzes Potenzial für den Klimaschutz.

Produkte und Lösungen für die elektromobile Zukunft:

  • intelligentes Stromnetz
  • Infrastruktur zum Stromtanken mit Messtechnik
  • Komponenten für das Elektroauto (Motoren, Leistungselektronik, Ladetechnik, LED-Lichttechnik)
  • umfassendes und aufeinander abgestimmtes Software-Portfolio

Infrastruktur

Ein engmaschiges Netz von „Stromtankstellen“ ist Grundvoraussetzung für die Elektromobilität. Bestandteile:

  • Wandanschluss für zu Hause (Laden über Nacht, angebunden ans Smart Grid)
  • Ladesäulen für verschiedene Einsatzzwecke (z. B. mit Parkscheinaoutomaten)

  • Schnellladestationen

  • Induktionsladestationen (berührungslos, ohne Ladessäule und –kabel)

  • Batterieaustausch in Swapping-Stationen
  • Software für Energiemanagement und Bezahltransaktionen

Elektromobilität ermöglicht auch das Zusammenspiel der bisher getrennten Subsysteme in Fahrzeugen, Straßeninfrastruktur und Verkehrszentralen durch den Ausbau der kommunikationstechnischen Elektromobilitätsinfrastruktur. Dabei verständigen sich Autos entweder mit anderen Fahrzeugen oder mit der Verkehrsinfrastruktur. Autos werden zu mobilen Sensoren für Verkehrsleitsysteme. Das heißt, das Leitsystem schließt aus Standort und Geschwindigkeit der vernetzten Autos auf Vorhandensein und Länge von Staus. So können etwa bessere Umleitungsempfehlungen gegeben werden. Und der Verkehr wird sicherer und flüssiger, indem Daten über Verkehrsdichte, Straßenzustand oder Ampelschaltzeiten ausgetauscht werden.

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