Eames, Wagenfeld und Co. – eine klassische Zugabe für die Ewigkeit

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    Klassiker mit Kurven – der SINUS-Sessel von COR

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    Auf einem Bein hoch hinaus – Beistelltisch Table E1027 von ClassiCon

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    Schwünge aus Glas – Vase Savoy von Alvar Aalto

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    Schöne Einfachheit – Tischleuchte WG 24 von Wilhelm Wagenfeld

Designklassiker zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch nach Jahren auf dem Markt noch immer populär sind und nichts von ihrer Modernität eingebüßt haben. Das Geheimnis dahinter: zeitlose Form und ideale Funktion. Dabei gilt in den meisten Fällen immer auch das Credo: form follows function..

Selbst nach 50 oder 60 Jahren wirken echte Designklassiker noch immer jung, aktuell und sind so beliebt wie eh und je. Design für die Ewigkeit quasi. Gutes Design kann seinen Schöpfern zu einer Art Superstarstatus verhelfen, denn die Klassiker für den Wohnraum sind eng mit ihren Namen verbunden. Man muss sich nur das Beispiel des Designer-Ehepaares Ray und Charles Eames anschauen.

Im Werkkatalog der Designikonen finden sich mehr als genug bekannte und begehrte Möbelstücke, angefangen beim von Liebhabern des modernen und leichten Designs sehr beliebten Eames Plastic Side Chair, bis hin zur Garderobe mit dem vielsagenden Namen Hang it all. Wer klassische Designermöbel und Einrichtungsgegenstände zuhause hat, der holt sich auch immer ein Stück des Designers ins Haus.

Klassiker mit Kurven – der SINUS-Sessel von COR

Zu den beliebtesten Designklassikern des 20. Jahrhunderts gehört der SINUS-Sessel mit Kufen in Chrom. Sessel gibt es in jedem x-beliebigen Möbelhaus in riesiger Auswahl, wer sich aber einmal auf den SINUS gesetzt hat, der möchte so schnell nicht wieder aufstehen. Designt wurde das in seiner Ästhetik doch eher eigenwillige Sitzmöbel 1976 vom Österreichischen Designer Reinhold Adolf.

Charakteristisch für den SINUS sind die runden Polsterelemente, die auf der Rückseite durch schlichte Lederriemen gehalten werden. Ähnlich wie Mies van der Rohes Barcelona Sessel und der Eames Lounge Chair ist es nicht nur die Optik (weckt Assoziationen mit einer Sinuskurve, daher der Name), sondern vor allem das Material, was den gediegenen und doch modernen Scharm des Sessels ausmacht. Das geschwungene Gestell des Sessels lädt unbedingt zum Wippen ein – am besten mit einem Glas Rotwein in der Hand. Zum 50. Jubiläum des Möbelherstellers COR ist der SINUS nach einem dezenten Lifting wieder als Neuauflage in den Handel gekommen und wird unter anderem auf reuter.de vertrieben.

Auf einem Bein hoch hinaus – Beistelltisch Table E1027 von ClassiCon

Der Name verrät einem nicht viel über den beistelltisch und doch ist er der vielleicht berühmteste Begleiter von Sofas und Sesseln in geschmackvoll eingerichteten Wohnungen und Häusern rund um den Globus. Viel eher vermutet man hinter dem Artikelnamen Massenprodukte und Fabrikscharm. Entworfen wurde der beistelltisch aus Glas und Stahlrohr von der Architektin Eileen Gray, die auch für den Sessel Bibendum verantwortlich ist.

Das Besondere am E1027: er lässt sich nicht nur aufgrund seiner eigenwilligen, einbeinigen Konstruktionsweise richtig nah heranziehen (er wurde für das bequeme Frühstück im Bett geschaffen), sondern auch in der Höhe verstellen. Ein Konzept, dass seitdem oft kopiert wurde. Der Beistelltisch im Stil der Avantgarde ist dabei nicht nur praktisch, sondern sieht außerdem sehr elegant und zeitlos aus. Genau deshalb ist der E1027 von ClassiCon seit Jahrzehnten ein echter Designklassiker für zuhause.

Schwünge aus Glas – Vase Savoy von Alvar Aalto

Seit Generationen steht in viel Haushalten eine Vase, die genauso alt ist wie der Pariser Eifelturm – zumindest was ihr Design anbelangt. Die organisch geschwungene Glaswaren Kollektion von Alvar Aalto, allen voran die große Savoy Vase, hat einen festen Platz bei Designliebhabern und Blumenfreunden gleichermaßen. Anders als die eher nüchternen Designs des Bauhauses überzeugt Savoy mit ausladenden Schwüngen, seine delikaten und zeitlosen Materialien und Farben, sowie seiner natürlichen Eleganz. Sie ist vielleicht das bekannteste Glasobjekt der Welt, noch vor dem bekannten Murano-Glas. Bis heute werden die Glasvasen unter exklusiver Lizenz vom finnischen Unternehmen Iittala produziert.

Schöne Einfachheit – Tischleuchte WG 24 von Wilhelm Wagenfeld

Heutzutage besteht die Tischleuchte WG 24 von Wilhelm Wagenfeld zum Größten Teil aus Glas, das war aber nicht von Anfang an so. Der erste Entwurf 1923, den der Bauhausschüler angeregt durch seinen Mentoren Moholy-Nagy anfertigte, hatte noch einen Metallfuß und einen Metallschaft in Schwarz. Etwa ein Jahr später überarbeitete er sein Modell WG 23 SW und verpasste ihr einen vernickelten Fuß, kurz darauf überarbeitete er seine Tischleuchte erneut und fügte dem weißen, kugelförmigem Schirm Stab und Lampenfuß aus leicht grünem Glas hinzu.

Die Lampe setzt die strengen Form- und Funktionsideale des Bauhauses effizient um, verzichtet auf jegliche Schnörkel und Verzierungen und besticht durch kühle Materialien und nüchterne, geometrische Formen. Sie WG 24 ist die Antithese zu Opulenz, vielmehr besticht sie durch ihrer Einfachheit und Schlichtheit. Gerade deshalb hat sie ihren Platz auf der Liste der schönsten Designklassiker des 20. Jahrhunderts sicher. Tecnolumen ist der weltweit einzige Hersteller dieses Klassikers.

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